DMM Der Mobilitätsmanager

49 www.dmm.travel 48 Der Mobilitätsmanager 01/02.2024 Der neue ÖBB-Nightjet ist der modernste Nachtzug der Welt. Zog bis 1944 Schnellzüge zwischen Eisenach und Lichtenfels, die BR 62. Text RED Fotos DB I Roco I Märklin Vorbild & Modell • Modellbahnneuheiten 2024 erhielt einen Cisalpino-Lackierung. Im August 2005 mietete Cisalpino Lokomotiven der Baureihe Re 484 der SBB Cargo. Diese wurden für den grenzüberschreitenden EuroCity-Verkehr zwischen Bern, Genf und Mailand verwendet. Der Entfall des Lokomotivwechsels an der Grenze verkürzte die Übergangs- und Gesamtreisezeit. Die Lokomotiven waren mit einem markanten Look in Silber, Rot und Hellblau gestaltet. • Schnellfahrdampflokomotive 18 201 technisch runderneuert und in einer aufwändig bisher nie da gewesenen Version: als KohleLokomotive mit vielen besonderen Details. • Die wichtigsten Noviäten für Liebhaber vergangener Zeiten sind die Dampfloks der beiden Universalgenies unter den Bundesbahndampfloks, Baureihe 38 und 23 • Edition Freilassing: Kult-Altbau-Ellok 144 Vorserienausführung der Kultlok 103, dazu drei Wagensets des einstigen Hispania-Express Piko: Bei den Sonnebergern erscheint der Metropolitanzug, der mit Märklin gemeinsam entwickelt wurde. • Neu sind zwei Versionen des Vectron Dual Mode, eine Siemens Mobility Zweikraftlokomotive, die sowohl über einen Dieselmotor als auch über eine Hochspannungsausrüstung zur Stromabnahme aus der Oberleitung verfügt. Auf diese Weise sind die Maschinen nicht auf den Fahrdraht angewiesen und können über das gesamte Einsatzspektrum flexibler und ressourcenschonender eingesetzt werden. Die Maschinen sollen u.a. beim neuen Fernzug ICL auf den nicht elektrifizierten Strecken eingesetzt werden. Siemens bietet die Lokomotiven in zwei Varianten an: der als BR 248 bezeichnete Vectron Dual Mode und der als BR 249 geführte Vectron Dual Mode light. • E 44 001. Die Erfolgsgeschichte der Baureihe E 44 begann 1930 mit der von den SiemensSchuckertwerken gebauten Vorserienlok E 44 001. Neben diesem Modell erscheint neu auch die Version für die Reichsbahn der DDR. • Neben zahlreichen Varianten bekannter Modelle auch komplett neue Intercity 1-Garnitur, moderne IC-Wagen mit Graffiti, ICR 1-Wagen der NS u.v.a.m.. Brawa: Fernzug F3/4 Merkur. Der Wiederaufbau in Deutschland war im vollen Gange, als die Deutsche Bundesbahn im Sommer 1951 ein Netz aus F-Zügen für den Geschäftsreiseverkehr ins Leben rief. Damit gelang es der DB zum damaligen Zeitpunkt ein deutliches Zeichen gegen den entstehenden automobilen Individualverkehr und die sich rasch entwickelnde Luftfahrtindustrie zu setzen, welches auch im Ausland Anerkennung fand. Von Beginn an war in diesem Zug-Netz auch das Zugpaar F 3/4 von Frankfurt (M) über Köln nach Hamburg und zurück enthalten, welches 1952 den Zug-Namen „Merkur“ erhielt. In der römischen Mythologie ist Merkur der Gott des Handels, der Händler und der Reisenden. Über die Zeit wechselte der Merkur häufiger sein Aussehen, auch die Fahrstrecke wurde den Bedürfnissen der Kunden angepasst. Anfangs übernahmen Lokomotiven der BR 01 die Bespannung der Züge. In den Folgejahren fungierten abschnittsweise die Baureihen 03, 03.10, 18.5, 18.6, 39, V200, E 18 und E 10 als Zuglokomotiven. • Neuauflage des Doppelstock IC 2. 5-teilige Garnitur; dazu passende E-Lok 147.5. • Elektroregionaltriebzug ET 426 der BOB inBlau. Der Triebzug der Baureihe 426 ist zweiteilig und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Die beiden Enddrehgestelle sind angetrieben, das mittlere Jakobsdrehgestell ist antriebslos. Die BOB-Züge werden auf der Südbahn Ulm-Friedrichshafen eingesetzt. • Schnellzugwagen (Schützenwagen) der Bauart 39 der DRG. Die damalige Reichsbahn leizeze mit disen damals windschnittigen modernen Reisezugwagen endgültig das Zeitalter des Schnellverkehrs ein. Das Hauptaugenmerk der Konstrukteure lag auf der möglichst glatten Außenhülle der Fahrzeuge mit namensgebender Schürze. Kriegsbedingt wurden zwischen 1939 und 1940 nur 543 Serienfahrzeuge geliefert. Parallel zu den Sitzwagen stieß die Mitropa bei der Waggonindustrie eine Überarbeitung der WR4ü-35 Konstruktion an. Anders als bei den Sitzwagen entstand jedoch keine gänzlich neue Konstruktion. ••• Brawa bringt die wichtigsten Schützenwagentypen von DRG, DGB und DR.in feinster Detaillierung. Inside Aktuelle Info zu Personalia unter www.dmm.travel Dirk Inger Joanna Geraghty Martina Eggler Michael Garvens Thierry Bolloré (60), ehemaliger CEO von JLR (9/2020-12/2022) und der Renault-Gruppe (11(2018 bis 10/2019), ist in den Vorstand von About:Energy, einem Londoner Entwickler von Batterie-Technologien, berufen worden. In den etwas mehr als zwei Jahren bei Jaguar Land Rover musste Bolloré zahlreiche Herausforderungen meistern, allen voran die Folgen der Corona-Pandemie, der brüchigen Lieferketten und der Chipkrise, die Jaguar Land Rover besonders schwer getroffen hatte. Nach einem massiven Verkaufsrückgang ging die Ära des CEO von JLR am 31.12.2022 zu Ende. Als Direktor beim britischen Spin-out soll der Franzose die Gestaltung der Automobil- und Partnerschaftsstrategie verantworten. Martina Eggler ist jetzt beim französischen Unternehmen für Geschäftsreiseberatung, Areka, gelandet. Dort ist sie Senior Vice President verantwortlich für die DACH-Region. Das in Paris ansässige Unternehmen Areka wurde 2011 gegründet und sieht sich als weltweit führend im Management von Geschäftsreisen, Spesen und strategischen Meetings. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Reisebranche soll Eggler das Wachstum und die Entwicklung der Beratungsdienstleistungen für Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz leiten. Eggler bringt einen großen Erfahrungsschatz in ihre neue Rolle ein. Eggler ist eine Branchenprofessional mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Geschäftsreisebranche. Sie hatte verschiedene Führungspositionen in der Branche inne. Die Düsseldorferin mit deutscher und schweizer Staatsangehörigkeit, war in der Vergangenheit regelmäßige Sprecherin und Podiumsteilnehmerin auf zahlreichen internationalen Business Travel Events und gilt als bekannte Persönlichkeit der Branche. Sie begann ihre Karriere im Hotelvertrieb und gewann in verschiedenen Rollen im Travel- und Daten-Management bei Kuoni und TRX Erfahrung in der Optimierung von Geschäftsreiseprogrammen. Eggler machte nach ihrem Studium der Sprach- und Geisteswissenschaften ihre ersten Vertriebserfahrungen von 1991 bis 1995 als Reservierungs- und Verkaufsleiterin in der Hotellerie. Danach wechselte sie in die Geschäftsreisebranche, zunächst von 1995-1998 als Regionalleiterin bei Kuoni, anschließend als Program Manager bei Carlson Wagonlit Travel. Zwischen Juli 2001 und ihrem Wiedereinstieg bei CWT im Jahr 2002 war sie als Vice President Sales & Client Relation Central Europe beim Prozessoptimierer TRX tätig. Zu CWT kehrte Martina Eggler als Vice President Sales & Program Management, Marketing für Deutschland, Österreich und die Schweiz zurück und war seitdem Mitglied der Geschäftsleitung. Im Oktober 2004 erhielt sie zusätzlich die Verantwortung für Osteuropa. Ab Mai 2007 hatte Martina Eggler die Funktion Vice President Strategic Sales & Program Management, Marketing Central & Eastern Europe inne, bevor sie im August 2011 Vice President Global Strategic Accounts wurde. In dieser Position war sie für den Erhalt und Ausbau des Portfolios von Kunden zuständig, die größtenteils in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in Osteuropa ansässig sind. Dann das für Außenstehende plötzliche Aus bei CWT im August 2017 und der Wechsel vier Monate später zu HRS als Vice President of Global Accounts and Partnerships. Dort wurde sie nicht glücklich und warf das Handtuch nach nur eineinhalb Jahren. Sie fand einen neuen Arbeitgeber in ATG zum 01.01.2020. Zuletzt war sie General Manager für die DACH-Region bei ATG. Eggler berichtet direkt an Pascal Jungfer, Chief Executive Officer und Gründungspartner von Areka. Michael Garvens (65) ist seit 01. Januar 2024 Geschäftsführer der TUIfly GmbH. Er folgte auf Gunnar Krauß, der zusätzlich zu seiner Aufgabe, den Finance Bereich der TUIfly zu führen, für zwei Jahre die Funktion als Geschäftsführer innehatte. Seit 01. Januar 2024 kümmert er sich wieder hauptverantwortlich um TUI fly Finance. Garvens studierte von 1981 bis 1984 BWL an der Wirtschaftsakademie Hamburg und arbeitete zunächst im elterlichen Betrieb. Herbert Wendlik, damaliger Geschäftsführer der Luftfahrtgesellschaft Condor und Garvens ehemaliger Schwiegervater, holte ihn 1986 als Controller zur Hapg Lloyd Luftfahrtgesellschaft 1990 wechselte Garvens zur Lufthansatochter Globe Ground nach Berlin, wo er 1999 die Geschäftsführung übernahm. Vom 01. Februar 2002 bis zu seinem Ausscheiden am 31. Dezember 2017 war Garvens Geschäftsführer der Flughafen Köln/Bonn GmbH. Unter der Geschäftsführung von Garvens wurde Köln/Bonn der am schnellsten wachsende Flughafen Deutschlands. Die Passagierzahlen stiegen in dieser Zeit nach Unternehmensangaben von 5,5 Mio. auf 11,9 Mio. im Jahr 2016. U.a. gelang es ihm, den Flughafen zu einem Drehkreuz für Lowcost-Airlines zu machen. Doch dann der Bruch: Im November 2017 wurde Garvens von der Flughafen Köln/Bonn GmbH beurlaubt, nachdem gegen ihn der Vorwurf der Untreue erhoben worden war. Von einem Wirtschaftsprüfer und einem Beratungsunternehmen wurde damals behauptet, es habe Unregelmäßigkeiten bei Personalpolitik und beim Betrieb des Flughafens gegeben. Garvens ließ die Anschuldigungen als haltlos zurückweisen. Mitte Dezember 2017 schlossen Garvens und die Flughafen Köln/Bonn GmbH einen Aufhebungsvertrag. Im September 2022 stellte die Staatsanwaltschaft Köln das Ermittlungsverfahren wegen Verdacht auf Untreue und Steuerhinterziehung gegen Garvens ohne Auflagen ein. Joanna Geraghty (49), vormals Präsidentin und Chief Operating Officer des Unternehmens, übernimmt zum 12. Februar 2024 die Nachfolge von Robin Hayes als Chief Executive Officer der US-Airline JetBlue. Hayes, war 35 Jahre in der Luftfahrt tätig, davon neun Jahre als CEO von JetBlue. Er gibt seinen Posten ausgesundheitlichen Gründen ab und wird dem Unternehmen in den kommenden Monaten als strategischer Berater fungieren. Während Geraghtys fast 20-jähriger Karriere bei JetBlue hat sie verschiedene Rollen mit zunehmender Verantwortung übernommen. 2018 wurde sie zur Präsidentin und Chief Operating Officer ernannt und war für den Betrieb und die kommerzielle Leistung der Fluggesellschaft verantwortlich, einschließlich Netzwerk, Marke und Marketing sowie Umsatzmanagement. Zuvor war Geraghty als Executive Vice President, Customer Experience, bei JetBlue für Flughäfen, Kundenbetreuung und Bordservice verantwortlich. Sie war außerdem als Executive Vice President, Chief People Officer sowie als Vice President, Associate General Counsel und Director für Rechtsstreitigkeiten und Regulierungsangelegenheiten tätig. Und sie war außerdem Vorstandsmitglied der JetBlue Foundation. Bevor sie zu JetBlue kam, war sie Partnerin bei der Anwaltskanzlei Holland & Knight. Geraghty ist Mitglied des Vorstands von L3Harris Technologies und Vorstandsvorsitzender von Concern Worldwide, einer internationalen gemeinnützigen Organisation. Sie machte ihren Bachelor-Abschluss vom College of the Holy Cross, ihren MasterAbschluss in internationalen Beziehungen an der Maxwell School of Citizenship and Public Affairs der Syracuse University und ihren J.D. vom Syracuse University College of Law. Dirk Inger (57), seit zehn Jahren Hauptgeschäftsführer des Deutschen Reiseverbandes (DRV), hat das DRV-Präsidium um Auflösung seines Vertrages gebeten. Er wird ab Juli 2024 eine neue berufliche Aufgabe übernehmen. Das Präsidium bedauert die Entscheidung Ingers und hat bereits mit der Regelung der Nachfolge begonnen. Ziel ist eine nahtlose Übergabe der Hauptgeschäftsführung. Inger steht dem Präsidium in der Nachfolgeregelung beratend zur Seite. Nach Abschluss seines Magister-Studiums (Politologie) schlug er die journalistische Laufbahn ein, volontierte beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) und arbeitete u.a. für das ZDF und das Fernsehen des WDR. Nach über zehn Jahren als Redakteur und Reporter wechselte der gebürtige Düsseldorfer in den Staatsdienst und wurde im Jahr 2000 stv. Pressesprecher im Bundesministerium des Innern. Fünf Jahre später übernahm er die Leitung Kommunikation im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und war in dieser Zeit Pressesprecher der Bundesminister Stolpe und Tiefensee. Seit 2007 war er im Verkehrsministerium Unterabteilungsleiter für Grundsatzfragen, internationale Politik und Klimaschutz und leitet seit 2010 die Unterabteilung Klima- und Umweltpolitik und Elektromobilität dieses Ministeriums. Zum 01. Juli 2014 übernimmt er die Hauptgeschäftsführung des Deutschen Reise Verbands (DRV) von Hans-Gustav Koch, der den Branchenverband der Touristik nach rund sechs Jahren zum 30. Juni 2014 wie geplant verlassen hatte. Wohin es den früheren Journalisten zieht, ist noch nicht bekannt. Turkka Kuusisto (44) wird den finnischen Carrier Finnair ab 11. Juli 2024 leiten. Zuvor fungierte er als CEO des finnischen Post- und Zustellunternehmens Posti Group Corporation. Sein Vorgänger bei der Fluggesellschaft, Topi Manner, wechselte ebenfalls die Branche und wird neuer CEO des Telekommunikationskonzerns Elisa. ••• Aufsteiger, Umsteiger, Aussteiger Fotos: DRV I JetBlue I LOT Polish Airlines I TAP Air Portugal

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