DMM Der Mobilitätsmanager

30 Der Mobilitätsmanager 03/04.2024 Text RED Fotos Autobahn GmbH I DMM Geschäftswagen • Energieversorgung Die Inbetriebnahme der neuen Ladeparks mit Ladeleistungen von bis zu 400 kW pro Ladestation ist bis Ende 2026 geplant. Anschließend wird sie das Konsortium Autostrom bis Anfang 2032 betreiben mit einer Verlängerungsoption von zwei Jahren. Führende Konsortialpartner des AutostromKonsortiums sind das auf Bau, Immobilien und Infrastruktur spezialisierte Beratungs-, Planungs- und Projektmanagementunternehmen Drees & Sommer SE (Stuttgart), das in Hannover beheimatete Energieversorgungsunternehmen enercity AG sowie der Ladepark- und Tankstellenbetreiber Q1 Energie AG (Osnabrück). Mitglieder des Konsortiums sind außerdem die Pohl-Gruppe, ein auf Energie-, Infrastruktur- und Verkehrswegebau spezialisiertes Unternehmen (Hohenwestedt), das Kölner Energieversorgungsunternehmen RheinEnergie AG, das mit seinem Tochterunternehmen TankE GmbH auf den Bau und Betrieb von Ladeinfrastruktur spezialisiert ist, die SWN Stadtwerke Neumünster sowie der Paderborner Dienstleister für Ladeinfrastruktur Westfalen Weser Ladeservice. Mit dem Deutschlandnetz sorgt der Bund für eine flächendeckende, bedarfsgerechte und zuverlässige Schnellladeinfrastruktur – sowohl an den Bundesautobahnen als auch im urbanen, suburbanen und ländlichen Raum. Nach der Vergabe von 900 regionalen Schnellladestandorten in Form von 23 sogenannten Regionallosen im September 2023 hat der Bund mit der Zuteilung der sechs Autobahnlose nun den zweiten Schritt gemacht. Insgesamt geht es um rund 200 Standorte, die an den Autobahnen an unbewirtschafteten Park- und Rastplätzen entstehen sollen. Autobahn-Standorte und Regionallose sind aufeinander abgestimmt, um Überlagerungen zu vermeiden. Das Deutschlandnetz enthält mit den beiden Ausschreibungen insgesamt mehr als 1.000 Standorte und stellt so sicher, dass der nächste Schnellladepunkt überall in Deutschland in wenigen Minuten zu erreichen ist. Das Hauptproblem: Diese Rastplätze werden zumeist ab den Abendstunden und die ganze Nacht über von wild parkenden Lkw einfach zugestellt und können von Pkw gar nicht erst angefahren werden. Die Autobahn GmbH muss also absolute Parkverbote für Lkw erlassen, weil sonst die künftige Ladestruktur sinnlos ist. Insofern sind die folgenden Statements das Papier nicht wert, auf das sie geschrieben worden sind. Bundesverkehrsminister Volker Wissing: „Individuelle Mobilität ist ein hohes Gut in einer freien Gesellschaft. Deshalb freut es mich sehr, dass das Deutschlandnetz jetzt um Schnellladepunkte im bundesweiten Autobahnnetz erweitert wird. Damit wächst das Angebot für die Nutzer und das Ladenetz an Autobahnen wird spürbar dichter. Unser Ziel ist, dass bundesweit der nächste Schnellladestandort in wenigen Minuten erreichbar ist.“ Unternehmen, die den Zuschlag für ein Autobahnlos erhalten haben, übernehmen als Charge Point Operator, kurz CPO, den Aufbau und Betrieb der Stationen. Der Bund erhält im Gegenzug für seine finanzielle Förderung acht Jahre lang einen Teil der Einnahmen. Auf dem rund 13.000 km umfassenden Autobahnnetz in Deutschland stehen den Verkehrsteilnehmern aktuell rd. 440 bewirtschaftete Rastanlagen mit Servicebetrieben wie Tankstelle und Raststätte sowie etwa 1.500 unbewirtschaftete Rastanlagen zur Verfügung. SCHNELLLADEPARKS AN AUTOBAHNEN – GUT UND SCHÖN Wäre schön, wenn es an unbewirtschafteten Autobahnparkplätzen mit Schnellladesäulen so aussehen würde. Aber Lkw verderben E-Fahrern die Lust am Laden. Die Autobahn GmbH des Bundes erteilte dem Konsortium Autostrom den Auftrag für Finanzierung, Planung, Bau und Betrieb von neuen Schnellladeparks mit mehr als 300 Ladepunkten auf unbewirtschafteten Rastanlagen an Autobahnen. Hauptproblem: Die Rastplätze sind meist ab den Abendstunden durch Lkw blockiert.

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