DMM Der Mobilitätsmanager

(K)eine Reise wert ITB und Business Travel ••• Was kostet E-Auto fahren? ••• Mit PV und Wallbox ist man fein heraus 2023 war ein sicheres Luftfahrtjahr ••• Warum so gut wie nichts beim Fliegen passiert Jan./Feb. 2024 69707 I 6,50 Euro www.dmm.travel TÄGLICH AKTUELLE BRANCHEN-INFORMATIONEN UNTER WWW.DMM.TRAVEL Die Reisekosten abrechnen mit KI ••• Weniger Zeitaufwand und weniger Kosten Was tun, wenn gestreikt wird? ••• Zeitnahe Information ist das A und O

3 www.dmm.travel Die Verhandlungen auf der COP28 vom Dezember 2023 wurden vor allem von den arabischen Ländern um Saudi-Arabien blockiert. Wie immer bremste das Öl-Königreich mit seinen Alliierten den Fortschritt beim Klimaschutz. Den Konsens festzulegen, war einmal mehr ein Meisterwerk der Lobby für fossile Brennstoffe. Und wie in der EU geübte Praxis entschied auch die Klima- konferenz in Dubai leider nicht nach dem Mehrheitsprinzip. ••• Nach Berichten von Beobachtern und Delegierten wehrten sich bei der COP28 in Dubai vor allem die 22 Länder der arabischen Gruppe um Saudi-Arabien gegen einen Beschluss zum Ende der fossilen Brennstoffe und kamen damit auch durch. Gerade SaudiArabien hat schon immer Klima-Verhandlungen verzögert, verwässert und blockiert. Die Saudis spielten sehr geschickt mit den Regeln der UN und setzten dafür ihre finanzielle und geopolitische Macht ein. Umweltorganisationen zeigten sich zu Recht enttäuscht. Was bleibt ist die Tatsache, dass die Welt das viel zitierte 1,5°-Ziel nicht mehr erreichen kann. Wir erinnern uns: Mit dem Pariser Klimaabkommen hatte sich die Völkergemeinschaft darauf verpflichtet, die Erderwärmung auf höchstens 2° C, möglichst aber auf 1,5° gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Zwar gibt es immer weniger Klimawandelleugner; aber immer häufiger heißt es, man könne den Klimawandel ohnehin nicht verhindern, also könne man so weiterleben wie bisher. Fragt sich nur, wie lange? Kerosinbesteuerung vom Tisch. Die Bundesregierung finalisierte kurz vor Weihnachten den Haushalt 2024, plante eine Kerosinsteuer auf innerdeutsche Flüge und nahm sie wieder zurück. Die Freistellung von Ke-rosin von der Mineralölsteuer beruht auf international verbindlichen Richtlinien der UN, in dem sich alle Mitgliedsstaaten verpflichteten, auf Treibstoffe für den internationalen Luftverkehr keine Steuern zu erheben. Auch in der EU ist die Besteuerung von Treibstoffen für internationale Flüge unzulässig. Icao und EU-Richtlinie belassen allerdings die Möglichkeit, Treibstoffe für reine Inlandsflüge zu besteuern, Das praktiziern etliche Länder (Niederlande, Norwegen) und einige USBundesstaaten. Aber: Alle Boden- und Wasser gebundenen Verkehrsunternehmen müssen immens hohe Steuern für den Einsatz ihrer Energien bezahlen. Noch dazu wird für die x-fach umweltfreunlichere Bahn eine exorbitant hohe Trassenmaut fällig. Völlig aus der Luft gegriffen und barer Unsinn ist die Behauptung, dass mit einer Kerosinbesteuerung die Verkehre ins europäische und internationale Ausland verschoben würden. Als díe Luftverkehrsabgabe eingeführt wurde, war der Aufschrei auch groß. Und die Behauptung, dass angeblich die Passagiere ins nahe Ausland abwandern würden, hat sich nicht bewahrheitet. Die anderen Länder haben übrigens auch eine Luftverkehrsabgabe. Firmenwagen. Auch da knisterte es im Gebälk, nachdem ruchbar wurde, dass die Ampel möglicherweise ans Dienstwagenprivileg ran will. Doch auch dieses Thema wurde wieder auf Eis gelegt. Wie es im Flottenbusiness und bei den Car Rentals 2024 weitergehen wird, ist die Frage. Der Flottenkanal jedenfalls ist im Dezember auf einem Allzeithoch gewesen. Die Vermieter hingegen haben bereits so viele neue Fahrzeuge geordert, dass sie im ersten Halbjahr 2024 keine neuen Pkw/SUV mehr ordern wollen. Chancen für Wachstum im gewerblichen wie privaten Bereich sieht S&P nur bei den reinen Elektroautos. So wird der Anteil der BEV in 2024 auf 25 % oder mehr anwachsen. Gefahren sieht S&P bei den deutschen Herstellern; denn die werden vermutlich bedroht durch eine Flut von Modellen aus dem Hyundai-Konzern und dem Reich der Mitte. Die Südkoreaner bringen nämlich ihre Autos im chinesischen Markt nicht mehr los und werden möglicherweise Fahrzeuge von China nach Europa umleiten. Und die Chinesen? Die fluten vermutlich den deutschen Markt mit supermodernen und effizienten Elektroautos zu Preisen, die die europäischen und koreanischen Hersteller nicht realisieren wollen. Aber: Immer mehr europäische Hersteller folgen dem Beispiel von Tesla und BYD und senken ihre exorbtant hohen Listenpreise. Freuen Sie sich auf eine spannende Lektüre und schauen Sie auch auf dmm.travel, das Infoportal für Unternehmensmobilität. Gernot Zielonka Herausgeber und Chefredakteur KLIMA, KEROSIN UND MEHR Der Abschlusstext der Weltklimakonferenz in Dubai sieht keinen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas mehr vor. In dem 21-Seiten-Papier ist nur noch von einer Reduzierung beim Verbrauch und der Produktion fossiler Brennstoffe die Rede. Etwa 80 bis 85 % der Staaten auf der COP hätten einem Ausstieg aus den Fossilen zugestimmt. Editorial • Unter uns

5 www.dmm.travel 4 Inhalt • Januar-Februar 2024 Fotos Dagmar Schwelle I HH-Airport I GZ Titelmotiv visitberlin Leidiges Thema Handgepäck Das Europäische Parlament hat ein- heitliche Regeln zur Mitnahme von Gepäck in Flugzeugen gefordert. Aktuell herrscht ein großes Durcheinander: Von Airline zu Airline gibt es vollkommen unterschiedliche Vorschriften. Strom tanken (k)ein Vergnügen Längst haben sich batterieelektrische Autos als alltagstauglich erwiesen. Nach dem Thema Reichweite drängt sich in Deutschland ein anderes Problem auf: Die hohen und sehr unterschiedlichen Stromtarife an den Ladesäulen. Berlin ist eine Reise wert Heute ist Berlin eine pulsierende Metropole mitten in Europa und sie ist seit 1966 Heimat der Reisemesse ITB sowie vieler weiterer namhafter Messen. Ein Besuch der ITB lohnt sich aber für Mobilitätsmanager nicht unbedingt. Trendmonitor 5 I Geschäftsreisetrends 2024 News 6 I Wissenswertes in Kürze Titelstory 14 I Berlin ist eine Reise wert Die ITB ruft wieder. Für Mobilitätsmanager aber ist die weltgrößte Tourismusmesse kein Muss. Geschäftsreise 20 I Leidiges Thema Handgepäck Schön wär‘s, wenn es in der Luftfahrt einheitliche Regeln gäbe. 23 I Bonusprogramme Jan-Feb 2024 Glück hatten die Passagiere zweier Zwischenfälle im Januar. 24 I KI als smarter Reisebegleiter Durch ihre steigende Relevanz sind KI-Basierte Tools auf dem Vormarsch. 27 I S21: Eröffnung wohl erst 2026/27 BER als Vorbild: Der neue Bahn- knoten wird viel teurer und verspätet sich. 28 I Sicheres Luftfahrtjahr 2023 Langfristig geht die Zahl der tödlichen Unglücke zurück. 30 I Was tun bei Streik? Alternative Reisemöglichkeiten gibt es, man muss nur wissen welche. 31 I Wir fahren bei jedem Wetter Der Slogan von einst gilt bei der Bahn nicht nur im Winter nicht mehr. Geschäftswagen 32 I Strom tanken (k)ein Vergnügen Hohe Strompreise und zig Tarife erschweren den Betrieb von E-Atos. 36 I Entwicklung der E-Mobilität Die Transformation ist schwierig, aber sie kommt voran. 38 I Listenpreis gerät ins Rutschen Tesla und BYD haben angefangen, andere Autobauer ziehen nach. 39 I BYD Seal U: Cool und günstig Das elegant gestaltete Kompakt-SUV rückt Mitbewerbern auf den Pelz. 40 I Ford Explorer verspätet sich Das E-SUV schlägt für die Kölner ein neues Kapitel auf. Kommunikation 42 I Auf der CES entdeckt Die Messe hat den traditionellen Automessen den Rang abgelaufen. Recht und Steuern 44 I Von wegen schnellste Verbindung Wenn www.bahn.de und DB Navigator sich nicht einig sind. 45 I Rechtsprechung – Wichtige Urteile Vorbild & Modell 46 I Geschäftsreisen en miniature Die Eisenbahn prägt seit gut 190 Jahren das Leben ganzer Regionen. Auch die Modellbahn- industrie widmet dem Reiszugverkehr im Modell alle Aufmerksamkeit. Inside 48 I Köpfe & Skurriles Vorschau 50 I DMM 03-04.2024 und Impressum Seite 20 Seite 14 Seite 32 Die nächste Ausgabe »DMM – Der Mobilitätsmanager« 03-04 2024 erscheint am 15. März.2024. Trendmonitor Foto Concur Online-Info sap-concur.de Aktuelle Markt- und Preis- entwicklungen im Business Travel Marktbeobachtungen von DMM ZUR OPTIMIERUNG IHRES BUSINESS: IN JEDER AUSGABE DIE AKTUELLEN BRANCHENTRENDS IN ZAHLEN GESCHÄFTSREISE-TRENDS 2024 Der Markt I Januar/Februar 2024 Angesichts geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Problemfelder wünschen sich jetzt viele Geschäftsreiseverantwortliche einen Blick in die Glaskugel, um besser abschätzen zu können, welche Herausforderungen sie im Jahr 2024 erwarten und wie sie diese am besten bewältigen können. Eigentlich lässt sich für 2024 gar nichts vorhersehen, dennoch sollten Mobilitätsmanager einige sich abzeichnende Trends in ihrer Planung berücksichtigen. 1. Technologie schafft mehr Wertschöpfung. 2024 werden Automatisierung und Analytics durch Technologien wie KI weiter an Fahrt aufnehmen. Sie werden Unternehmen dabei unterstützen, sich flexibel an Veränderungen anzupassen, ihr Risikomanagement zu verbessern sowie Prognosen schneller und genauer zu erstellen. Geschäftsreiseverantwortliche können mithilfe generativer KI datengestützte Empfehlungen aussprechen und Muster berücksichtigen, die ihnen davor vielleicht gar nicht aufgefallen wären. Wird etwa der ideale Zeitpunkt für die Buchung einer Geschäftsreise oder der beste Termin für eine Teambesprechung identifiziert, können Reisekosten minimiert und die Ressourcen optimal genutzt werden. Von entscheidender Bedeutung sind in diesem Zusammenhang allerdings Technologien, die auch die Datenqualität verbessern. Mitarbeitende sollten auf die KI-bedingten Veränderungen mit entsprechenden Schulungen vorbereitet werden. 2. Sparmaßnahmen machen Geschäftsreisen zum Privileg. Durch die anhaltende Zurückhaltung bei Budgetvergaben werden Geschäftsreisen jetzt zum internen Politikum. Angesichts der unsicheren globalen Wirtschaftslage wird das Mantra „mit weniger mehr erreichen“, dem viele Unternehmen im Jahr 2024 folgen müssen, die Situation wahrscheinlich noch verschärfen. Unternehmen sollten sich allerdings bewusst machen, dass Geschäftsreisen zum Benefit avancieren, der womöglich darüber entscheidet, ob Firmen noch qualifizierte Mitarbeitende gewinnen und halten können. 3. New Distribution Capability (NDC) und Nachhaltigkeit werden zu Standards im Geschäftsreiseprogramm. Die Forcierung von NDC bei Fluggesellschaften und anderen Akteuren soll in der Reisebranche zu Wachstumsschancen führen und sich auf die wirtschaftliche Landschaft auswirken. Die Implementierung von NDC wird auch Arbeitsweisen grundlegend verändern, was einen erhöhten Schulungsbedarf bei Mitarbeitenden zur Folge hat. Gleichzeitig werden sich Initiativen wie die Verbesserung des Nachhaltigkeitsmanagements und die Förderung von Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) auf die Geschäftsreiseprogramme auswirken und Travel Managern neue, anspruchsvollere Aufgaben übertragen. 89 % der deutschen Business Traveller möchten beispielsweise schon heute die Umweltauswirkungen ihrer Reisen reduzieren. Mehr als ein Drittel der Befragten erwartet dabei von ihrem Arbeitgeber, außerhalb der Reiserichtlinien buchen zu dürfen, um nachhaltiger reisen zu können (35 %). Um die Compliance sicherzustellen, müssen Unternehmen daher Optionen für umweltfreundliche Fortbewegungsmittel und Unterkünfte in ihren Reiserichtlinien verankern. 4. Fürsorgepflicht wird wichtiger. Die Fürsorgepflicht sollte jetzt mit strategischer Priorität behandelt werden. Da Mitarbeitende ihre Geschäftsreisen mittlerweile selbst über verschiedene Anbieter online buchen können, wurde das einst zentralisierte Reisemanagement abgelöst. Trends wie „Work from Anywhere“ machen es für Arbeitgeber noch schwieriger, den Überblick zu behalten: Aktuelle Studien zeigen, dass fast jeder sechste Arbeitnehmende (14 %) in den letzten zwölf Monaten im Ausland gearbeitet hat, ohne seinen Arbeitgeber darüber zu informieren. Dem gegenüber stehen die globale Unsicherheit und der Klimawandel, mit dem sich die Wahrscheinlichkeit von Extremwetterereignissen erhöht. Unternehmen sollten sich folglich mit der Frage auseinandersetzen, wie sie Buchungsdaten ganzheitlich erfassen, in Echtzeit über den Aufenthaltsort ihrer Geschäftsreisenden informiert werden, mit ihnen in Verbindung bleiben und sie im Notfall schnell nach Hause bringen können. •••

6 Der Mobilitätsmanager 01/02.2024 News Täglich aktuelle News unter www.dmm.travel News ••• Hotel & Veranstaltung Accor: Die Handwritten Collection (angesiedelt im Mittelklasse-Segment) feierte im Januar 2024 ihr einjähriges Bestehen. Passend dazu ist das Portfolio in genau zwölf Monaten auf ebenso viele Hotels in aller Welt angewachsen. 25 weitere Hotels in Planung. AC Hotel by Marriott Glasgow: Nahe George Square. Für das Hotel wurde die unter Denkmalschutz stehende viktorianische City Parish Hall restauriert, so dass 22 Suiten und insgesamt 245 Zimmer entstanden sind. AC Lounge und AC Library. Courtyard by Marriot: Zwei neue Häuser. Schwerin – 146 Zimmer, sieben Konferenzräume. Biel/ Bienne (Schweiz) – 104 moderne Zimmer. Nahe Bahnhof. Hilton: „LivSmart Studios by Hilton“ ist der offizielle Name der neuen Marke für Langzeitaufenthalte im unteren Mittelklassesegment. Ipartment: Der Longstay-Anbieter eröffnet am Hamburger Flughafen ein weiteres Serviced-Apartment-Haus. Die Einrichtung verfügt über 119 Einheiten mit Größen zwischen 20 und 41 m2. Es ist nach Berlin und Frankfurt das dritte Haus dieser Art an einem Flughafen. Die Anlage vefügt über eine Design-Lounge, einen digitalen Self-Service-Kiosk sowie eine Tiefgarage. Limehome: 2023 vergrößerte das Unternehmen sein ApartmentPortfolio auf insgesamt 6.000 Apartments und expandierte in vier neue Märkte. Stärkster Markt ist weiterhin Deutschland. Louis Vuitton: Das Unternehmen, das vor allem für seine teuren Handtaschen und Schuhe bekannt ist, will 2026 in einem Prachtbau auf den Champs-Elysées in Paris ein Hotel eröffnen. Motel One: Neue Lifestyle-Marke „The Cloud One Hotels“ in Europa. In Hamburg eröffnet das „The Cloud One Hamburg-Kontorhaus“. Das Hotel mit hochwertigem Design verfügt über 457 Zimmer und eine Rooftop Bar. Radisson Hotel Group: Einführung der Marke Radisson RED in Deutschland. Das erste Haus wird im Frühjahr in Berlin nahe Kurfürstendamms eröffnet. 133 Gästezimmer, darunter 14 Studios. Zudem bietet das Haus flexible Veranstaltungsräume, einen Co-Working-Bereich, im Innenhof eine Sommergartenterrasse. Im Radisson Blu Hotel Karlsruhe wurden die ersten Longstay Apartments eröffnet. Tribute Portfolio: „The Deutz“ in Köln reiht sich in die Kollektion der Hotels der Marke ein. Direkt an der Koelnmesse. 118 Zimmer und Suiten. Neues Haus „Corendon Ansterdam Schiphol Airport“. 207 stilvolle Zimmer, ein Restaurant, ein Café, ein Bistro sowie eine Sky-Bar, die karibische Küche und tägliche Unterhaltung bei einem faszinierenden Blick über Schiphol und das Haarlemmermeer bietet. ••• Hilton HILTONS NEUES PRÄMIENPROGRAMM FÜR KMU ••• InterContinental LEED AWARD IN GOLD FÜR INTERCONTINENTAL BERLIN Hilton Worldwide startet sein neues Prämienprogramm „Hilton for Business“ für kleine und mittlere Unternehmen. Noch in der Pipeline ist das geplante Veranstaltungsprogramm „Small Meetings and Events Packages“. Über Hilton for Business erhalten KMU Zugang zu „ermäßigten Tarifen“ im gesamten Hilton-Portfolio von mehr als 7.400 Hotels und können über das Hilton Honors-Treueprogramm Prämien und „Meilensteinboni“ verdienen. Mitgliedsunternehmen erhalten 7.500 Hilton Honors-Bonuspunkte nach dem ersten abgeschlossenen Hotelaufenthalt eines Programmmitglieds und 5.000 Punkte nach jeweils 10 von einem Programmmitglied abgeschlossenen Nächten. Bonuspunkte werden auf den Unternehmenskonten gespeichert und „können für sich selbst und/ oder an andere Mitglieder ihres Hilton for Business-Programms verwendet werden. Firmenchefs haben „die volle Kontrolle“ über das SME-Konto und können die Programmverwaltung delegieren. Bei der aufwändigen Modernisierung des Hotel InterContinental Berlin wurde darauf geachtet, die Nachhaltigkeit des Gebäudes zu steigern und den klimafreundlichen Hotelbetrieb zu unterstützen. Dafür erhielt das Luxushotel den LEED Award in Gold und damit ein weltweit anerkanntes Zertifikat für Exzellenz im ökologischen Bauen. LEED steht für Leadership in Energy and Environmental Design. Die meisten Gebäude auf dieser Welt sind enorme Klimasünder, denn sie stehen für einen hohen Energie- und Ressourcenverbrauch und sind für einen Großteil der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Der britische Hotelkonzern IHG verfolgt bei seinen Häusern die Realisierung hoher Nachhaltigkeitsstandards. Beispiel ist das Haus in Berlin. Nach den gerade abgeschlossenen Renovierungsarbeiten entspricht das Gebäude allen umweltfreundlichen Richtlinien. U.a. werden Strom- und Wasserverbrauch gesenkt, um die CO2-Emissionen zu verringern. Damit wird das grüne Konzept weiter umgesetzt. Seit einigen Jahren achten die Mitarbeitenden darauf, in allen Bereichen Müll zu reduzieren, Energie einzusparen und die positive Unternehmenskultur auszubauen. Das LEEDSwiss: Künftig Internet auf allen Kurzstrecken Die Swiss bietet künftig auf dem gesamten Streckennetz Breitband-Internetzugang. Ab Winter 2024/2025 wird die komplette Kurzstreckenflotte (30 A220 sowie 29 Jets der A320/321-Familie) entsprechend ausgestattet sein. Ihre Langstreckenflotte hatte die Schweizer Airline bereits ab 2016 sukzessive mit Breitband-Internet ausgerüstet. Durch die technische Aufrüstung erhalten auch die Passagiere auf den Europa-Flügen kostenlosen Internetzugang, um Chat- und MessengerDienste zu nutzen. Die Fluggäste können während der gesamten Flugzeit unlimitiert und kostenfrei Text- und Bildnachrichten versenden und empfangen. Gleichzeitig haben die Passagiere auch die Möglichkeit, auf Websites zu surfen, E-Mail-Programme zu nutzen und auf Social-Media-Plattformen aktiv zu sein. Für diese Dienste müssen sie allerdings extra bezahlen. Der Internetzugang funktioniert mit der neuen, hybriden Technologie EAN (European Aviation Network). Sie kombiniert eine Satellitenverbindung mit bodenbasierter Funktechnologie und sorgt für eine zuverlässige Breitband-Internetverbindung. Die neue Technologie ist laut der Swiss auch in Bezug auf die Nachhaltigkeit fortschrittlich: Das Gesamtgewicht des Systems sei deutlich geringer im Vergleich zu bisherigen Technologien, was zu einem reduzierteren Kerosinverbrauch und entsprechend geringeren CO2-Ausstoß führen soll. hivr.ai und Cvent kooperieren hivr.ai, ein Software-Anbieter für die Automatisierung von Verkaufsprozessen im Tagungs- und Gruppensegment, geht eine Integrationspartnerschaft mit Cvent ein, einem Anbieter für Veranstaltungs- und Hoteltechnologien. Ziel der Kooperation ist es, den Buchungsprozess von Cvent durch den Einsatz von hivr.ai zu automatisieren. Von Cvent übermittelte Meeting- und Gruppenanfragen können durch den Einsatz von hivr.ai automatisiert beantwortet werden, was den Buchungsprozess um bis zu 70 % beschleunigen kann. Ferner synchronisiert hivr.ai die von Cvent kommenden Daten mit allen gängigen Property Management- und Sales & Catering-Systemen der Hotels wie SAP TMS4Hotels oder Opera Cloud. Im Vergleich zur manuellen Dateneingabe sparen Hotels dadurch Arbeitszeitund reduzieren auch ihre Fehlerquote. Die weltweit mehr als 90.000 Veranstaltungsplaner, die Cvent zur Suche von Gruppenhotels und Veranstaltungsorten nutzen, können von höheren Antwortraten und einer schnelleren Angebotsabgabe profitieren. Zudem erhalten Planer sofort Einsicht in Verfügbarkeiten und Preise für Hotelzimmer, da diese ebenso wie Tagungsräume, Speisen, Getränke und Ausstattung automatisch angezeigt werden. Die erste globale Hotelkette, die die Integration von Cvent und hivr.ai nutzt, ist die NH Hotel Group. ••• Luftfahrt AUA In Kürze sollen zwei B787-9 (eiegntlich für eine asiastische Airline geplant) zur Flotte stoßen. Avolon: Das irische Leasingunternehmen erwirbt 190 neue A321 Neo und 40 B737 MAX 8. Condor: Bei der Abschiedsfeier für CEO Ralf Teckentrup, der den Spitznamen Tecke trägt, wurde die neueste A330 (D-ANRT) in Düsseldrof gezeigt, die auf der linken Rumpfseite den Schriftzug „danke, tecke“ trug. Der blauweiß gestreifte A330-900 ging so in den Betrieb. Delta Air Lines: Festbestellung von 20 A350-1000. Elysian Aircarft: Das niederländische Startup will bis 2933 ein elektrisches Flugzeug in Dienst stellen, das 90 Passagiere klimafreundlich transportieren kann. Easyjet: Festbestellung für 157 weitere Flugzeuge der A320-NeoFamilie plus Kaufrechte für 100 weitere bestätigt. Der Festauftrag umfasst 56 A320 Neo und 101 A321 Neo. Sie werden zwischen dem Geschäftsjahr 2029 und 2034 ausgeliefert. Außerdem beinhaltet der Auftrag die Umwandlung von 35 schon bestellten A320 Neo in größere A321 Neo. Finnair: In der kommenden Sommersaison fliegt Finnair mit ihrem modernsten Langstreckenjet A350 zu europäischen Destinationen - auch nach München (5mal wöchentlich). Auch Amsterdam, Brüssel und London werden mit A350 bedient. Neuer Großflughafen Warschau: Polens neue Regierung prüft den Bau des Riesenairports 40 km westlich von Warschau. Inbetriebnahme wird sich um viele Jahre verzögern. IATA: Der weltweite Flugverkehr hat 2023 fast das Niveau der Zeit vor Corona erreicht. ITA: Deal mit Lufthansa köntte dank Bedenken der EU-Kommission noch platzen. Lufthansa Group: Absichtserklärung betreffend eine strategische Partnerschaft mit dem bayerischen Lufttaxi-Unternehmen Lilium unterzeichnet. Betrieb von elektrischen Senkrechtstartern in Europa soll ausgelotet werden. Endmontage des ersten LiliumFliegers hat begonnen. Man rechne bis zum Jahr 2035 mit einem Bedarf von rund 9200 Evtol-Luftfahrzeugen, so Lilium. Maeve Aerospace: Das niederländische Unternehmen entwickelt in Oberpfaffenhofen statt dem reinen Elektroflieger Maeve 01 inzwischen ein größeres Flugzeug mit Hybridantrieb, die M80. Das Hybrid-Elektroflugzeug mit 84 Sitzen soll eine Reichweite von 800 Seemeilen (1.482 km) und um 40 % höhere Energieeffizienz haben. Maeves M80 wird in Ein-Klassen-Bestuhlung bis zu 84 Reisenden in 2-2-Konfiguration Platz bieten, in zwei KlassenBestuhlung bis zu 76. 2031 soll die M80 in Betrieb gehen.Sie soll 15 % kostengünstiger fliegen. ••• Lufthansa MEHR KOMFORT IN LH A320 Lufthansa Gäste erleben künftig auf der Kurz- und Mittelstrecke eine neue Kabinenausstattung. Sie bietet etwas mehr Komfort. Ab Frühjahr 2025 stattet das Unternehmen 38 Airbus A320 sukzessive mit der neuen innovativen Kabine aus. U.a. erhalten die 38 Flugzeuge größere Gepäckfächer. Die fassen bis zu doppelt so viele Handgepäckskoffer oder -taschen, wie die derzeitigen „Bins“. Die Gepäckstücke können nun vertikal in den um 40 % größeren Fächern verstaut werden. Zudem finden die Passagiere an jedem Sitz einen eigenen USB-Anschluss vor, über den mobile Geräte geladen werden können. Schließlich werden alle Sitze erstmals mit einer speziellen Halterung für Tablets und Smartphones ausgestattet. Auf extra Bildschirme wird verzichtet. Die Fluggäste können dadurch Filme und Serien viel bequemer auf ihren eigenen Geräten anschauen, ohne dass die Geräte in der Hand gehalten oder auf dem Klapptisch abgestellt werden müssen. Eine weitere wichtige News: Neue Sitze des italienischen Herstellers Geven bieten bei gleichem (sehr knappen) Sitzabstand mehr Beinfreiheit durch eine ergonomische Formung der Lehnen. Foto: LH Foto: InterContinental Auch Lufthansa ermöglicht kostenlose Erreichbarkeit über den Wolken Lufthansa bietet seit Kurzem auf ihren Kurz- und Mittelstreckenflügen zeitlich unbegrenztes Free Messaging an. Reisende können dann in den Flugzeugen der A320 Familie, die über WLAN verfügen, auf dem eigenen Smartphone oder Tablet während des Fluges beliebig viele Nachrichten inklusive Fotos senden und empfangen – alles kostenlos! Für alle weiteren Internet-Pakete an Bord, wie beispielsweise Streaming, reduziert sich ebenfalls ab Mitte Januar der Tarif um fast 50 %. Voraussetzung für die Nutzung des neuen kostenlosen Services ist der Log-In in FlyNet mit einer Miles & More Service-Kartennummer oder mit einer bei der Lufthansa Group Travel ID registrierten E-Mail-Adresse. Eine neue Anmeldung bzw. Registrierung ist auch während des Fluges noch möglich Zertifikat wird seit 1998 vergeben und inspiriert seither die Bauindustrie, neue Technologien zu entwickeln und ökologische Nachhaltigkeit in den Fokus zu rücken. Dem InterContinental Berlin gelang es, in allen neun Kategorien des LEED Awards zu überzeugen – vom Designentwurf über die Materialnutzung bis zur hohen Aufenthaltsqualität.

www.dmm.travel 9 8 Der Mobilitätsmanager 01/02.2024 News ••• InnoTren TAGEN IN DER SCHWEIZ MIT SPEKTAKULÄREM AUSBLICK Mit dem InnoTren präsentiert die Rhätische Bahn ihr erstes rollendes Sitzungszimmer mit Blick auf die Bündner Bergwelt. Der InnoTren gehört offiziell zu den schönsten Meetinglocations der Schweiz. Er bietet einen Meetingraum für maximal 15 Personen. Einst für den weltberühmten Glacier Express unterwegs, sorgt der umgebaute Panoramawagen für die optimale Umgebung für eine Sitzung. Dabei hat man die Wahl: klassisch mit Sitzungstisch bestuhlt oder lockerer, z.B. mit Barhockern und kreativen Freiräumen, ausgestattet. Das nötige Equipment für kreative Gedankengänge ist auch gleich mit an Bord: Moderations- und Kreativkoffer, Notizblöcke, Schreibwaren, Post-it’s. Für Kaffee, Wasser und gesunde Snacks ist auch gesorgt. Die Aussicht durch die großzügigen Fenster des umgerüsteten Glacier-Panoramawagen gibt es gratis dazu. WLAN fährt (fast) immer mit – außer in Tunnels und Schluchten. Ausstattung: • max. 15 Plätze • Sitzungs- oder innovative Workshop-Bestuhlung • 75“-Bildschirm • Lautsprecher (Sonos) • höhenverstellbare Tische • Flipchart • Whiteboard • Kaffeemaschine Zusätzlich zum inkludierten Brainfood, Kaffee und Mineralwasser hat man auch die Möglichkeit, einen der zahlreichen Charterwagen der RhB zu buchen. Es kann z.B. ein Gourmino an den InnoTrain angehängt werden. So kann man sich auf der Fahrt im rollenden Nostalgierestaurant reichhaltig verpflegen lassen. Bei der Buchung des InnoTrens profitiert man von 25 % Preisnachlass für die Buchung von zusätzlichen Charterwagen. Der InnoTren ist nicht auf dem gesamten Steckennetz der Rhätischen Bahn einsetzbar. Er kann auch im Stillstand genutzt werden. Die Preise beginnen bei 600,00 CHF für eine Fahr-Stunde und 500,00 CHF für einen halben Tag im Stillstand in Chur oder Landquart. Weitere Standorte auf Anfrage. Wichtig: Der InnoTren im Stillstand kann frühstens 30 Tage vor dem gewünschten Datum gebucht werden. „WIR SIND BUSINESS TRAVEL“ ©Edgar Chaparro/unsplash DAS PARTNERPROGRAMM VON DMM.TRAVEL Der geschäftliche Tourismus steht vor einem Neuanfang. In der Ära nach Corona erwartet Sie ein attraktives Feature mit „Wir sind Business Travel“. Unter diesem Motto steht unser neuer virtueller DMM-Online-Marktplatz. Die Wahl der richtigen Partner für alle Mobilitäts- und Eventbereiche eines Unternehmens ist zu einer großen und verantwortungsvollen Aufgabe geworden: Von Flugreisen über Bahnfahrten, vom Geschäftswagen über das Mietfahrzeug und Carsharing, von der Wahl des passenden Geschäftsreisebüros bis hin zum gewünschten Hotel und Restaurant, vom effektivsten Kommunikationsmittel bis zur richtigen Software. Für alles, was die Planungs- und Organisationsabläufe des betrieblichen Mobilitätsmanagements erleichtern soll, brauchen unsere Leser verlässliche Ansprechpartner und Experten. Mit „Wir sind Business Travel“präsentieren Sie Ihr Unternehmen in all seinen Facetten für eine Dauer von jeweils 12 Monaten. Wie so etwas aussehen kann? Ein Beispiel: www.dmm.travel/virtueller-marktplatz/ automobilhersteller/opel/ Im Rahmen der neuen Partner-Aktion bieten wir Ihnen ein attraktives Format an: „Wir sind Business Travel“ • Dauerpräsenz im Marktplatz auf dmm.travel (Firmenporträt, Business-Kontakte, B2B-Angebote) • Regelmäßige Logo-Darstellung auf der Startseite • Preis für 1 Jahr: 7.750 Euro Mit Ihrer Teilnahme präsentieren Sie Ihr Unternehmen einer exklusiven Zielgruppe und unterstützen die unabhängige Berichterstattung aus der gesamten Mobilitäts- und Geschäftsreise-Branche. KONTAKTIEREN SIE EINFACH: Jamie Lennard Steinforth Tel.: 0421.38 01 91 63 | Mail: adv@vfm.travel Foto: Rhätische Bahn Marriott W Edinburgh ist gestartet In der schottlschen Metropole ist das W Edinburgh eröffnet worden. Das Hotel verteilt sich über drei verschiedene Gebäude rund um den St. James Square – das Ribbon Building, James Crage Walk und das Quarter House. Es bringt visionäres Design, das die schottische Kultur und Geschichte neu interpretiert, sowie faszinierende Angebote und erstklassige Gastronomie in die Hauptstadt. Das Innendesign der öffentlichen Bereiche, der 199 Zimmer und 45 Suiten ist von den Elementen der auf Vulkangestein, Feuer und Wasser erbauten Küstenstadt beeinflusst. Sowohl für Einheimische als auch für Gäste wird die Dachterrasse mit 360°Ausblick zu einem Highlight in der Stadt. 50 Jahre Lindner Hotels Zum 50. Geburtstag präsentierte die Düsseldorfer Lindner Hotel Group ihren neuen Markenauftritt und die strategische Neuausrichtung. Das Vorstandsteam mit CEO Arno Schwalie, COO Stefanie Brandes und CTO Frank Lindner ist dabei, das Familienunternehmen zu transformieren. Das Jahr 50 markiert für Linder Hotels & Resorts eine Zäsur: Die Hotelmarken „Lindner Hotels & Resorts“ und „me and all hotels“ haben sich dem US-Hotelkonzern Hyatt angeschlossen. (Geschäfts)Reisenden aus Übersee z.B. bieten sich in Ergänzung zu den über 1.150 bestehenden Hyatt Hotels die nunmehr 34 Häuser der Linder Group optional an. Letztere nimmt zudem am World of Hyatt Bonusprogramm teil. Die Hyatt Corporation hat im Rahmen der Zusammenarbeit zwar keine Unternehmensanteile der Lindner Hotel Group übernommen, jedoch haben die Amerikaner eine Finanzspritze zur Modernisierung der Lindner-Hotels fließen lassen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll Lindner über eine Franchisegebühr für von Hyatt vermittelte Gäste an den US-Geldgeber bezahlen. Die Verbindung nutzt beiden Seiten. Alternative außerhalb Frankfurts H-Hotels eröffnete ihr 63. Hotel in Eschborn. Zwischen der Mainmetropole Frankfurt und dem „Taunusgebirge“ ist das H+ Hotel Frankfurt Eschborn eine Adresse auch für Geschäftsreisende. Das achtgeschossige Haus in der hessischen Kleinstadt empfängt Gäste in 215 modernen und teils barrierefreien Komfort- und Superiorzimmern mit stilvollen Bädern. Eine Bar und ein Restaurant, kostenloses Highspeed-Internet sowie 150 Autostellplätze im eigenen Parkhaus runden das Angebot ab. Eine Buchung inkludiert nicht nur das Parken, sondern auch die erste Füllung der Minibar. Für ein Workout nach dem Meeting oder Frühsport steht im Untergeschoss auf rund 90 m2 ein Fitnessraum mit Geräten für Ausdauer- und Krafttraining zur Verfügung. Durch die gute S-Bahn-Anbindung ist das 10 km entfernte Frankfurt schnell erreichbar. Foto: VA

www.dmm.travel 11 10 Der Mobilitätsmanager 01/02.2024 • •• BEG DIREKTZÜGE VOM MUC BIS NÜRNBERG • •• SPNV NEUE TRIEBZÜGE IM FRANKENSÜDTHÜRINGEN-NETZ Der seit Ende 2018 mit großem Erfolg zwischen dem Regensburger Hauptbahnhof und dem Flughafen München pendelnde überregionale Flughafenexpress (ÜFEX) wurde weiter über Parsberg und Neumarkt (Oberpfalz) zum Nürnberger Hauptbahnhof verlängert. Die Verlängerung wurde durch eine Verbindung und Kapazitätsstärkung zweier bestehender Linien in den Netzen „Donau-Isar“ (DB Regio) und „Regensburg/Donautal“ (agilis) umgesetzt. Beide Bahnbetreiber erbringen die zusammengelegten Leistungen mit gleichen Neufahrzeugen von Siemens Mobility. Von der verlängerten Direktverbindung profitiert zum einen der MUC sowohl als zentrale bayerische Mobilitätsdrehscheibe als auch als wichtiger Arbeitgeber in der Region. Zum anderen sind die westliche Oberpfalz und die Metropolregion Nürnberg-Fürth Nutznießer einer umsteigefreien Verbindung zum Münchner Flughafen zu günstigen Nahverkehrskonditionen. Sehr attraktiv wird die neue ÜFEX-Linie auch für Geschäftsreisende aus Nordbayern. Die Verbesserung der Schienenanbindung des Münchner Flughafens ist ein zentrales Anliegen der bayerischen Verkehrspolitik. Neben der langfristig angestrebten Fernzuganbindung gehört dazu auch eine sukzessive Erschließung mit überregionalen Flughafenexpress-Zügen. Die Verlängerung des bestehenden ÜFEX nach Nürnberg ist Teil der ersten Stufe des vom Freistaat entwickelten Vier-Stufen-Konzepts zur besseren Bahnanbindung des Münchner Hubs. Rund ein Drittel aller Fluggäste und Beschäftigten des Münchner Flughafens gelangen bereits heute per Schiene zum Airport. IM SPNV-Netz Franken-Südthüringen ersetzen neue Siemens Desiro HC Triebzüge ab Dezember die im Sandwich (je eine Vectron-E-Lok an den Zugenden) gefahrenen Doppeltockwagengarnituren auf der Strecke Nürnberg-Coburg-Sonneberg über die Rennstrecke VDE.8. DB Regio Bayern hat Siemens Mobility mit der Lieferung von 26 Regionaltriebzügen beauftragt. Insgesamt werden 18 vierteilige (380 Sitze) und acht sechs- teilige (634 Sitze) elektrische Doppelstocktriebzüge vom Typ Desiro HC geliefert. Die 1462er sind für den Einsatz auf den Strecken Nürnberg – Bamberg – Coburg – Erfurt/Sonneberg, Nürnberg – Bamberg – Würzburg, Nürnberg – Bamberg – Lichtenfels – Saalfeld und Nürnberg – Bamberg – Lichtenfels – Coburg vorgesehen. Auf der VDE8 fahren sie im Abschnitt Ebensfeld (bei Lichtenfels)und dem Abzweig nach Coburg mit Tempo 190 km/h. Sie bieten ein hochwertiges sowie zeitlos-elegantes Ambiente in der Innenausstattung mit WLAN und Steckdosen im gesamten Zug, barrierefreien Einstieg für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen, Platz für bis zu 60 Fahrräder im Sechsteiler, LED-Beleuchtung u.v.a.m. Für Geschäftsreisende aus Nordbayern, Oberfranken und Südthüringen sind die Zugverbindungen ideal. U.a. bieten sie auch Anschlüsse ans ICE-Netz. Tipp für Business Traveller Die App „DB Streckenagent“ (dbregio.de/streckenagent) ist ein kontaktloser digitaler Service für nahezu alle Bahnreisenden. Wir empfehlen sie insbesondere allen Business Travellern. Per Push-Meldung werden Zuginformationen, Alternativrouten und Verspätungen direkt an das mobile Endgerät des Fahrgasts gesendet. Neben den Zügen des Nah- und Fernverkehrs sind jetzt auch die Echtzeitdaten der Verbände für Bus-, Straßen- und U-Bahnen enthalten. So begleitet die App die komplette Reiseverbindung von Tür zu Tür. Deutschland-Ticket im Fernverkehr Immer wieder Ärger gibt es um die Geltung des 49-EuroTickets in Fernverkehrszügen. Aufschluss bringt die Website bahn.de/faq/deutschlandticket-verkehrsmittel-deutschland. Danach darf man auf folgenden Strecken Züge von DB Fernverkehr nutzen: Rostock Stralsund, Stuttgart-Singen/Konstanz, WesterlandNiebüll (nur IC 2075 werktags außer samstags), BremenNorddeich-Mole/Emden Außenhafen Erfurt-Gera, Freilassing-Berchtesgaden. Nachfragen sollte man bei den Zügen der Linie 17 zwischen Chemnitz und Dresden sowie bei den IC 34 zwischen Dillenburg und Dortmund. Erfolgreiche Drei-Länder-Linie Die S-Bahn zwischen Romanshorn, Rorschach, Bregenz und Lindau-Reutin ist ein voller Erfolg. Das grenzüberschreitende Angebot verkehrt auf Schweizer Seite als S7, auf österreichischem und deutschem Gebiet als Regional-Express (REX). Die Züge der S7/RE verkehren pünktlich und zuverlässig. Die EuroCity-Züge Zürich – München verkehren im Zweistundentakt, die S7/RE in jenen Stunden, in denen der EC nicht fährt. Die Angebote ergänzen sich ideal. Insbesondere für Reisende zwischen Zürich, St.Gallen, Bregenz und Lindau verkürzen sich die Fahrzeiten deutlich. In Lindau-Reutin bestehen attraktive Anschlüsse ins Allgäu, sowie Richtung München, Friedrichshafen, Ulm und Stuttgart. ••• Bahn DB: Im Fern- und Regionalverkehr gibt es bundesweit täglich zwischen 1.000 und 1.300 ausfallende planmäßige Fahrten. Spitzenreiter sind NRW und Hessen. NBS Hamburg-Hannover: Bund und Land Niedersachsen haben sich nach jahrzehntelangem Streit über die geplante NBS Hamburg-Hannover durch die Heide die NBS auf Eis gelegt. DB Fernverkehr: Die EC-Linie 89 München-Verona soll im laufenden Fahrplanjahr auf ÖBBRailjet-Parks umgestellt werden. Reisezeit Frankfurt-SaarbrückenParis mit ICE/TGV verlängert sich vorübergehend um 40 min. wegen geänderter Streckenführung über Darmstadt und Heidelberg. EC-Linie 95 Berlin-Warschau bekommt zusätzliches Zugpaar EC55/54 bis Krakau. Mehr direkte IC/RE zwischen Luxemburg, Trier und Köln/Düsseldorf ab 2025. DB Regio Bayern: Skoda-PushPull-Garnituren auf der NBS Nürnberg-München sollen ab Mitte 2024 durch bereits abgestellte alte IC 1-Züge ersetzt werden. Freistaat Bayern elektrifiziert die Strecke Kempten-Oberstdorf. Mit der bereits beschlossenen Elektrifizierung Ulm-Kempten werden so durchgängige elektrische Züge möglich. European Sleeper: Der Anbieter von Nachtzügen bietet mehrfach pro Woche Nachtzüge BrüsselAmsterdam-Berlin. Ab 25. März kommen als neue Fahrtziele Dresden und Prag hinzu. Tesla-Bahnshuttle: Zwischen dem Bhf. Erkner und der Tesla-Autofabrik Grünheide fahren moderne Dieseltriebzüge der Niederbarnimer Bahn (NEB) kostenlos 60mal pro Tag. Fahrzeit: 12 Minuten. TUI: Rennaissance der TUI-Bahnreisen: Bahnreiseziele in Europa in Vorbereitung, darunter Frankreich, Italien und Skandinavien. Der Touristikkonzern arbeitet dafür mit Anbietern von Nachtzugreisen zusammen. ÜFEX. Flughafenexpress München/Airport-Regensburg wird zum Fahrplanwechsel 2024/25 bis Nürnberg verlängert. Ceské dráhy. Die Tschechische Bahn hat bei Siemens und Skoda 180 Wagen für 20 neunteilige ComfortJet-Garnituren bestellt. Die 200 km/h schnellen superkomfortablen Züge (KomfortStandard höher als bei den ICE) sollen mit Siemens-Vectron-Loks u.a. nach Berlin und Hamburg verkehren. DSB: Lieferung der neuen IC5 von Alstom verzögert sich bis 2027. Anstelle einer Geldstrafe liefert der Hersteller kostenlose Züge. Israel: Zugverkehr wegen des Kriegs gegen die HAMAS erheblich eingeschränkt. ÖBB: Übernahme der Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland mit den beiden süddeutschen Betriebsgesellschaften für BadenWürttemberg und Bayern. Die Züge verkehren wie gewohnt. • •• ÖBB SICHER MIT DER BAHN UNTERWEGS Die ÖBB setzen künftig auf Drohnengaragen auf ihrem teils sehr gebirgigen Streckennetz, um bei Ereignissen wie Steinschlag und Sturmschäden an schwer zugänglichen Bahnstrecken schnell Hilfe leisten zu können. Statt Mitarbeiter zu Fuß in unwegsames Gelände oder verschneite Hänge zu schicken, werden künftig Drohnen aus einer nahen gelegenen Drohnen-Garage auf die Reise geschickt. Sie fliegen die definierte Strecke ab und senden in Echtzeit Bilder über den Zustand der Strecke. Im Fall von Unwetterschäden müssen Bahnstrecken aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Bisher war es so, dass sich dann die Experten der ÖBBInfrastruktur AG auf den Weg gemacht haben, um die Gleise abzugehen. Sie evaluieren dann beispielsweise, ob es sich nur um einige kleine Steine handelt oder man schweres Räumgerät benötigt oder prüfen, ob Äste oder gar Baustämme über den Gleisen oder in der Oberleitung liegen. Bis das geklärt ist, vergeht oft viel wertvolle Zeit. Dann wird die Betriebsführungszentrale benachrichtigt und die weiteren notwendigen Maßnahmen beschlossen. Künftig werden Drohnengaragen über das Streckennetz der ÖBB verteilt, die hier unterstützen: Als erstes Eisenbahninfrastrukturunternehmen in Europa hat die ÖBBInfrastruktur AG die Bewilligung erhalten, Drohnen einzusetzen, die auch ohne direkten Sichtkontakt gesteuert werden können. In enger Zusammenarbeit mit Frequentis und mit Unterstützung von Austro Control wurde das innovative Projekt umgesetzt. Wie die Drohnenübrwachung in der Realität fortan dann aussehen kann, zeigt ein Video: youtu.be/ DLDqkpB29Fw Foto: ÖBB Foto: MG Besser als der DB Navigator Geschäftsreisende, die viel mit der Bahn unterwegs sind und immer auf dem Laufenden bleiben wollen, sollten sich die App „Bahn: Fahrplan & Live Tracking“ downloaden. Die App bietet mehr als der DB Navigator. Die App ist für iPhones (iOS) und Android-Smartphones erhältlich. Sie ist eine praktische und gute Alternative zum DB Navigator. Mit der App hat man alle wichtigen Informationen immer griffbereit: Fahrplan, Verbindungen, Echtzeit-Infos, Auslastungsprognosen, Wagenreihung oder Live-Tracking. Ganz neu ist auch ein Deutschlandticket-Filter, mit dem Nutzer des 49-EuroTickets die bestmöglichen Fahrten finden. Mit nur wenigen Klicks kann man eine Verbindung suchen und erhält eine Übersicht aller Züge, Umstiege und ggf. Fußwege. Wenn man eine passende Zugverbindung gefunden hat, kann man sie als Favorit speichern und immer im Blick behalten. Die Abfahrtstafeln zeigen einem, welche Züge als nächstes am Bahnhof abfahren. Die Echtzeit-Infos sind immer auf dem neuesten Stand und zeigen auch Verspätungen oder Ausfälle an. Man sieht alle Halte des Zuges mit den entsprechenden Uhrzeiten, Gleisnummern und zusätzlichen Hinweisen zu Verspätungen, Störungen und Ausfällen. Eine Kartenansicht zeigt die Strecke, alle Stationen und den ungefähren Standort des Zuges. Besonders praktisch ist die Auslastungsprognose, die einem die aktuelle und prognostizierte Auslastung der Züge anzeigt. So kann man vorab entscheiden, ob man einen Sitzplatz reservieren oder sogar eine andere Verbindung wählen sollte. Auch die Wagenreihung ist in der App einsehbar und man kann direkt zum Abschnitt am Bahnsteig gehen, wo der Wagen mit dem reservierten Sitzplatz halten wird. Die App bietet auch eine LiveTracking-Funktion, mit der man den persönlichen Live-Link mit ArbeitskollegInnen, Familie und Freunden teilen kann, um zu zeigen, wie die Zugfahrt verläuft und wann man voraussichtlich ankommen wird. Für Vielfahrer und Mitarbeiter der Deutschen Bahn gibt es außerdem noch viele weitere nützliche Zusatzinformationen wie DB Lounges, Zugtypen, Baureihen, Liniennummern, IRIS-Meldungen und Standortinfos. Als Nutzer des 49-Euro-Tickets dürfte Ihnen der ebenfalls verfügbare Deutschlandticket-Filter viele Sorgen abnehmen. Einmal gesetzt, sucht die inoffizielle Bahn-App Strecken ausschließlich mit Zügen aus dem Nah- und Regionalverkehr, die auch wirklich im Deutschlandticket inklusive sind. Foto: DB

www.dmm.travel 13 12 Der Mobilitätsmanager 01/02.2024 News ••• Geschäftswagen BMW: Das erste Modell der Neuen Klasse wird Ende 2025 das SUV iX3 sein. 2026 feiert die Neue Klasse zudem eine Mittelklasse-Limousine. Ford: Kuga ab Sommer mit aufgefrischtem Design, verbesserter Konnektivität und hochmodernen Assistenzsystemen. Nur elektrifizierte Antriebe. Lucid Motors: Nach der Luxus Limousine Air (ab 109.000 Euro) bringt die kalifornische ElektroNobelmarke 2024 das Siebensitzer-SUV Gravity auf den Markt. Nio: 2025 sollen mit der Submarke Firefly (Glühwürmchen) vollelektrische Kompaktfahrzeuge angeboten werden, auch für den europäischen Markt. Im B-Segment soll Firefly mit niedrigen Preisen die Kunden anlocken. Opel: Der Name „Frontera“ kehrt 2024 zurück. Sein Comeback feiert der erfolgreiche Titel mit einem neuen E-SUV-Modell. Der Nachfolger des B-SUV-Modells Crossland wird auch batterieelektrisch vorfahren. Ab 2028 sollen in Europa ausschließlich E-Fahrzeuge angeboten werden. Porsche: Neuer Taycan noch in diesem Jahr. Laut Hersteller wird das Fahrzeug in nahezu allen Disziplinen verbessert. Škoda Auto: Enyaq-Modellfamilie aufgewertet. Erstmals auch in der großzügig ausgestatteten Version Laurin & Klement erhältlich. Zu den technischen Aufwertungen zählen die kraftvolleren Antriebe (Neue Antriebsoptionen 85 und 85x mit 210 kW Leistung, in den RS-Versionen stehen jetzt 250 kW Leistung bereit). Ein optimiertes Batteriemanagement und neue Batterievorkonditionierung reduzieren die Ladezeiten auf unter 30 Minuten und ermöglichen höhere Reichweiten. Zudem neue Software-Merkmale sowie eine noch intuitivere Bedienoberfläche. Stellantis: Neue, hochflexible, auf elektrische Fahrzeuge ausgelegte Plattform „STLA Large“. Sie soll die Basis für eine breite Palette zukünftiger Fahrzeuge im D- und E-Segment bilden. Togg: Der türkische Autobauer hat mit der Limousine T10F sein zweites Elektromodell vorgestellt. Ende des Jahres will die Marke auch in Deutschland starten. VinFast: Der vietnamesische Hersteller hat das elektrische Kompaktmodell VF 3 präsentiert. Es soll global vertrieben werden. Volkswagen: Neuer verbesserter Golf 8 zum 50. Geburtstag des Modells. Auch als Plug-in-Hybrid mit einer gesteigerten elektrischen Reichweite von rund 100 km. Einstellung der Produktion von Cabrios. Demnach wird das T-Roc Cabrio, das letzte Cabrio-Modell der Wolfsburger, nach dem anstehenden Modellwechsel des Kompakt-Crossovers im nächsten Jahr nicht mehr hergestellt. ••• Lexus LEXUS KLEINER HOFFNUNGSTRÄGER LBX Lexus bringt ein kompaktes SUV „LBX“ mit neuestem Hybridantrieb und modernsten Technologien in Sachen Cockpit, Bedienung, Antrieb und Sicherheit. Der LBX ist das erste Lexus Modell, das auf einer Variante der globalen Kleinwagen-Architektur GA-B entwickelt wurde. Das SUV wird optional mit dem Lexus E-Four Allradantrieb verfügbar sein, bei dem ein zusätzlicher Elektromotor an der Hinterachse zum Einsatz kommt. Das kleinste Modell der Luxusabteilung von Toyota stellt für die Marke in Europa einen Wendepunkt dar. Verkaufsziel: 25.000 Einheiten/Jahr. Den Wagen soll es in vier „Atmosphären“ geben. Die werden nicht durch den Ausstattungsumfang oder Komfortmerkmale definiert, sondern durch unterschiedliche Themen, die durch Farben, Oberflächen und Styling Details zum Ausdruck kommen. Die Produktion beginnt Ende 2023. Der Verkaufsstart in Europa und in ausgewählten globalen Märkten ist für Anfang 2024 vorgesehen. Schicke Limousine ET5 Der chinesische Hersteller NIO zeigte seine neue Mittelklasselimousine ET5. Deren Alleinstellungsmerkmal ist sicher die Tauschoption für die Batterie, die das Laden überflüssig machen könnte. Akku-Größen 75 oder 100 kWh. 480 PS; Drehmoment 700 Nm. Allradantrieb. Vmax 200 km/h. Ladeleistung bis 140 kW DC, bis 11 kW AC; Kofferraumvolumen 386 l; kein Frunk; sehr hochwertige Anmutung. Fortschrittliche Elektronik, die schnell und zuverlässig arbeitet. Preis: ab 47.500 Euro zzgl. Batterie-Miete oder Akku-Kauf (ab 12.000 Euro) PEUGEOT Inception Concept – Vorbote einer neuen E-Generation Avantgardistisch wirkt das rein elektrische Fahrzeug Inception Concept von Peugeot das kürzlich in Paris vorgeführt wurde. Die Studie ist mit Steer-by-Wire-Technologie sugestattet, die das Lenkrad zugunsten einer Hypersquare-Steuerung überflüssig macht und besitzt die neueste Generation des i-Cockpit. Der Innenraum soll ein vollkommen neues Erlebnis an Bord biete. Der Wagen ist Vorbote des Designs einer nächsten Generation von Elektrofahrzeugen des Herstellers auf Basis einer rein elektrischen „BEV-by-design“-Plattform. Sixt ordert bis zu 1/4 Mio. Autos von Stellantis Der internationale Mobilitätsdienstleister Sixt hat mit dem Automobilkonzern Stellantis eine Vereinbarung getroffen, im Laufe der nächsten drei Jahre bis zu 250.000 Stellantis-Modelle für seine Vermietflotte in Europa und Nordamerika zu erwerben. Die Vereinbarung umfasst einen Gesamtwert von mehreren Mrd. Euro. Mietkunden von Sixt sollen vom attraktiven Angebot an StellantisFahrzeugmarken profitieren. Dazu zählen Alfa Romeo, Chrysler, Citroën, Dodge, DS Automobiles, Fiat, Jeep, Lancia, Opel, Peugeot, Ram, Vauxhall und Maserati. Die Lieferungen an den Pullacher Mobilitätsdienstleister umfassen verschiedene Fahrzeugklassen, von Stadtautos über SUVs bis hin zu Fahrzeugen aus dem Van & Truck Segment, sowie sämtliche Antriebsarten. Die Fahrzeuge sind mit jeweils modernster Software und Infotainment-Technologie ausgestattet. In Bildmitte Stellantis Chief Operatiing Officer Uwe Hochgeschutz eingerahmt von den beiden Sixt CEOs Alexander und Konstantin Sixt. Foto: Lexus Foto: Sixt Foto: NIO Foto: Stellantis Sixt erweitert E-Flotte Der Pullacher Autovermieter spürt eine steigende Begeisterung seiner Kunden für E-Autos. So nähert sich die Auslastung in der Flotte der von Verbrenner-Fahrzeugen an. Bis 2030 soll die E-Flotte in Europa auf 70 bis 90 % gebracht werden. Zudem bietet Sixt Carsharing mit E-Autos an und baut eine eigene Ladeinfrastruktur z.B. an Flughäfen aus. Noch in 2023 soll die Ladelösung „SIXT charge“ an den Start gehen. Kunden sollen so per App Zugang zu Hunderttausenden öffentlichen Ladepunkten erhalten. Bis 2028 bezieht der Vermieter 100.000 Fahrzeuge von BYD. Die ersten sind schon eingeflottet, genauso wie Fahrzeuge von Nio, MG oder auch deutscher Hersteller wie Audi, BMW und Mercedes. ••• Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft NEUE TYPKLASSENEINSTUFUNG ••• LeasePlan NEUER FLOTTENCHECK VON LEASEPLAN Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat seine neue unverbindliche Typklassenstatistik veröffentlicht. „Für rund 7,4 Mio. Kfz-Halter – enthalten sind darin auch die Halter von Firmenflotten – gelten in der Kfz-Haftpflichtversicherung künftig höhere Einstufungen, während rund 5,4 Mio. von besseren Typklassen profitieren“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Für 70 % bzw. rund 29,4 Mio. Halter bleibt es bei der Einstufung des Vorjahres. Große Sprünge sind die Ausnahme, nur für wenige Modelle geht es um mehr als eine Klasse nach oben oder nach unten. Der Ford Focus 1.0 (seit 2018) und der Audi Q5 50 TDI Quattro (seit 2017) verschlechtern sich jeweils um drei Typklassen. Um KfzVersicherern die risikogerechte Kalkulation ihrer Beiträge zu erleichtern, werten die GDV-Statistiker einmal jährlich die Schadenbilanzen aller in Deutschland zugelassenen Automodelle aus. Die Typklassenstatistik umfasst aktuell rund 32.000 verschiedene Fahrzeugtypen und deren Schadenbilanzen der Jahre 2020 bis 2022. „Die Logik der unverbindlichen GDV-Typklassenstatistik ist einfach: Werden mit einem Automodell im Durchschnitt pro Fahrzeug vergleichsweise wenige Schäden und geringe Schadenkosten verursacht, erhält es eine niedrige Typklasse, bei vielen Schäden und hohen Versicherungsleistungen eine hohe“, erklärt Asmussen das Prinzip. In der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es 16 Typklassen (10 bis 25), für die Einstufung des Modells sind die Versicherungsleistungen für geschädigte Dritte nach Verkehrsunfällen maßgeblich. In der Vollkaskoversicherung unterscheiden die Statistiker des GDV 25 Typklassen (10 bis 34). In die Berechnung der Vollkaskoversicherung fließen die Schäden am eigenen Auto nach selbstverschuldeten Unfällen sowie die Teilkaskoschäden (u.a. Autodiebstähle, Glasschäden, Wildunfälle oder Schäden durch Naturereignisse) vollkaskoversicherter Kfz ein. In der Teilkaskoversicherung gibt es 24 Typklassen (10 bis 33). Für diese Statistik werden die Teilkaskoschäden kaskoversicherter Fahrzeuge betrachtet. Die neue Typklasseneinstufung des GDV ist für die Versicherungsunternehmen unverbindlich und kann für neue und bestehende Verträge angewendet werden. LeasePlan Deutschland bietet auf seiner Website einen neuen Flottencheck an. Mit dem OnlineCheck erhalten Unternehmen und Fuhrparkbetreiber eine Antwort auf die Frage, welcher Beschaffungsweg für ihre Kfz-Versicherung zur optimalen Risikodeckung für die Flotte führt. Beim Management von Dienstwagen steht regelmäßig die Frage der richtigen Flottenversicherung und Risikodeckung im Raum. Beides sollte auf die jeweilige Fuhrpark- und Schadensituation zugeschnitten sein. Christopher Schmidt, Commercial Director bei LeasePlan Deutschland: „Unternehmen müssen nicht nur entscheiden, wie hoch ihre Risikobereitschaft, ihr Absicherungsbedarf sowie der Aufwand für ihr Schadenmanagement sind, um ihr individuelles optimales Risikokonzept zu erhalten, sondern diese Faktoren bestimmen auch, über welchen Weg sie Risikodeckung und -management einkaufen sollten. Unser neuer Flottencheck liefert eine gute Orientierung für die Beschaffung der Kfz-Versicherung.“ Wenige Klicks führen nach der Auswahl vorformulierter Antworten auf Fragen über die Abwicklung von Unfällen und Schäden sowie die Situation des Risikomanagements zum sofort verfügbaren Ergebnis mit Empfehlungen von LeasePlan. Die Beantwortung ist anonym, kostenlos und unverbindlich. „Risikodeckung“ ist der vierte Flottencheck von LeasePlan, der Fuhrparkverantwortlichen eine Orientierung zu wichtigen Fragen im Fuhrparkmanagement liefert. News Täglich aktuelle News unter www.dmm.travel Gigafactory Grünheide soll wachsen Tesla startet Planungen für die Erweiterung der Gigafactory in Grünheide. Die Produktionskapazität soll von 500.000 Einheiten auf 1 Mio. erhöht werden. Damit wird die Gigafactory das größte Automobilwerk Deutschlands. Nördlich des bisherigen Werks sollen neue Fertigungshallen entstehen. Teil einer Ausbaustufe 1 soll auch ein Bereich zur Sammlung gefährlicher Abfälle und ein Recycling-Standort für Batterieabfälle sein. Aus den aktuell ca. 11.000 Beschäftigten könnten in den kommenden Jahren 22.500 werden.

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