DMM Der Mobilitätsmanager

32 Der Mobilitätsmanager 11/12.2023 Text RED Fotos Opel I Avatr Geschäftswagen • E-Auto Batterie E-Autos verbrauchen keinen Sprit, sind leise und fahren emissionsfrei – sie stoßen beim Fahren kein CO2 und andere Schadstoffe aus. Eine wesentlich bessere Ökobilanz als Benziner oder Dieselfahrzeuge haben sie dann, wenn klar ist, dass sie mit grünem Strom, also Energie aus sauberen Quellen über den gesamten Lebenszyklus haben. Doch schon heute gilt: Elektrofahrzeuge fahren emissionsfrei und leiser als konventionelle Fahrzeuge und sind in der Gesamtbilanz klima- und umweltfreundlicher. Denn selbst mit dem eher mäßigen deutschen Strommix schneiden BEV in der Klimabilanz besser ab als alle Verbrenner. In Norwegen, der Schweiz oder Österreich fällt die Umweltbilanz sowieso klar zu Gunsten des E-Autos aus. In heutigen Elektroautos sind Batterien aller Formate (zylindrisch, prismatisch, Pouch) und aller wesentlichen Chemien (NCA, NMC, LMO, LFP) verbaut. In den kommenden Jahren planen die Zellhersteller weltweit zunehmend nickelreiche Hochenergie-Kathoden und -Anoden (Si/C Komposite) einzusetzen. Die Fachwelt geht davon aus, dass es für die Herstellung von Hochvolt-Batteriepodukten auf Jahrzehnte hinaus ausreichend Rohstoffe geben wird. Das besagen zahlreiche Studien internationaler Universitäten. Batterie-Rohstoffe wie Lithium, Kobalt, Kupfer, Mangan und Graphit sind global gesehen zur Genüge vorhanden. Experten des Öko-Instituts denken, dass bei der Produktion einer gängigen E-Auto-Batterie mit einer Leistung von 35 kWh rund 5 t Treibhausgase entstehen. Hinzu kommen etwa 10 – 12 t CO2 aus der restlichen Produktion. Zum Vergleich: Die Herstellung von Benzin und Diesel und das Verbrennen ist sehr viel umweltschädlicher. Vertrauen in die teuren Akkus und die Verlässlichkeit der Herstellerversprechen ist notwendig für die Akzeptanz von BEV. Denn den Kunden ist von elektronischen Geräten wie Handys oder Laptops bekannt, dass Batterien über die Zeit und Nutzungsintensität an Leistung verlieren und man sie ersetzen muss. Anders beim E-Auto. Alle BEV besitzen ein intelligentes Batteriemanagement. Das misst die Temperatur und Spannungen jeder einzelnen Zelle in der Batterie. Dadurch wird sichergestellt, dass sie weder überhitzen noch zu kalt werden und damit an Leistungsfähigkeit einbüßen. Ziel ist immer, die Zellchemie so gut wie möglich zu schonen. Der ADAC hat in mehreren Langzeittests von den ersten Elektroautos auf dem Markt nachgeprüft, dass tatsächlich eine akzeptable Lebensdauer von Akkus erzielt werden kann. Die ADAC Ingenieure schätzen, dass die Abnahme der Kapazität auf 70 % erst nach etwa 200.000 km erfolgt, das wäre hochgerechnet nach 10 Jahren. Infolge der Weiterentwicklung bis heute haben sich die Hersteller auf eine Akkugarantie von acht Jahren und 160.000 km geeinigt. Es gibt aber auch Ausnahmen: Bei BYD sind es acht Jahre und 200.000 km. Häufig macht die Batterie sogar deutlich länger mit. Die TU Eindhoven etwa geht derzeit von bis zu 500.000 km aus. Lexus gibt sogar schon 10 Jahre und 1 Mio. km, ein Wert, der neue Maßstäbe setzt. Auch der chinesische Weltmarktführer für E-Auto-Batterien geht von einer Garantie von mindestens 10 Jahren aus. Bessere Akku-Technik für superschnelles Laden. Die Batterie-Zukunft soll laut CATL das Stromtanken genauso effizient machen wie heute das Zapfen von Benzin oder Diesel. In diesen Tagen beginnt die Produktion des superschnellen „Shenxing“-Energiespeichers, DER AKKU UND DIE GARANTIE Batterien für E-Autos gehen dank intelligentem Batteriemanagement so gut wie nicht kaputt. Geschäftswagen mit rein elektrischem Antrieb werden in wenigen Jahren die massiv klimaschädlichen Ver- benner verdrängen. Das ist Fakt. Schon heute sind sie in der Öko- und Kostenbilanz den Benzinern und Dieseln überlegen. Und BEV werden auch in Sachen Reichweite schon in wenigen Jahren die Nase vorn haben. Warum BEV die sinnvolleren Autos für Unternehmen sind und wie die Entwicklung bei den Akkus fortschreitet.

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