DMM Der Mobilitätsmanager

Aussichten 2024 Geschäftsreisebranche ••• Edel-Schaumwein in Business und First ••• Welcher Champagner bei welcher Airline? Nov./Dez. 2023 69707 I 6,50 Euro www.dmm.travel TÄGLICH AKTUELLE BRANCHEN-INFORMATIONEN UNTER WWW.DMM.TRAVEL Viele Verbesserungen im Fahrplan 2024 ••• Schnellere und mehr internationale Züge Innovative Akkus für das E-Auto ••• Stabil, leichter und reichweitenstark Bitte nicht stören Tipp: Kopfhörer ••• Stressfrei arbeiten in Zug, Flugzeug usw.

„WIR SIND BUSINESS TRAVEL“ ©Edgar Chaparro/unsplash DAS PARTNERPROGRAMM VON DMM.TRAVEL Der geschäftliche Tourismus steht vor einem Neuanfang. In der Ära nach Corona erwartet Sie ein attraktives Feature mit „Wir sind Business Travel“. Unter diesem Motto steht unser neuer virtueller DMM-Online-Marktplatz. Die Wahl der richtigen Partner für alle Mobilitäts- und Eventbereiche eines Unternehmens ist zu einer großen und verantwortungsvollen Aufgabe geworden: Von Flugreisen über Bahnfahrten, vom Geschäftswagen über das Mietfahrzeug und Carsharing, von der Wahl des passenden Geschäftsreisebüros bis hin zum gewünschten Hotel und Restaurant, vom effektivsten Kommunikationsmittel bis zur richtigen Software. Für alles, was die Planungs- und Organisationsabläufe des betrieblichen Mobilitätsmanagements erleichtern soll, brauchen unsere Leser verlässliche Ansprechpartner und Experten. Mit „Wir sind Business Travel“präsentieren Sie Ihr Unternehmen in all seinen Facetten für eine Dauer von jeweils 12 Monaten. Wie so etwas aussehen kann? Ein Beispiel: www.dmm.travel/virtueller-marktplatz/ automobilhersteller/opel/ Im Rahmen der neuen Partner-Aktion bieten wir Ihnen ein attraktives Format an: „Wir sind Business Travel“ • Dauerpräsenz im Marktplatz auf dmm.travel (Firmenporträt, Business-Kontakte, B2B-Angebote) • Regelmäßige Logo-Darstellung auf der Startseite • Preis für 1 Jahr: 7.750 Euro Mit Ihrer Teilnahme präsentieren Sie Ihr Unternehmen einer exklusiven Zielgruppe und unterstützen die unabhängige Berichterstattung aus der gesamten Mobilitäts- und Geschäftsreise-Branche. KONTAKTIEREN SIE EINFACH: Jamie Lennard Steinforth Tel.: 0421.38 01 91 63 | Mail: adv@vfm.travel

3 www.dmm.travel Gut möglich, dass die Geschäftsreisebranche ihr tiefstes Tal hinter sich hat. Es wird zwar wieder mehr gereist, aber die Stimmung ist doch getrübt: Zwei unsägliche Kriege, das Tohuwabohu bei der Ampelkoalition, die kränkelnde Wirtschaft, zunehmende Unsicherheit, Fachkräftemangel, und und und. 2023 war kein gutes Jahr. Und es sieht nicht so aus, als würde 2024 alles besser. ••• Die Ereignisse des 07. Oktober 2023 und die Folgen haben auch auf die Geschäftsreisebranche und den Tourismus Auswirkungen. In die Regionen des Nahen Ostens zu reisen funktioniert nur noch auf eigenes Risiko. Israel, Libanon, Iran, Ägypten, Saudi Arabien, die VAE und so mancher andere muslimisch geprägte Staat sind fast schon ein No Go, auch wenn Dubai, Abu Dhabi etc. noch so verlockend klingen und die Scheichs so tun, als ginge sie das Chaos, das ihre Glaubensbrüder in Israel angerichtet haben, nichts an. Die Regierung in London und die US-Botschaft in Dubai warnen eindringlich vor Anschlägen in den VAE. Und auch bei uns wird die Welt zunehmend unsicherer. Denn die massive islamische Einwanderung verändert Deutschland, weil viele Menschen kommen, die unsere westlichen Werte verachten, die nur kommen, um abzukassieren. Wir waren viel zu lange naiv, blind und tolerant gegen eingewanderte Intoleranz, sprich Antisemitismus. So kommen die meisten Migranten illegal aus Syrien, Afghanistan, Irak oder der Türkei, Ländern, die eine anti-israelische Gesinnung haben. Da frage ich mich schon allen Ernstes, in welchem Europa, in welchem Deutschland man noch leben kann und soll. Wollen wir noch Seite an Seite mit Menschen leben, die das Werk von mörderischen Bestien beklatschen? Die ein Kalifat in Deutschland ausrufen und die Scharia hier einführen wollen? Wir müssen endlich lernen, dass alle, die uns verachten, die Terror verherrlichen oder auch nur relativieren, hier nichts zu suchen haben. Das Unternehmerproblem. Wolfgang Grupp, einer der bekanntesten deutschen Unternehmer (Trigema), geht kritisch mit den deutschen Wirtschaftsbossen um. Ich finde es richtig wohltuend, was Grupp sagt: „Jeder Standort ist nur so gut wie seine Unternehmer. Das deutsche Wirtschaftswunder wurde von persönlich haftenden Unternehmern geschaffen, die für ihre Entscheidungen geradestanden. Heute kassieren die Manager oft Millionen, solange alles gut geht. Und wenn nicht, macht man Insolvenz und der Steuerzahler soll einspringen. Das hat mit verantwortungsvollem Unternehmertum nichts mehr zu tun. Wir haben kein Standortproblem, wir haben ein Unternehmerproblem.“ Das Gastronomieproblem. Geschäftsessen werden wohl noch kostspieliger. Der Rückkehr zu 19 % Mehrwertsteuer auf Speisen sei Dank. Nun soll der Dehoga nicht weiter lamentieren. Schließlich war die Absenkung auf 7 % ein Corona-Geschenk. Und so ganz nebenbei haben Restaurants ihre Preise ohnehin schon massiv erhöht. Das Nachhaltigkeitsproblem. Die Nutzung natürlicher Resourcen (z.B. Öl) ist mit Emissionen und anderen Umweltwirkungen verbunden. Außerdem können knapper werdende Ressourcen und schwankende Rohstoffpreise zu wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen führen. Das alles sollten wir bei der Transformation unseres Energiesystems 2024 verstärkt im Blick behalten. Stichwort: Nutzung klimafreundlicher Verkehrsmittel. Geschäftsreise-Zukunft. GBTA und VDR beschworen auf ihrer Konferenz in Hamburg das Jahr 2024. Da muss alles besser werden. Das hoffen wir natürlich auch. Es gibt einfach zu viele Dinge, die angepackt werden müssen. Ob wir von Nachhaltigkeit sprechen, vom Klima, von der Inflation, der Digitalisierung, von KI und ML, von der grünen Transformation der Wirtschaft usw. Sicher wünschen auch Sie sich ein friedlicheres Jahr 2024, ohne Mord und Totschlag und die vielen negativen Nachrichten. Freuen Sie sich auf eine spannende Lektüre und auf dmm.travel, das ultimative Info-Portal der Unternehmensmobilität. Gernot Zielonka Herausgeber und Chefredakteur IN DER HOFFNUNG LIEGT DIE KRAFT Die Ökonomen erwarten, dass die deutsche Wirtschaft im Gesamtjahr 2024 um 0,4 % schrumpft und 2024 höchstens um 0,7 % wächst. Wegen der aktuellen Finanzmisere Deutschlands bleibt die Rezessionswahrscheinlichkeit mit 90 % hoch. Und damit wachsen auch die Sorgen um die Arbeitsplätze. Wir können nur hoffen, dass trotz vieler negativer Ereignisse die Business Travel Branche ihren Optimismus beibehalten kann. Editorial • Unter uns

4 Inhalt • November/Dezember 2023 Bild unsplash/leonardo-yip I Leonardo Hotels I Opel Titelmotiv Freepik/asierromero Für Business und Citytrip München ist bei Geschäfts- und privat Reisenden höchst beliebt. Suchen sie nach einem Top-Businesshotel, stoßen Mobilitäts- und Eventmanager, Ge- schäfts- und Tagungsreisende schnell auf das Leonardo Royal Munich. Der Akku und die Garantie Der Anteil der E-Autos nimmt in den relevanten Märkten zu. Vor allem die Chinesen machen Druck mit ihren BEV und innovativen Batteriesystemen. Die sorgen für mehr Effizienz, kurze Ladezeiten und größere Reichweiten. 2024 kann ganz gut werden Trotz gekippten Haushalts und Ausgabensperren muss das Jahr 2024 nicht schlecht werden. Die Geschäftsreisebranche geht von weiterem Wachstum aus. Laut GBTA sollen die Geschäftsreise-Ausgaben steigen. Trendmonitor 5 I Smarter unterwegs mit KI-Support News 6 I Wissenswertes in Kürze Titelstory 10 I 2024 kann ganz gut werden Bundesbank und IfW prophezeien Wachstum. Eine gute Nachricht für die Geschäftsreisebranche. Geschäftsreise 14 I Die besten Champagner an Bord Welche Fluggesellschaft schenkt welchen Edel-Schaumwein ein? 17 I Multimodale Mobilität Studie von Enterprise Mobility. 18 I Bonusprogramme Nov-Dez.2023 Air Canada klagt gegen eine berühmte Reisewebsite wegen Prämienflügen. 20 I Die Schiene boomt Viele neue und schnelle Verbindungen im Fahrplanjahr 2024. First Class 24 I Aufmerksamkeiten zu Weihnachten Seine Wertschätzung ausdrücken. Hotel & MICE 26 I Für Business und Citytrip Besuch des Businesshotels Leonardo Royal Hotel Munich. 31 I Mitbringsel aus dem Hotel Was man mitnehmen darf und was nicht. Unsere Tipps. Geschäftswagen 32 I Der Akku und die Garantie Die Entwicklung von E-Auto-Batterien schreitet rasant voran. Reichweiten steigen, Ladezeiten werden kürzer. 35 I Gewerblicher Markt E-Auto-Versicherung, innovatives Bremssystem von ZF u.a.m. 36 I Seal- Geschäftswagen des Monats Elektro-Limousine von BYD, die uns restlos überzeugt hat. 39 I Maut 2024: Zur Kasse bitte Neues zu den Autobahn-Vignetten der Nachbarländer. 40 I Wenn Corsa, dann Electric Vollkommen neu auf die Räder gestellt wurde der „Kleinwagen“. 42 I Geld verdienen mit THG Mit der THG-Quotenprämie bekommt man pro E-Auto mehrere Hunderter. Recht und Steuern 44 I Geheimcodes im Arbeitszeugnis Positiv klingende Floskeln, hinter denen sich in Wahrheit ärgerliche Kritik verbirgt. 45 I Rechtsprechung – Wichtige Urteile Vorbild & Modell 46 I Ende des Reisezugklassikers Über 50 Jahre währte die Ära des Intercity 1. Nun werden die IC 1 durch innovative Züge ersetzt. Kommunikation 48 I Bitte nicht stören ANC-Kopfhörer sind auf Geschäfts- reisen praktische Helfer. Inside 48 I Köpfe & Skurriles Vorschau 50 I DMM 01-02.2024 und Impressum Seite 26 Seite 10 Seite 32 Die nächste Ausgabe »DMM - Der Mobilitätsmanager« 1/2.2024 erscheint am 02.02.2024

5 www.dmm.travel Trendmonitor Foto SAP Concur Online-Info sap-concur.com Aktuelle Markt- und Preis- entwicklungen im Business Travel Marktbeobachtungen von Jürgen Baltes ZUR OPTIMIERUNG IHRES BUSINESS: IN JEDER AUSGABE DIE AKTUELLEN BRANCHENTRENDS IN ZAHLEN SMARTER UNTERWEGS MIT KI-SUPPORT Der Markt I November/Dezember 2023 Geschäftsreisen lassen sich nicht vollständig durch virtuelle Treffen ersetzen (70 %) und so nehmen sie gerne die Zeit in Zug, Auto oder Flugzeug auf sich, um Kunden und Partner zu treffen. Gleichzeitig geben knapp zwei Drittel der Befragten an, dass sie unterwegs weniger erledigt bekommen als im Büro oder Homeoffice (65 %). Hier kann künstliche Intelligenz (KI) unterstützen, die den Befragten u.a. Analysen, Recherchen oder die Texterstellung unterwegs erleichtert (49 %). Aber auch Prozesse rund um die Geschäftsreise, wie Reisebuchung und -abrechnung lassen sich mithilfe von KI optimieren und vereinfachen. KI ist noch selten Reisebegleitung. Durchschnittlich 28 % der Mitarbeitenden nutzen bereits auf künstlicher Intelligenz basierende Tools, um auf Geschäftsreise Textaufgaben wie Lektorate oder Übersetzungen schneller zu erledigen. Für Recherchen oder Analysen kommen die Lösungen dagegen unterwegs noch selten zum Einsatz. Erstaunlich, bedenkt man, dass diese meist frei zugänglich sind und daher jeder mit KI experimentieren kann. Dieser Umstand ist möglicherweise durch Vorgaben seitens des Arbeitgebers zur Nutzung der Tools bedingt, denn vorstellen kann sich deren Einsatz ein Großteil der Arbeitnehmenden – zum einen bei der Texterstellung (57 %) und Recherche (58 %), aber auch zum Prüfen von Zahlen und Fakten (61 %) oder der Erstellung von Grafiken (62 %). Dabei nehmen 38 % der Befragten an, dass die Einbindung KI-basierter Tools ihr Arbeitspensum grundsätzlich reduzieren kann. Die noch eher verhaltene und vorsichtige Nutzung der neuen Technologien ist auf noch offene Fragen zu Datenschutz und Urheberrecht seitens der Unternehmen zurückzuführen. So gibt ein Drittel der Befragten an, dass ihr Arbeitgeber zunächst etwaige Risiken für Datenlecks ausschließen möchte, bevor die Nutzung von KI-Tools offiziell erlaubt ist (33 %). Arbeitnehmende erwarten aber dennoch, dass ihr Arbeitgeber KI schnell (47 %) und vor allem dort zugänglich macht, wo sie ihnen einen deutlichen Mehrwert bietet (62 %). So z.B. bei der Reisekostenabrechnung, bei der sich fast zwei von drei Befragten Unterstützung durch KI vorstellen können (60 %). Reisekosten intelligent abrechnen. Der Einsatz von KI-Tools im Geschäftsreisemanagement setzt eine digitale Lösung für die Reisebuchung und -abrechnung voraus. Diese ist allerdings längst kein Standard, wie die 37 % der Befragten zeigen, die ihre Abrechnung nach wie vor papierbasiert oder in Form von Excel-Tabellen einreichen müssen. Immerhin rund 40 % der Arbeitnehmenden können Belege einscannen und der Abrechnung digital hinzufügen. Während die Digitalisierung den Abrechnungsprozess bereits vereinfacht, optimiert KI diesen zusätzlich, indem sie bei der digitalen Erfassung von Beleginformationen hilft, die eingereichten Belege prüft und einen Abgleich mit den Reiserichtlinien durchführt. 45% wünschen sich diese Optimierungen, um die Abrechnung schneller und einfacher erledigen zu können. 38 % gehen sogar einen Schritt weiter und wollen einen interaktiven Assistenten für unterwegs. Ein wichtiger Aspekt für Reisende ist dabei die schnellere Rückerstattung ihrer Ausgaben (42 %), die bei einer manuellen Abwicklung häufig zwischen zwei und vier Wochen dauern kann (36 %). ••• Digitalisierung und Nachhaltigkeitsbestrebungen haben Meetings mit Geschäftspartnern in den vergangenen Jahren zunehmend in den virtuellen Raum verlegt, denn das spart Zeit, Kosten und Emissionen. Für die Pflege langfristiger Geschäftsbeziehungen sind persönliche Begegnungen jedoch unerlässlich. Das bestätigt eine aktuelle Studie von SAP Concur unter Arbeitnehmenden.

6 Der Mobilitätsmanager 11/12.2023 News KI registriert künftig die Passagiere Swiss hat eine automatisierte KI-gestützte Passagierzählung per Kamera beim Boarding getestet. Seit Jahrzehnten tragen die FlugbegleiterInnen einen Handzähler bei sich, mit dem sie die Passagiere durchzählen. Damit dürfte bald Schluss sein. Auf ausgewählten Flügen ab Zürich zeichnete eine Kamera in der Kabine das Boarding auf und erfasste mittels KI alle Fluggäste. Der Testbetrieb war erfolgreich. Swiss kennt zwar die gesamte Zahl der registrierten Personen, weiß im Einzelfall aber nicht, ob es sich um einen Passagier oder eine mitarbeitende Person handelt. Erschwerend sei, dass das Reinigungs- und Flughafenpersonal an jeder Destination verschiedene Uniformen und Erkennungsmerkmale trägt. Deshalb muss das KI-Modell jeweils unterschiedlich trainiert werden. Perspektivisch beabsichtigt Swiss, den manuellen Zählvorgang beim Boarding durch einen automatisierten und digitalen Passenger Count mit KI abzulösen. ••• Luftfahrt Air China: Ab dem 17.01.2024 sollen Flüge von Shanghai Pudong nach München wieder aufgenommen werden. 3x pro Woche mit Airbus A350. Air India: Die indische Nationalairline wird Vertriebspartner der Deutschen Bahn. Reisende können dann mit einem Ticket von Frankfurt aus 5.600 Orte in ganz Deutschland erreichen. Auch Fahrten nach Amsterdam, Brüssel und Zürich sind möglich. Brussels Airlines: Erster von fünf A320 Neo übernommen. Einklassenkonfiguration mit 180 Sitzen. Emirates: Der Golfcarrier will mehrere Dutzend Boeing 777X bestellen. Auch mit Airbus wird weiterhin verhandelt. Etihad: Am 31.10.2023 erster kommerzieller Flug vom neuen Terminal A am Airport Abu Dhabi. Jetzt starten und landen alle Etihad-Flüge von dort. Eurowings: Mit Planet Blu wurden neue Reduktions- und Kompensationspakete eingeführt, mit denen die bei einer Flugreise entstehenden CO2-Emissionen bilanziell ausgleichen werden können. Neue Verbindung nach Armenien. Ab 03. Mai 2024 1x/Woche (freitags) von Berlin nach Jerewan. Lufthansa Gruppe: Ausweitung des Ökotarif-Angebots auf ausgewählte Interkontinentalstrecken. Die im Februar eingeführten Green Fares beinhalten den bilanziellen Ausgleich der flugbezogenen CO2-Emissionen mit Sustainable Aviation Fuel SAF und Klimaschutzprojekten. Malaysia Airlines: Erste B 737 Max eingeflottet. 12 Plätze in der Business Class und 162 in der Economy Class. Die Fluggesellschaft erhält bis 2026 insgesamt 25 Boeing 737 Max. Pegasus Airlines: Ab 19. Dezember fliegt der türkische Billigcarrier 3x pro Woche von IstanbulSabiha Gökçen nach Dortmund. Qantas: Ab Juli 2024 Perth-Paris (nach London und Rom) drittes Ziel in Europa. 17 Std, mit B 787 4x pro Woche, ab Mitte August 3x. Erweiterung des CodeshareAbkommens mit Indigo. Vier neue Ziele via Singapur: Sydney, Melbourne, Perth und Brisbane. United: Umbau des Terminals B am George Bush Intercontinental Airport in Houston. Das Projekt umfasst den Bau von 40 neuen Gates für den In- und Auslandsverkehr. Alle Flüge werden dann über eine Fluggastbrücke abgefertigt. Großer United Club (gößte Lounge des Carrriers) auf der Zwischenebene bietet ungehinderten Blick auf das Flugfeld. Westjet: Die kanadische Fluggesellschaft wird ihr Angebot nach Europa im Sommer 2024 erweitern. Konkret fliegt Westjet dann von Halifax nach Dublin (4x pro Woche), Edinburgh (3x) und London-Gatwick (4x), von Toronto nach Dublin (täglich) und Edinburgh (täglich) sowie von St. Johns nach London-Gatwick (3x). ••• Fraport AUTOMATISIERTE GEPÄCKAUFGABE RUND UM DIE UHR Am Flughafen Frankfurt stehen Fluggästen der Lufthansa Group ab sofort 21 hochmoderne Checkin-Counter im Terminal 1, Abflughallen A und B zur Verfügung. Mit der automatisierten Bag DropFunktion können Reisende ihr Gepäck nun noch schneller und komfortabler, unabhängig von Schalteröffnungszeiten aufgeben. Die Gepäckaufgabe durch Lufthansa Servicepersonal ist aber weiterhin möglich. Außerdem ist die technische Voraussetzung bereits geschaffen, um zukünftig auch biometrisch einzuchecken. Der Einsatz modernster Technologie optimiert die Abläufe bei der Gepäckaufgabe. Fortan haben die Passagiere der LH die Wahl, ob sie auf Digitalisierung setzen oder sich lieber vom Personal helfen lassen. Bei der digitalisierten Form sind Wege und Wartezeiten kürzer. In zwei Bauphasen von jeweils rund sechs Monaten realisierten alle beteiligten Partner die neuen Check-in-Counter. Es erfolgte der Rückbau der alten Schalter inklusive eines Großteils der Technik-Zwischendecke, welche die Schalter mit der Gepäckförderanlage verbindet. Die technische Planung und Entwicklung des Gepäckaufgabeautomaten erfolgten durch Fraport in enger Abstimmung mit Lufthansa. Die Investitionskosten belaufen sich für die Fraport AG auf rca. 20 Mio. Euro. Die aktuelle Baumaßnahme umfasst die 300er und 200er Check-In-Schalter der LH. Auch weitere Terminalbereiche stattet der Flughafenbetreiber mit der neuen Automatengeneration aus. Erster Transatlantikflug mit 100% SAF Der weltweit erste Transatlantikflug ausschließlich mit nachhaltigem Kraftstoff SAF fand am 06.11.2023 ab London Heathrow statt. Dazu hatte die Civil Aviation Authority (CAA) grünes Licht gegeben. Der Flug wurde mit einer B787-9 von Virgin Atlantic durchgeführt. Internationale Vorschriften verbieten es Airlines noch, ausschließlich mit umweltfreundlichem Flugtreibstoff (SAF) zu fliegen. Der Testflug wurde durch eine Partnerschaft zwischen Virgin Atlantic, Boeing, Rolls-Royce, BP und dem britischen Verkehrsministerium ermöglicht. Der Flug wurde von der britischen Regierung mitfinanziert; denn der Liter SAF kostet ein Vielfaches des massiv klimaschädlichen normalen Kerosins. SAF ist für die Luftfahrtindustrie von entscheidender Bedeutung, um die für das Weltklima schädlichen Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Heute verbrennt die zivile Luftfahrt weltweit täglich etwa 1,5 Mrd. Liter des herkömmlichen Kerosins. Foto: VA Foto: Fraport

News Täglich aktuelle News unter www.dmm.travel ••• Hotel & Veranstaltung Ascott: Das Somerset Schönbruch Vienna und das lyf Schönbrunn Vienna, zwei weitere Marken aus dem globalen Portfolio von The Ascott Limited, haben in Wien eröffnet. Azimut Hotelgruppe: Die russische Hotelgruppe hat das Azimut Hotel in Dresden und das Azimut Hotel in Erding an die Trescher Verwaltungsgesellschaft verkauft. Beide Hotels werden als Andante Hotels geführt. Borealis Hotel Group: Eigene Marke für Serviced Apartments: The Jaeder House. In Q1 2024 sollen die ersten Häuser in der DACH-Region eröffnet werden. Die Apartments werden von der Bierwirth & Kluth Hotel Management GmbH verwaltet. Brandenburger Hof: Das einstige Luxushotel in Berlin, 2013 von Dormero übernommen, ist jetzt Flüchtlingsunterkunft. BWH Hotel Group: Von Januar 2024 an gehören das heutige Park Inn by Radisson Köln City West und das Park Inn by Radisson Papenburg zu BWH Hotels. Deutsche Hospitality: Neues IntercityHotel in Genf. 270 Zimmer, 5 Tagungsräume, Restaurant, Fitness- und Wellnessbereich. Mit Bus, Bahn und Auto erreichen Reisende Innenstadt, Flughafen und das internationale Messe- und Kongresszentrum Palexpo schnell. Neues Zleep Hotel in Prag (166 Z.). Innenstadt, Kongresszentrum sowie der Flughafen sind schnell erreichbar. Hotel Traube Tonbach: Die „Schwarzwaldstube“ im Feinschmeckerhotel Traube Tonbach in Baiersbronn hat erstmals Platz 1 im internationalen Restaurantranking „La Liste“ geholt. Hyatt Regency-Hotels: Die Häuser orientieren sich an der Mischung aus Geschäfts- und Freizeitaufenthalten (Bleisure) und sie sollen auch familienfreundlicher werden. Kronenschlösschen Eltville: Vom 22.02.-10.03.2024 treffen sich über 30 Starköche und Spitzenwinzer von 220 Weingütern aus aller Welt zum 27. Rheingau Gourmet & Wein Festival. Loginn Hotels: Gebäude nahe Kölner Flughafen soll 2025 fertig sein. 72 Zimmer, über 30 Apartments auf drei Etagen. Neben Lobby auch zwei kombinierbare Veranstaltungsräume. Marriott International: Wachstum im Mittelklassesegment mit der Einführung der Marke Four Points Express by Sheraton in EMEA. The Leading Hotels of the World: Neue Leading Hotels App für Hotelgäste als auch für Leaders Club-Mitglieder. Hotel Villa Viva: Beim im Hamburger Münzviertel eröffneten Hotel sollen mindestens 40 % der Gewinne aus Übernachtung, Verzehr und Events an die Menschenrechts-Organisation Viva con Agua und deren weltweite Wasserprojekte gehen. ••• Wyndham Hotels & Resorts DRITTES WYNDHAMHOTEL IN BERLIN ••• Waldorf Astoria WALDORF ASTORIA SUPERTALL IN MIAMI Das weltweit größte Hotel-Franchise-Unternehmen Wyndham Hotels & Resorts eröffnete das Vienna House Easy by Wyndham Potsdamer Platz; es ist das dritte Hotel der Marke in Berlin. Damit erweitert sich das Markenportfolio deutschlandweit auf 27 Häuser. Als weltweit größte HotelFranchisegruppe zählt Wyndham rund 9.100 Hotels in mehr als 95 Ländern. Besonderes Designmerkmal des neu gebauten Lifestyle-Hotels direkt am GleisdreiIn Miami entsteht bis 2027 das „Waldorf Astoria Supertall“, das aussieht wie neun aufeinander gestapelte Würfel. Der 315 m hohe Turm wird am Biscayne Boulevard zwischen der NE 3rd und 4th Street im Central Business District von Greater Downtown Miami gebaut. Der Entwurf stammt vom uruguayischen Architekten Carlos Ott. Mit der Planung beauftragt ist das Architekturbüro Sieger Suarez Architects. Die Würfel mit jeweils zehn bis elf Etagen sind an der Vertikalachse gedreht, wodurch unterschiedliche Teile des Himmels sowie Bewegungen der Wolken in den verschiedenen Fassadenflächen des Gebäudes reflektiert werden. Insgesamt verfügt das „Waldorf Astoria Supertall“ über 100 Etagen. In den oberen sechs Würfeln des Turms sollen 460 Luxus-Wohnungen entstehen, während in den unteren drei Abschnitten 205 Hotelzimmer und Suiten entstehen sollen. Ein besonderes Highlight ist eine Penthouse-Wohnung in 300 Metern Höhe, die dank umlaufender Fenster und abgeschlossenen Balkonen einen spektakulären Blick über die Stadt und das Meer bietet. Zudem findet sich hier ein privater Fitnessraum, Spa-Bereich, eine Bibliothek und ein Theater. Die Luxus-Herberge soll ca. ½ Mrd. USD kosten. eck Park ist das von lokalen Graffiti-Künstlern entworfene Street-Art-Motiv. Das neue Hotel bietet auch Geschäftsreisenden eine stylische und gemütliche Home-Base für den City-Trip nach Berlin und die Erkundung der Hauptstadt-Hotspots. Betrieben wird das Haus von der HR Group. Das 161-Zimmer-Hotel bietet eine Lobby mit Wohnzimmeratmosphäre, einen Mini-Shop, eine Bäckerei mit vorwiegend regionalen Produkten und einem reichhaltiNeu: München Marriott Hotel City West Kürzlich eröffnete das München Marriott Hotel City West (398 Zimmer und Suiten). 2.400 der 5.000 m2 öffentlichen Flächen umfassen ein großes Konferenzzentrum, das mit 20 flexibel einsetzbaren Räumen, einem 916 m2 großen Ballsaal mit drei Trennwänden und verschiedenen Konfigurationsmöglichkeiten samt Theaterbühne und hydraulischer Hebebühnen für Produktpräsentationen neue Standards setzen wird. Weiterer Höhepunkt ist die 400 m2 große Dachterrasse auf der sechsten Etage – eine erstklassige Outdoor-Eventfläche für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten mit Panoramablick über München bis zu den Alpen. Das Hotel liegt gut angebunden an die Verkehrsinfrastruktur mit S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn, Bus, Autobahnen, Airport und Hauptbahnhof. Foto: Lena Friebertshäuser Skzize: Sieger Suarez Architects gen Frühstücksbuffet, sowie moderne, originell gestaltete Gästezimmer.

8 Der Mobilitätsmanager 11/12.2023 News ••• Geschäftswagen Alfa Romeo: Sondermodelle „Tributo Italiano“ von Tonale, Giulia und Stelvio als Hommage an die Wurzeln und die Sportlichkeit der Marke. Ausschließlich in den Farben der italienischen Flagge (rot, weiß und grün) zu haben. BMW: Ab Frühjahr 2024 ermöglicht die Funktion „BMW Personal Pilot L3“ hochautomatisiertes Fahren auf Level 3 im neuen 7er. Kleines Elektroauto als Nachfolger des doch noch erfolgreichen i3 geplant. Jeep: Avenger-e-Hybrid-Version zusätzlich zu den bisher verfügbaren Modellen mit Elektro- oder Verbrennungsmotor. Mercedes-Benz: E-Klasse T-Modell All-Terrain in 2. Auflage. Drei Motorvarianten: Diesel 197 PS, E450 381 PS und PHEV 300 de 129 PS E-Motor, bis zu 100 km Reichweite. Vmax 213 km/h. Aufpreis ca. 3.000 Euro. Start bei 70.000 Euro. Mini: Mini Cooper SE im Frühjahr. Reichweite 400 km. 2024 folgen zusätzlich der elektrische Fünftürer, sowie der rein elektrische E-Crossover Aceman. Polestar: Produktion des Polestar 4 hat begonnen. Erste Auslieferungen in Europa Anfang 2024. In diesen Märkten werden die Auslieferungen des Polestar 4 ebenfalls im Jahr 2024 erwartet. Škoda: Enyaq wurde umfangreich überarbeitet. Optimiertes Batteriemanagement und Leistungszuwachs zahlen sich in schnelleren Ladezeiten und einer stärkeren Performance aus. Zudem erhalten alle seit November 2023 produzierten Enyaq 85-, 85x- und RS-Varianten die Software-Version 4.0 inklusive neuem Infotainmentkonzept. Volvo: Unter dem Dach des neu gegründeten Geschäftsbereiches „Volvo Cars Energy Solutions“ bietet Volvo Cars verschiedene Technik-Lösungen und Services, die nicht nur das Aufladen von Elektroautos, sondern auch die Energiespeicherung vereinfachen. Durch bidirektionales Laden beispielsweise lässt sich die in Elektrofahrzeugen gespeicherte Energie zurück ins heimische bzw. öffentliche Stromnetz speisen. Der neue EX90 ist das erste Modell des Autobauers, das über die erforderliche Hard- und Software verfügt, die sukzessive ergänzt und aktualisiert wird. VW: Mit dem neuen „ID.7 Tourer“ führt die Marke einen neuen Namen für ein Kombi-Modell ein. Der vollelektrischen Kombi kommt 2024 auf den Markt. Die komplett neu entwickelte neunte Generation des Passat ist in den ersten Ländern Europas bestellbar. Das Modell bietet ein neues Aerodynamik-Design, hohe Qualität und neue Effizienzantriebe. Die Auslieferung des neuen Passat, der ausschließlich als Variant angeboten wird, beginnt im ersten Quartal 2024. ••• Porsche PANAMERA GENERATION 3 Der neue Panamera wird in der DACH-Region zu mehr als 95 % als Geschäftswagen genutzt. Porsche präsentiert die dritte Generation im Rahmen des Icons of Porsche Festival in Dubai am 24. November 2023. Der Viertürer hat auf vier Kontinenten seine Qualitäten bewiesen. Die Erprobung fand z.B. in den USA statt, um die Antriebs-Performance in großen Höhen bei niedrigem Sauerstoffgehalt zu überprüfen oder die Leistung von Motorkühlsystem und Klimaanlage bei extremer Hitze zu verifizieren. In Skandinavien fuhr der Panamera bei enormer Kälte, in Südafrika bewältigte er anspruchsvolle Straßenverhältnisse und in Asien stellen die hohe Luftfeuchtigkeit und stundenlanger Stop-und-goVerkehr in den Mega-Cities ganz besondere Herausforderungen an das Gesamtpaket. Zum Modellwechsel erhält der Wagen eine grundsätzlich erneuerte Motorenpalette mit zeitgemäßem Fokus auf nachhaltigen Antrieben und Effizienz. Drei E-Hybrid-Abtriebe gab es in der zweiten PanameraGeneration, in der nunmehr dritten Generation wird zusätzlich ein vierter Plug-in-Hybrid angeboten. Damit reagieren die Zuffenhausener auf die Nachfrage der Kunden. In einigen Ländern liegt der Anteil der E-Hybride im Panamera bei fast 100 %. Die elektrische Performance des Panamera wird bei allen E-Hybrid-Modellen im Bereich Fahrdynamik und in den wichtigen Disziplinen elektrische Reichweite und Ladegeschwindigkeit erhöht. Basis aller E-HybridModelle des neuen Panamera ist eine neue, stärkere E-Maschine, die nun vollständig im Getriebegehäuse des neuen Doppelkupplungsgetriebes integriert ist. Sie bietet bei geringerem Gewicht mehr Antriebs- und Rekuperationsleistung als ihre Vorgängerin. Ihre Energie bezieht sie aus einer Hochvoltbatterie mit deutlich vergrößerter Kapazität von 25,9 kWh. Ein Onboard-Lader mit einer Ladeleistung von 11 kW verkürzt trotz des größeren Energieinhalts die Ladezeit. Weitreichende Überarbeitungen der Verbrennungsmotoren fördern zusätzlich Effizienz und Performance. Alle Antriebe im neuen Panamera sind auf zukünftige Abgasnormen vorbereitet. Außerdem debütiert leider nur optional ein High-End-Fahrwerk mit aktiver Dämpfer-Regelung und einer breiten Palette an Zusatzfunktionen. Foto Porsche: PHEV verlieren stark an Zustimmung Plug-In Hybrid-Modelle sind seit der Abschaffung der Kaufprämien in Deutschland unter Druck. Per Januar bis August 2023 haben die Neuzulassungen insgesamt um 42 % nachgegeben, im Privatmarkt sogar um 63 %. Jedoch könnte sich der Markt wieder stabilisieren, wenn der initiale Schock durch den Wegfall der Förderung nachlässt. Immerhin werden PHEVs von der Bundesregierung als „marktgängig“ eingestuft. 2020 und 2021 haben noch jeweils ca. 40 % der ehemaligen PHEVHalter bei einem Neuwagen wieder die gleiche Antriebsart gewählt. 2022 bröckelte die Loyalität bereits, aber die Werte für 2023 sind geradezu katastrophal. Lediglich 15 % der ehemaligen PHEV-Käufer bleiben bei der Antriebsart „aus zwei Welten“. Zum Vergleich: Bei vollelektrischen Autos liegt die Loyalität bei 77 %. Das zeigt, dass sich das Konzept PHEV in der Praxis nicht bewährt hat. 44 % der bisherigen PHEV-Käufer entscheiden sich für ein vollelektrisches Modell. Die meisten Ex-PHEV-Kunden entscheiden sich bei ihrem Neuwagen für ein Tesla Model Y, gefolgt von einem Cupra Formentor Benziner (was etwas verwundert) und Mercedes EQA. Auch ein VW Golf T-Roc und Bei der Elektroeroberung liegt das Tesla Model Y mit 8 % an der Spitze, gefolgt vom Tesla Model 3 mit ca.7 %. Bemerkenswert: Mit der steigenden Voll-Elektrifizierung will offensichtlich kaum ein Autobauer noch neue PHEVModelle ankündigen.

www.dmm.travel 9 Genf: Viele Fragezeichen hinter dem Autosalon in Genf Die Automobil-Messen sortieren sich neu. Einer der alten europäischen Klassiker, der Genfer Salon, kämpft immer noch, gab aber seitens der GIMS jetzt bekannt, dass die traditionsreiche Messe (seit 1905), unter die viele schon einen Strich gezogen hatten, 2024 vom 26. Februar bis 03. März stattfinden soll. Ob sie wirklich stattfinden kann, ist die Frage. Denn es hagelte bereits Absagen: Der VW-Konzern, BMW und Mercedes kommen schon mal nicht. Und auch Nissan hat bereits abgesagt. Ob Opel und Ford, Volvo, Polestar & Co. dabei sein werden, steht noch in den Sternen. Bestätigt sind bis dato nur chinesische Fabrikate und die Renault-Gruppe (aber ohne Nissan). Auch die anderen Automessen haben so ihre Probleme. So werden wir bald wissen, ob im Fall der Tokyo-Motorshow die Rückkehr zur einst globalen Bedeutung gelingt. Und in den USA ringen der Salon in New York und jetzt der in Los Angeles miteinander um die Hauptrolle der Nation, aber kaum darüber hinaus. Foto GIMS ••• Partnerschaft SIXT IST BEI BLACKLANE EINGESTIEGEN ••• Global Flight GOLDEN LOYALTY AWARDS VERLIEHEN Der Mobilitätsdienstleister Sixt hat mit dem Berliner Chauffeurdienstleister Blacklane eine Partnerschaft geschlossen und im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde einen einstelligen Prozentanteil des Unternehmens erworben. Zudem „sammelte“ Blacklane 34 Mio. Euro ein. Der Großteil davon stammt von Mercedes Mobility, der inzwischen größter Anteilseigner ist. Blacklane ist ein schnell wachsender Mobilitätsanbieter, der in 50 Ländern vertreten ist und weltweit über 20.000 Fahrer zur Verfügung stellt. Das Unternehmen bietet Chauffeurdienste in gehobenen Limousinen an, mit Tarifen, die bis 30 % über den Taxitarifen liegen. Blacklane ist auch teurer als Ride-Hailing-Anbieter wie Uber oder Lyft. Dafür wirbt das Unternehmen mit einer höheren Zuverlässigkeit und mehr Services. Buchende sind meist Firmen und Airlines. Die Chauffeurdienste von Blacklane werden über die Sixt-App in den USA und weiteren internationalen Märkten in 2024 als zusätzliches Mobilitätsangebot verfügbar sein. Die Partnerschaft wird Gästen und Chauffeurpartnern eine noch größere Auswahl an Fahrzeugen und Dienstleistungen ermöglichen. „SIXT bietet Premium-Mobilitätslösungen in den Bereichen Autovermietung, Carsharing, Autoabo und Ride-Hailing-Dienste an. Wir heißen Blacklane als weiteren Partner in unserem Mobilitätsökosystem willkommen und freuen uns darauf, gemeinsam Synergien für unser Geschäft zu heben“, sagte Nico Gabriel, Chief Operating Officer (COO) bei Sixt. Und Dr. Jens Wohltorf, CEO und Mitgründer von Blacklane, betonte, dass die umfangreiche Erfahrung von Sixt in Kombination mit Blacklane’s Expertise im Bereich der Premium-Chauffeurdienste eine starke Verbindung darstellt, die das globale Wachstum und die Innovationskraft beider Unternehmen vorantreiben wird. Die Gewinner der jährlichen Golden Loyalty Awards wurden in Rio de Janeiro auf der Loyalty & Awards 2023-Konferenz von Global Flight bekannt gegeben. In vier Kategorien wurden Betreiber von Loyalitätsprogrammen (Airlines, Hotellerie u.a.) gewürdigt. Ergänzt wurden die Belobigungen durch den innovativsten Anbieter in der Treuebranche und den neu eingeführten Lifetime Achievement Award, mit dem eine Persönlichkeit gewürdigt wird, die maßgeblich zur Gestaltung der Reisetreuebranche beigetragen hat. Den Preis für die „Beste Marketingkampagne“ gewann Aegean Airlines. Etihad Airways ging in der Kategorie „Best Use of Technology“ als Sieger hervor. Der Golfcarrier aus Abu Dhabi gehörte zu den Vorreitern im NFT-Bereich und brachte eine Reihe von Flugzeugmodellen mit dem Namen EY-ZERO1 auf den Markt. Der Kauf von NFTs wurde zudem sinnvoll mit der Gewährung von Vorteilen im Treueprogramm Etihad Guest verknüpft. Global Hotel Alliance hat die Auszeichnung in der Kategorie „Excellence in Management“ dank einer weitreichenden und gut durchgeführten Programmumgestaltung verdient. Als Gewinner der Kategorie „Beste Treuepartnerschaft“ gingen Accor und Qantas hervor. Sie erweiterten ihre bereits enge Partnerschaft, indem sie weitere Stufenmitglieder in die vom jeweiligen Partner gewährten Vorteile einbezog. In der Kategorie Zulieferer setzte sich das IT-Unternehmen Loyalty Juggernaut zum dritten Mal in Folge gegen die Konkurrenz durch. Der Lifetime Achievement Award ging an die Branchenikone Randy Petersen. News Täglich aktuelle News unter www.dmm.travel Land Rover ist Geschichte Die Marke Jaguar Land Rover wird es unter diesem Namen nicht mehr geben. Der britische Autobauer, der sich auf dem deutschen Markt insbesondere mit seiner Marke Jaguar sehr schwer tut, firmiert jetzt unter der Bezeichnung JLR Ltd. Die Marke besteht fortan aus einem „House of Brands“. Dieses Markenhaus zählt vier Bestandteile: Range Rover, Defender, Discovery und Jaguar. Als eigenständige Marke im 75. Jahr ihres Bestehens wurde Land Rover aufgegeben. Auf den drei Marken RR, Defender und Discovery bleibt allerdings das bekannte kleine ovale Logo im Kühlergrill erhalten. V.l.: David Andreadakis (Chief Growth Officer, Bluewater); Frederick Lehmkuhk (Programme Strategy & Design Manager, Etihad); Kalpak Shaw (Chief Technology Officer, Loyalty Juggernaut); Panagiota Makridou (Loyalty Marketing Senior Executive, Aegean Airlines): Randy Petersen (Founder, Flyer Talk/ BoardingArea/InsideFlyer); Jelena Kezika (Senior Director Strategy, Global Hotel Alliance); Sarah Udy (Executive Manager Qantas Loyalty); Christophe Etchegaray (SVP Global Partnerships, Accor) und Ravindra Bhagwanani (Managing Director, Global Flight).

10 Der Mobilitätsmanager 11/12.2023 Text RED Fotos Freepik/h9images I Air Astana I Michael Adams I GBTA Nachdem die deutsche Wirtschaft 2023 als einzige große Industrienation schrumpfen wird, soll sie nach aktueller Prognose ab 2024 sogar stärker wachsen als andere große Volkswirtschaften. Für den Euroraum prognostizieren die IfW-Experten einen Zuwachs um 0,7 % (2024) und 1,7 % (2025). Die Weltwirtschaft dürfte dem IfW zufolge in moderatem Tempo expandieren und soll in den kommenden beiden Jahren um 2,8 bzw. 3,2 % zulegen. Unterm Strich aber sind das nur Annahmen, die mit vielen Risiken behaftet sind, siehe Finanzdrama in Deutschland. Laut einer am 30. Oktober 2023 veröffentlichten Outlook-Umfrage der Global Business Travel Association erwarten fast drei Viertel der Geschäftsreiseverantwortlichen, dass ihre Reisebudgets im nächsten Jahr steigen oder gleich bleiben. Die meisten Befragten gaben an, dass sie nicht damit rechnen, dass wirtschaftliche Bedenken die Geschäftsreisen in ihrem Unternehmen einschränken werden. 39 % der Befragten aus den Bereichen Einkäufer und Beschaffung gaben an, dass das Reisebudget ihres Unternehmens im Jahr 2024 höher ausfallen würde als in diesem Jahr, und weitere 5 % gaben an, dass es im Vergleich zum Vorjahr deutlich um mindestens 25 % steigen würde. 28 % hingegen meinen, dass ihre Budgets im nächsten Jahr gleich bleiben würden, und ein Fünftel gab an, dass die Budgets niedriger ausfallen würden. Die restlichen 8 % wussten nicht, wie hoch ihr Budget im nächsten Jahr sein wird. 14 % der befragten Einkäufer sagten, dass sie aufgrund wirtschaftlicher Bedenken ihrer Unternehmen einen Plan zur Einschränkung von Geschäftsreisen umsetzen. Weitere 25 % erwägen Grenzwerte bei den Kosten. Ein Viertel verneinte Einschränkung von Geschäftsreisen. Aber immerhin 32 % warten noch mit Vorhersagen ab. „Mit einigen Ausnahmen hat sich der globale Geschäftsreisesektor in 2023 weiter erholt und große Fortschritte bei der Rückkehr zum Normalbetrieb gemacht“, erklärte GBTA-CEO Suzanne Neufang. „Es werden anhaltende Herausforderungen erwartet, aber es gibt auch optimistische Hinweise auf ein noch stärkeres Jahr.“ Weitgehende Erholung. Von allen Befragten, zu denen auch Lieferanten und Reisemanagementunternehmen gehörten, gaben 43 % an, dass sich die Geschäftsreisen ihres Unternehmens in diesem Jahr im Vergleich zum Niveau von 2019 vollständig oder weitgehend erholt hätten, 41 % sprachen von einer weitgehenden Erholung, 14 % von einer teilweisen Erholung. Im Durchschnitt gaben die Befragten an, dass ihre Inlandsreisebuchungen bei 76 % des Niveaus vor der Pandemie liegen, was einem Anstieg von vier Prozentpunkten gegenüber einer GBTA-Umfrage vom April entspricht. Die internationalen Buchun2024 KANN GANZ GUT WERDEN Im November kam es in Deutschland zu so etwas wie einem Finanz-Gau. Ausgang ungewiss. Ob die Herbstprognosen des IfW für 2024 und 2025 (Wachstum von 0,7 und 1,5 %) eintreten, fraglich. Das kann keine gute Nachricht für die Geschäftsreise-Branche sein, zumal sich auch die geopolitische Lage dramatisch verändert. Titelstory • Prognose

www.dmm.travel 11 Online-Info gbta.org I cwt.com Prognose gen erreichten bei den Befragten durchschnittlich 70 % des Niveaus von 2019, ein Anstieg um sieben Prozentpunkte gegenüber April. Von allen Umfrageteilnehmern nannten 46 % die Einführung und Implementierung neuer Technologien, darunter NDC, als eine der beiden größten technologiebezogenen Herausforderungen. Budgetbeschränkungen standen mit 38 % an zweiter Stelle. Kostenentwicklung. Die weltweiten Kosten für Geschäftsreisen und Veranstaltungen werden bis ins Jahr 2024 hinein weiter zulegen wenn auch in einem viel moderateren Tempo als die außergewöhnlich starken Preissteigerungen im Jahr 2022. Dies geht aus der 2024 Global Business Travel Forecast des Geschäftsreisespezialisten CWT und der GBTA hervor. Steigende Treibstoffpreise, Arbeitskräftemangel und Herausforderungen in der Lieferkette führten in Verbindung mit der rasanten Nachfrage dazu, dass die Reisepreise 2022 und 2023 in die Höhe schnellten. Laut der neuesten GBTA Business Travel Vorschau steigen die Geschäftsreiseausgaben aufgrund der aufgestauten Nachfrage, der Rückkehr von Reisen und Meetings, einer verbesserten COVID-Landschaft, stabilen Wirtschaftsbedingungen und Inflationsfaktoren auch 2024. Die globale Geschäftsreisebranche wird 2024, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, ihr Ausgabenniveau vor der Pandemie von 1.400 Mrd. US-Dollar übertreffen – und bis 2027 auf fast 1,8 Billionen USDollar anwachsen. Der auf der GBTA Convention 2023 in Dallas vorgestellte GBTA Business Travel Index Outlook (BTI) ist eine jährliche umfassende Prognose der Geschäftsreiseausgaben und des Geschäftsreisewachstums, die 72 Länder und 44 Branchen abdeckt. In der nunmehr 15. Auflage skizziert dieser aktuelle Bericht die wichtigsten Aussichten für die prognostizierten weltweiten Geschäftsreiseausgaben und andere Trends für 2023 bis 2027. Neu im BTI sind auch Daten und Analysen aus der GBTA-Umfrage unter 4.700 Geschäftsreisenden in fünf globalen Regionen, die Einblicke von Mitarbeiterreisenden in Bezug auf ihre Geschäftsreisepräferenzen, Verhaltensweisen und Ausgaben geben, einschließlich dessen, was sie derzeit als durchschnittlichen Preis einer Geschäftsreise angeben. „Die Ausgaben für Geschäftsreisen sind ein wichtiger Indikator, aber wie sich das Reisevolumen weiter erholen wird, bleibt abzuwarten“, sagte GBTA-Chefin Suzanne Neufang. „Da das geschäftliche Reisen zunimmt, gehen wir davon aus, dass digitale Zahlungen weiter zunehmen, da sie es einfacher und sicherer machen, beispielsweise Flugtickets für Geschäftsreisen zu kaufen oder einen Scheck aufzuteilen. Highlights aus dem BTI-Ausblick (Angaben in US-Dollar): • Es wird erwartet, dass die weltweiten Geschäftsreiseausgaben 2024 wieder den Gesamtwert von 1,4 Billionen USD vor der Pandemie erreichen und bis 2027 auf fast 1,8 Billionen US-Dollar ansteigen, angetrieben durch günstigere wirtschaftliche Bedingungen. „Wir blicken auf ein noch nie dagewesenes Jahr mit Wahlen und wachsenden Konflikten in einer zunehmend multipolaren Welt. Die Herausforderungen 2024 werden nicht kleiner.” Gernot Zielonka I CEO zic 0,7 % Zuwachs im Wirtschaftswachstum für 2024 prognostiziert.

12 Der Mobilitätsmanager 11/12.2023 Fotos EY - rendition I GCB I BMW I unsplash/leonardo-yip Titelstory • Prognose • Für das Gesamtjahr 2023 wird ein Wachstum der weltweiten Geschäftsreise-Ausgaben von 32 % erwartet . Die geschätzte Aufteilung der Geschäftsreiseausgaben in Höhe von 1,03 Billionen USD umfasst 183 Mrd. USD für Flugreisen, 395 Mrd. USD für Unterkunft, 191 Mrd. USD für Lebensmittel und Getränke, 138 Mrd. USD für Bodentransporte und 121 Mrd. USD für sonstige Reisekosten. • Es wird erwartet, dass sich die weltweiten Ausgaben bis Ende 2024 wieder auf das Niveau vor der Pandemie erholen. • Die beiden größten Treiber für die Stabilisierung der Branche in 2023 waren die Rückkehr persönlicher Meetings und Veranstaltungen sowie die Erholung einiger internationaler Geschäftsreisekapazitäten und -volumina. • Die Erholung im Geschäftsreiseverkehr verläuft weiterhin je nach Region unterschiedlich. Westeuropa war im Jahr 2022 die am schnellsten wachsende Region weltweit. Doch 2023 hinkt Europa seiner Erholung wieder hinterher, da es durch den Krieg in der Ukraine vor allem finanziell massiv herausgefordert wird. • Regional gesehen war der asiatisch-pazifische Raum im vergangenen Jahr aufgrund der verzögerten Wiedereröffnung der chinesischen Wirtschaft der große Nachzügler. Es wird jedoch erwartet, dass sich China bis zum Jahresende 2023 wieder zum weltweit zweitgrößten Geschäftsreisemarkt erholen wird. • Die Erholung der Geschäftsreiseausgaben verläuft auch weiterhin je nach Branche unterschiedlich, wobei Baugewerbe, Bildung sowie berufliche, wissenschaftliche und technische Aktivitäten die größte Widerstandsfähigkeit aufweisen. • Mit Blick auf die Zukunft bleiben jedoch zahlreiche Herausforderungen bestehen, darunter die Kriege und spannungen in Nahost sowie der Ukraine, die anhaltende Inflation in bestimmten Gebieten, die deutlich angespannteren globalen Finanzbedingungen und die Verschlechterung im verarbeitenden Gewerbe. • Es gibt eine Reihe von Faktoren, die potenzielle Wendepunkte für die Zukunft des Geschäftsreisens sein können. Etwa durch den verstärkten Fokus auf Nachhaltigkeitsinitiativen, die weitverbreitete Einführung von Meeting-Technologien, das Wachstum der RemoteArbeitskräfte und die Zunahme gemischter Reisen Ausgaben. Geschäftsreisende weltweit schätzen derzeit, dass ihre eigenen Ausgaben für Geschäftsreisen durchschnittlich 1.018 USD pro Person und Reise betragen. Im Durchschnitt fallen für die Unterkunft 391 USD und für Essen und Getränke 189 USD an. Der Flug kostet durchschnittlich 182 USD. Landtransport (Automobil, Bahn, Busse etc., zusammen 136 USD) und sonstige Ausgaben (120 USD) runden den Gesamtbetrag ab. • Firmenreisende geben an, dass sie häufiger (62 %) geschäftliche und private Reisen (d. h. Bleisure-Reisen) kombinieren als im Jahr 2019, wobei 42 % zusätzliche Freizeittage zu ihren Geschäftsreisen hinzufügen und 79 % dieser Reisenden für Geschäfts- und Urlaubsabschnitte in derselben Unterkunft übernachten. • Wenn es um Zahlungsmethoden für Geschäftsreisen geht, geben 66 % der Dienstreisenden an, dass ihr Unternehmen eine Firmenkreditkarte zur Verfügung stellt – von diesem Prozentsatz gibt etwa ein Drittel (37 %) an, dass ihr Unternehmen deren obligatorische Verwendung für die Buchung von Geschäftsreisen vorschreibt. • Von den Geschäftsreisenden, denen eine Firmenkarte zur Verfügung gestellt wird, haben 64 % ihre Karte auf eine „mobile Geldbörse“ (Wallet) hochgeladen. Fast 87 % nutzen die Wallet für mindestens 10 % ihrer Geschäftstransaktionen. Geschäftsreiseausgaben: Unterschiedliche Entwicklungen je nach Branche. Hotellerie: Der durchschnittliche Tagespreis wird 2024 weiter stark steigen. ••• Entwicklung der Tarife im Jahresvergleich ( in USD) 2022 2023 2024 (Prognose) Luftfart – Ticket Durchschnittlspreis + 72.2 % $ 749 + 2.3 % $ 766 + 1.8 % $ 780 Hotel – Durchschnittszimmerrate + 29.8 % $ 161 + 4.3 % $ 168 + 3.6 % $ 174 Mietwagen – Durchschnittsmietrate + 9.8 % $ 45 + 6.7 % $ 48 + 2.1 % $ 49 Meetings & Events – Tägliche Durchschnittskosten je Teilnehmer + 58.1 % $ 160 + 5.6 % $ 169 + 3.0 % $ 174 Quelle: CWT/GBTA 2024 Annual Global Business Travel

www.dmm.travel 13 Prognose Online-Info gbta.org I cwt.com Bodentransport: Das Preiswachstum wird sich abkühlen (oder auch nicht)... Luftfahrt: Flugtarife werden weniger stark steigen. Luftfahrt. Der weltweite durchschnittliche Ticketpreis (ATP) von für Geschäftsreisen gebuchten Flügen ist im Jahr 2022 dramatisch gestiegen und verzeichnete Rekordpreissteigerungen. Der ATP stieg im Jahresvergleich um 72,2 % auf 749 USD im Jahr 2022 und übertraf damit das Niveau von 2019 (670 USD) bei weitem. Mit Blick auf die Zukunft dürfte das ATP-mit 1,8 % im Jahr 2024 bescheidener ausfallen, wenn auch von einer bereits hohen Basis aus. Dennoch haben viele Mobilitätsmanager jetzt weniger Einfluss auf Verhandlungen mit Fluggesellschaften. • Mit 855 US-Dollar verzeichnete die Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) im Jahr 2022 im Vergleich zu anderen Teilen der Welt den höchsten ATP. Für die Zukunft werden in der EMEA-Region moderatere Preiserhöhungen erwartet, wobei die ATPs in diesem Jahr voraussichtlich um 2,9 % und im Jahr 2024 um 2,2 % steigen werden. • Gemessen am Wachstum im Jahresvergleich stieg der ATP im asiatisch-pazifischen Raum im Jahr 2022 jedoch um 148,7 % gegenüber dem Vorjahr auf 567 USD – der stärkste Anstieg aller Regionen, trotz fehlender internationaler Reisenachfrage aus China. Der Preisdruck in der Region dürfte sich abmildern, wobei die ATPs im Jahr 2024 nur noch um 2,7 % steigen werden. Hotel. Wie die ATPs für Flugreisen übertraf auch der weltweite durchschnittliche Tagespreis (ADR) für Hotelbuchungen frühere Prognosen und stieg im Jahresvergleich um 29,8 % auf 161 US-Dollar im Jahr 2022. Die Auslastungsraten waren hoch, aber auch die Arbeits-, Energie- sowie Lebensmittel- und Getränkekosten. Tatsächlich meldeten mehrere Städte auf der ganzen Welt, darunter London, Miami und Singapur, im Jahr 2022 die höchsten ADRs seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Hotellerie kann 2024 ihre Preismacht nicht länger aufrechterhalten, auch wenn die ADR-Zuwächse nachlassen. Es wird prognostiziert, dass die ADRs im Jahr 2024 um 3,6 % auf 174 USD ansteigen werden. • Nordamerika verzeichnete im Jahr 2022 das höchste Wachstum der Hotel-ADRs aller Regionen und stieg im Jahresvergleich um 33,8 % auf 174 USD. Es wird erwartet, dass die Auslastung in der Region in 2024 aufgrund wirtschaftlicher Bedenken langsamer wächst, wobei die ADRs voraussichtlich um 3,3 % auf 187 USD im Jahr 2024 steigen werden. • Auch die ADRs in Lateinamerika stiegen im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr stark um 26,9 %, da mehrere Länder in der Region eine zweistellige Inflation verzeichneten. Jetzt, da die Inflation offenbar ihren Höhepunkt erreicht hat, wird erwartet, dass die ADRs im Jahr 2024 um 5,6 % steigen werden. Bodentransport. Das Angebot an Autovermietungen wurde eingeschränkt, da die Unternehmen während der Pandemie Fahrzeuge verkauften, als die Nachfrage einbrach. Als sich das Geschäft erholte, wurden die Fahrzeuge aufgrund von Problemen in der Lieferkette nicht zügig ersetzt, was vor allem auf einen weltweiten Mangel an Fahrzeughalbleitern zurückzuführen war, der zu überhöhten Fahrzeugpreisen führte. Diese Faktoren haben dazu beigetragen, dass die Preise im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 % gestiegen sind, 2023 um weitere 6,7 %. Es wird erwartet, dass sich das Preiswachstum 2024 auf 2,1 % abkühlt. Tagungen und Veranstaltungen. Persönliche Treffen und Veranstaltungen haben sich stärker erholt, als viele erwartet hatten. Kundenakquise und Beziehungsaufbau sind wichtige Geschäftsziele, die virtuell nicht einfach umzusetzen sind. Besonders stark ist auch die Nachfrage nach Incentive-Reisen, da Unternehmen ihre Mitarbeiter motivieren und belohnen wollen. Tatsächlich hat CWT Meetings & Events beobachtet, dass diese Reisen immer länger und häufiger werden, und geht davon aus, dass sich dieser Trend 2024 fortsetzt. Die durchschnittlichen täglichen Kosten pro Teilnehmer betrugen 2023 ca. 169 USD. 2024 werden sie auf 174 USD steigen. Die Vorlaufzeiten für Veranstaltungen bleiben in dieser Welt nach der Pandemie kurz. Allerdings sollten Veranstalter jetzt mit einem 12-monatigen Planungszyklus auf die Jahre 2024 und 25 blicken, wenn sie die Preise auf einem vernünftigen Niveau halten wollen. Gleichzeitig kann die Konsolidierung vorübergehender Reise- und M&E-Ausgaben Käufern mehr Einfluss bei der Preisverhandlung verschaffen. •••

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