DMM Der Mobilitätsmanager

22 Der Mobilitätsmanager 03/04.2024 Geschäftsreise • Luftfahrt Text RED Fotos Flughafen Nürnberg I GZ I FMG I Hilton An welchen Airports Geschäfts- oder Privatreisende, ob Vielflieger oder Familien, mit besonders hohen Preisen rechnen müssen, zeigt ein Preisvergleich unter 20 großen Flughäfen in Europa, den Alpen Air veröffentlicht hat. Ausgaben, die in Zusammenhang mit einer Flugreise entstehen, sind für alle Reisende ein finanziell nicht zu unterschätzender Faktor. Schon der Weg zum Airport oder nach der Ankunft zur endgültigen Destination kann teuer sein. Taxi, Busse und Bahnen oder Parkgebühren für das Auto bringen unterschiedlich hohe Kosten mit sich. Und spätestens hinter der Sicherheitskontrolle sind Passagiere dann oft ambitionierten (überhöhten) Preisen ausgesetzt, die Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleister dort verlangen. Dass der Flughafen ein Ort ist, an dem die Preise für Waren und Services oft höher sind als anderswo, ist bekannt. Weniger „jucken“ dürften all jene Geschäftsreisende die hohen Preise, die ihre Ausgaben weitgehend von ihren Arbeitgebern ersetzt bekommen oder die Zugang zu einer Lounge haben. Privat Reisenden aber reißen die meist aufgerufenen Preise in den Terminals schon vor dem Start bzw. der Ankunft am Ziel ein erstes Loch in die Reisekasse. Doch welche sind die teuersten Flughäfen in Europa? Dafür haben die Datenanalysten von Alpen Air verschiedene ausgewählte Kostenpunkte, mit denen Passagiere besonders häufig konfrontiert sind, für 20 der größten Airports in Europa ausgewertet. Analysiert wurden dabei Ausgaben für: • Langzeit-Parken (24 Stunden) • Taxifahrt (in die/ aus der Innenstadt) • Nahverkehr (in die/ aus der Innenstadt) • Kaffee (hinter der Sicherheitskontrolle) • Burger (hinter der Sicherheitskontrolle) • Zutritt zur Airport-Lounge • Nacht im Airport-Hotel Eine statistische Auswertung der gewonnenen Daten gibt Aufschluss über die teuersten Airports in Europa und die folgende Rangliste. Oslo-Gardemoen OSL ist der teuerste Flughafen Europas. Betrachtet man die verschiedenen relevanten Kostenpunkte, von Parken bis Kaffee to go, ergibt sich der internationale Airport von Oslo (Gardermoen) als teuerster Flughafen Europas. Mit 90 Euro ist die Taxifahrt in die Innenstadt (oder zurück) in keiner anderen Stadt so teuer wie in Norwegens Hauptstadt. Die Autofahrt dauert 50 Minuten. Deutlich schneller und günstiger geht es mit der Bahn. Etwa 11 Euro kostet das Zugticket vom Flughafen ins Stadtzentrum von Oslo. Im internationalen Vergleich ist aber auch das 11 Euro-Ticket relativ teuer. Im Schnitt kostet ein Nahverkehrsticket zum Flughafen in den untersuchten europäischen Städten 6,41 Euro. Der Flughafen München ist insgesamt der teuerste deutsche Airport: Schon die S-Bahn vom Hauptbahnhof zum Flughafen kostet 14,80 Euro. Reisende, die mit dem Taxi zum Flughafen wollen, sind etwa 80 Euro los. Parken an deutschen Flughäfen. Zwischen 30 und 70 Euro am Tag sind zu berappen. Bequem mit dem eigenen Auto oder Geschäftswagen zum Flughafen fahren und es dann dort für ein paar Tage parken, kann ins Geld gehen. Beim Vergleich der Langzeit-Parkgebühren an deutschen Airports ist der Hamburger Flughafen mit einem Tarif von 30 Euro für eine Parkdauer von 24 Stunden noch am erschwinglichsten. Mehr als doppelt so viel verlangt der Parkhausbetreiber APCOA am Hauptstadtflughafen BER: 70 Euro für 24 Stunden. Berlin ist damit die Stadt in Europa mit den höchsten Parkgebühren und auch weltweit an der Spitze. In München, Köln/Bonn und Frankfurt kostet der Tagestarif 39 Euro, in Stuttgart 35 Euro. Am günstigsten parken Reisende am neuen internationalen Airport Istanbul für schmale 3 Euro am Tag. AM AIRPORT WIRD’S TEUER Die Sicherheitsvorkehrungen schlagen sich auf alle Preise nieder. S-Bahn zum Flughafen, Inzwischen auch viel teurer geworden Als vielfliegender Geschäftsreisender erlebt man das ständig: Der Aufenthalt am Flughafen kann ins Geld gehen; denn Vieles kostet etwas mehr. Schon das Parken ist oft abstrus teuer. Wohl dem, der einen kostenfreien Zugang zur Lounge hat. Dort muss man wenigstens für Essen und Trinken sowie Zeitungen nichts bezahlen.

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