Zukunft der Mobilität In München zu erleben ••• Ärger um Änderung der Fluggastrechte ••• Ziel: Für Passagiere soll alles schlechter werden Juli/Sep. 2025 69707 I 6,50 Euro www.dmm.travel TÄGLICH AKTUELLE BRANCHEN-INFORMATIONEN UNTER WWW.DMM.TRAVEL Bleisure scheint sich zu etablieren ••• Geschäftsreisende nutzen die Chance Veranstaltungs- Business läuft ••• Die MICE-Branche hat sich erholt T&E-Studie: Düstere Vorhersage ••• Verbrennerverbot muss bleiben
3 www.dmm.travel Wenn in München demnächst die IAA Mobility 2025 startet, dann erkennt man rasch, dass die Messe dem Thema Mobilität nur bruchstückhaft gerecht wird. Auch wenn die Macher sie als „das größte Mobilitätsevent“ der Welt und als zentralen Treffpunkt für Mobilität, Nachhaltigkeit und technologische Innovation bezeichnen, ist das Münchner Event schwerpunktmäßig eine Autoshow. Bahn und Luftfahrt haben ihre eigenen globalen Leitmessen. Und in Sachen Fahrrad ist die IAA Mobility nur ein Schatten der Frankfurter Eurobike. ••• Der von US-Präsident Donald Trump angezettelte Reiseboykott nicht nur der Kanadier in die USA verschärfte sich seit seinem Amtsantritt bei Flug- und Autoreisen. Aktuelle Zahlen von Statistics Canada zeigen, dass sich die Zahl der kanadischen Privat- und Geschäftsreisenden kontinuierlich nach unten bewegt. Laut der U.S. Travel Association könnte bereits ein Rückgang des kanadischen Tourismus um 10 % zu Einnahmeverlusten in Höhe von 2,1 Mrd. US-Dollar führen und 140.000 Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten gefährden. Rückgang. Damit nicht genug verzeichnen die USA dank der Kapriolen ihres Präsidenten in diesem Jahr bisher einen deutlichen Rückgang der internationalen geschäftlichen und privaten Reisetätigkeit. Kanadier stellen laut dem US-amerikanischen National Travel and Tourism Office (NTTO) die größte Gruppe ausländischer Touristen in den USA und machen rund ein Viertel aller ausländischen Besucher aus. Die USTA schätzt, dass die USA jährlich 1,8 Mrd. US-Dollar an reisebezogenen Exporteinnahmen verlieren, wenn die Ausgaben internationaler Besucher nur um 1 % zurückgehen. Wenn die Reisen in die Vereinigten Staaten sich weiter reduzieren, werden den USA mindestens 21 Mrd. US-Dollar an Reiseexporten entgehen. Doch Donald Trump ist das egal. Er machte kürzlich „Deals“ mit Saudi Arabien und dem Golf Emirat Katar, die den USA hunderte Milliarden an Investitionen bringen. Auf den Tourismus will er offensichtlich verzichten. Terminwahl. Zwischen 19. Und 23. Mai gab es für Mobilitäts-/Travelmanager gleich drei große Veranstaltungen, die jede für sich genommen hoch interessant gewesen wäre. Zeitlich aber fanden sie parallel in Ingolstadt (VDR-Tagung), IMEX (Frankfurt/M.) und EBACE (Genf) statt. Die Terminwahl war auch insofern unglücklich, weil alle drei Veranstalter auf eine jeweils weitgehend identische Klientel abzielten. Und schließlich hatten wir an genau diesen Tagen zwei weitere bedeutsame Termine, die wir nicht sausen lassen konnten. Genau so kommt es, wenn man sich untereinander nicht verständigt. China kommt. Das Reich der Mitte ist längst Pacemaker in Sachen Mobiltät, insbesondere weltweiter Leitmarkt für E-Mobilität. Deutschland ist auf Platz 5 gefallen hinter Großbritannien, Frankreich und USA. BYD & Co. demonstrierten im Frühjahr in Shanghai, was sie unter Kulturrevolution in Sachen Mobilität verstehen. Verbrenner sind out. Und das wollen sie zusammen mit weiteren potenten Autokonzernen aus dem Reich der Mitte auch in München zeigen. Auf der Schiene sind die Chinesen schon globale Nummer eins, auf der Straße haben sie die großen Märkte USA und Europa schon abgehängt und in der Luftfahrt wollen sie Boeing, Airbus & Co. ebenfalls das Fürchten lehren. Ich bin gespannt, in welchen Land- und Luftfahrzeugen wir in wenigen Jahren auf Geschäftsreise gehen. CO2-Ziele bis 2027. Das Europäische Parlament in Straßburg hat Änderungen an den EU-Standards für Kohlendioxidemissionen unterstützt, die die Situation der Autohersteller verbessern sollen. Auf diese Weise würden die Hersteller in diesem Jahr Strafen für die Nichterfüllung der Ziele vermeiden. Nach Schätzungen deutscher Automobilkonzerne hätten die Strafen insgesamt bis zu 15 Mrd. Euro erreichen können. Was aus Sicht der Wissenschaft überhaupt nicht nachvollziehbar ist, ist die Forderung vor allem des VDA, das Verbrennerverbot ab 2035 zu kippen. Müssen erst München, Ingolstadt, Stuttgart, Wolfsburg usw. brennen oder unter Wasser stehen? Die jüngsten Feuersbrünste auf dieser Erde, die katastrophalen Überschwemmungen mit vielen Toten u.a. in Texas, reicht das nicht? Freuen Sie sich auf eine spannende Lektüre und schauen Sie auch auf dmm.travel, das Infoportal für Unternehmensmobilität. Gernot Zielonka Herausgeber und Chefredakteur WIR SIND 20 GEWORDEN DMM feiert 20. Geburtstag. 2005 in NewYork entstanden haben wir uns über die Jahre zu „dem Fachmedium für Unternehmensmobilität“ entwickelt. Mit Beginn dieses Jahres habe ich aus Alters- und Gesundheits- gründen DMM in die Hände der Schlüterschen Fachmedien gegeben. Universität und mehr als viereinhalb Jahrzehnte als Blattmacher und „Erfinder“ des Unternemensmobilitätsmanagements“ sollten genug sein. Editorial • Unter uns
4 Inhalt • Juli–September 2025 Bild IAA Mobility I BMW I MCCA Titelmotiv IAA Mobility 1 Mio. Jobs bedroht? Die Umweltorganisation T&E warnt vor der Aufweichung des Verbrennerverbots 2035. Der VDA und die Autobauer fordern genau dies. Dann aber, so sagen es die Experten, könnte es zum Verlust von 1 Mio. Arbeitsplätzen kommen. Veranstaltungsmarkt boomt Signifikant steigende Teilnehmerzahlen bei Präsenzveranstaltungen und mehr Internationalisierung bestätigen das MICE-Markt-Wachstum. Auch ist die Zahl der promotablen Geschäftsreisen überproportional um 13 % geklettert. IAA Mobility 2025 Sie ist ein großes Mobilitäts-Event mit Schwerpunkt Automobil, die IAA Mobility. Unter Einbeziehung von Innenstadt und Messe München werden die jüngsten Entwicklungen überwiegend automobiler Mobilität präsentiert. Trendmonitor 5 I Verpflichtung zur Nachhaltigkeit News 6 I Wissenswertes in Kürze Titelstory 10 I IAA Mobility 2025 Das große (Auto)Mobilitäts-Event in München will zeigen, wohin und womit wir uns mittelfristig bewegen. Geschäftsreise 14 I Entschädigung adieu Auf Druck der Airlines will die EU die Fluggastrechte verschlechtern. 16 I Zug buchen wie den Flug Mit einem einzigen Bahnticket durch ganz Europa reisen. 17 I Kosteneffizienz vor Nachhaltigkeit Mobilitätsentscheider betrachten Kosteneinsparungen als vorrangig. 18 I Entwicklung Bleisure Der Trend Dienstreisen mit Urlaubstagen zu verlängern, nimmt Fahrt auf. 21 I Travel Risk Management Sicherheit und Wohlbefinden von Reisenden sind zu gewährleisten. 22 I Bonusprogramme 07–09.2025 Nun können auch Frequent Travleer die ITA-Lounges nutzen. 24 I Geschäftsreise heute und morgen Fragezeichen stehem hinter derFortsetzung des Business as usual. Geschäftswagen 28 I 1 Million Jobs bedroht? Sollte das Verbrennerverbot ab 2025 kippen, sind viele Arbeitsplätze weg. 31 I Ladeversprechen ist das eine... ...ob es klappt, das andere. Wie es sein sollte, zeigen USA und China. 32 I Flottenchefs kontra Einkauf Fuhrpark und Einkäufer sind in vielen Firmen Gegenspieler. 34 I E20 ersetzt E10 und E5 Ein neuer Treibstoff kündigt sich an, ethisch allerdings bedenklich. 35 I Gewerblicher Markt Die steuerliche Erleichterung für Unternehmen bei der Beschaffung von BEV hat einen Haken. MICE 36 I Veranstaltungsgeschäft boomt Steigende Teilnehmerzahlen vor allem bei Präsenzveranstaltungen. Recht & Steuern & Urteile 40 I Vom geldwerten Vorteil In vielen Firmen werden Arbeitnehmer nicht nur in Form von Gehalt und Bonuszahlungen entlohnt. Hotel 43 I Eine Legende kehrt zurück In Leipzig wurde das Lumière Hotel Fürstenhof eröffnet. Vorbild & Modell 44 I Legendäre 01 wird 100 Die berühmte Schnellzug-Dampflok war ab 1925 bis in die 60er Jahre das Zugpferd für Millionen von Geschäftsreisenden. Kommunikation 46 I Warnung vor Powerbanks Nach vielen Vorfällen haben die Fluggesellschaften strikte Richtlinien für die Stromspeicher erlassen. 48 I Besser arbeiten mit iPad OS26 Leistungsstarke neue Features machen das Tablet noch vielseitiger. Inside 49 I Köpfe & Skurriles Vorschau 50 I DMM 04.2025 und Impressum Seite 28 Seite 10 Seite 36 Die nächste Ausgabe »DMM - Der Mobilitätsmanager« 04.2025 erscheint am 31.10.2025
5 www.dmm.travel Trendmonitor Foto S&D Online-Info vdr-service.de I concur.de Aktuelle Markt- und Preis- entwicklungen im Business Travel Marktbeobachtungen von DMM ZUR OPTIMIERUNG IHRES BUSINESS: IN JEDER AUSGABE DIE AKTUELLEN BRANCHENTRENDS IN ZAHLEN NACHHALTIGKEITS-TREND = VERPFLICHTUNG Der Markt I Juli – September 2025 Nachhaltigkeit ist eine Verpflichtung. Und sie ist für Mobilitätsmanager eine anspruchsvolle Aufgabe. Wenn sie die richtigen Schritte anwenden, dann werden sich die Mitarbeitenden/Dienstreisenden an die klimaschutzorientierten Richtlinien halten und Entscheidungen im Sinne der Nachhaltigkeit treffen. Wie Mobilitätsmanager Geschäftsreisen nachhaltiger gestalten können. 1. Reiserichtlinien anpassen: Mann kann die Reisegwohnheiten der Mtarbeitenden bereits vor jeder Buchung nachhaltig steuern: Vorgaben wie z.B. die obligatorische Wahl von Zug statt Flug innerhalb Deutschlands sollten ebenso in die Reiserichtlinien integriert werden wie das Gebot, international nur Direktflüge zu buchen. In diesen Prozess unbedingt Partner wie Airlines und Hotels einbeziehen, 2. Nachhaltigkeit reporten: Längst nicht alle Mobilitätsmanager kennen die Nachhaltigkeitszahlen ihre Arbeitgebers. Bislang gilt es als schwierig, exakte Daten über die Reisen, Übernachtungen und Fahrten eigener Mitarbeiter zu berechnen. Ein Irrtum, da durchaus Tools fürs Reporting der derzeitigen Belastungen zur Verfügung stehen. Die daraus resultierenden Reportings erleichtern die kontinuierliche Senkung des CO2-Ausstoßes. 3. Mobilität am Zielort verbessern: Kaum jemand kennt alle Tipps und Tricks, wenn es um den ÖPNV in New York, Hongkong oder der anderen Metropolen geht. Mobilitätsmanager sollten sich Tipps liefern lassen, um die schnellsten und günstigsten Verbindungen an den Zielorten zu finden. Dann wissen ihre Reisenden auch, ob es statt Taxi auch ressourcenschonende ÖPNV-Anbieter vor Ort gibt. 4. CO2-Ausstoß bei Flugreisen: Schon während der Buchung zeigen immer mehr Anbieter bei Flugverbindungen die CO2-Belastung an und ermöglicht so die Wahl der nachhaltigsten Route. Z.B. mit TripIt, Carbon Trust CO2-Fußabdruckrechner für KMU; TerraPass Calculator; The Business Emissions Evaluator etc. kann jeder Nutzer seinen persönlichen Carbon-Fußabdruck einsehen und sich so Ziele setzen. Wichtig ist, bei den Reisenden für mehr Umweltbewusstsein zu sorgen. 5. Reisen papierlos abwickeln: Man glaubt es kaum, aber in immer noch viel zu vielen Firmen beherrscht Papier das Geschehen. Dabei ist kein Geheimnis, dass sich Papierverschwendung negativ auf die Umwelt auswirkt. Ob Buchung der Reporting, Stornierung oder Support, die einschlägigen Anbieter packen das gesamte Geschäftsreisemanagement in ein einziges Tool. 6. Ausgleichsprogramme nutzen: Geschäftsreisen ohne Emissionen gibt es nicht. Dennoch kann jedes Unternehmen einen Beitrag zur Klimaentlastung leisten. Sowohl Airlines als auch gemeinnützige Institutionen bieten die Möglichkeit, in Klimaschutzprojekte und Aufforstungsmaßnahmen zu investieren. Am besten mit den entsprechenden Organisationen zusammenarbeiten und einen Partner wählen, der zu einem bzw. dem Unternehmen passen. Nicht vergessen: Die Reisenden auf Programme aufmerksam machen, die z.B. gewonnene Flugmeilen zu Bäumen umwandeln. 7. Plastik und Müll vor Ort vermeiden: Den Mitarbeitenden helfen, mit wenig Aufwand, Plastik und Müll auf Geschäftsreisen zu vermeiden. Man kann z.B. Thermobehälter für Getränke ausgeben und die Reisenden in Sachen nachhaltiges Verhalten unterweisen. In dem Zusammenhang die Reiserichtlinien mit kleinen, einfachen und Tipps und Tricks rund um mehr Umweltfreundlichkeit aktualisieren.Die Mitarbeitenden entsprechend schulen und positives Verhalten incentivieren. 8. Botschafter werden: In nach wie vor zahlreichen Firmen fehlen zu Thema Klima noch eindeutige Verhaltensregeln. Unser Tipp: Zum Experten in Unternehmen werden und z.B. interne Ideenwettbewerbe ausrufen. •••
6 Der Mobilitätsmanager 07–09.2025 Täglich aktuelle News unter www.dmm.travel News ••• Luftfahrt Air France: USA-Angebot wird im Herbst angepasst. So verkleinert die Airline vom 01.09. bis zum 25.10. u.a. das Angebot nach Atlanta, Los Angeles, New York-JFK und Washington-Dulles Alaska Airlines: Ab Mai 2026 Nonstop-Flüge zwischen Seattle und Rom. Asiana Airlines: Seit 07.08.2025 fliegt die Korean-Air-Tochter wieder regelmäßig mit A380 nach Frankfurt. 4x/Woche. Condor: Ab 01.05.2026 von Frankfurt nach Barcelona, Budapest und Venedig. Flüge starten morgens, mittags und abends. Edelweiss: Zürich - Seattle und bis 05. Oktober Direktflug von Zürich nach Halifax. Do und So. Flughafen München: Gewinner des Digital Transformation Award. Hawaiian Airlines: Beitritt zur Oneworld-Allianz 2026, einheitliches Treueprogramm mit Alaska Airlines. ITA Airways: Nun im Terminal 1 in Frankfurt und im Terminal 2 in München, sodass alle Lufthansa Group Netzwerk-Carrier nun an sämtlichen Drehkreuzen der LH- Group „unter einem Dach“ operieren. Beitritt zur Star Alliance Anfang 2026. Latam: Langstreckenflotte mit WLAN ab 2026 auf São Paulo – London oder Lima – Madrid . Lufthansa Group und Airbus: Kooperation im Bereich nachhaltigerer Geschäftsreisen. Airbus nutzt für alle innerdeutschen Lufthansa Flüge seiner Mitarbeitenden den „Sustainable Corporate Value Fare“. Dieser Lufthansa Group Firmenkundentarif ermöglicht den Ausgleich eines Teils der berechneten CO2-Emissionen durch den nachträglichen Einsatz von SAF im Flugbetrieb. Oman Air: Ausweitung ihres Europa-Angebots im Winter. Mehr Frequenzen nach Mailand, Moskau und Paris. Auch öfter nach München. South African Airways: Nach schwierigen Jahren wieder profitabel. SAA finanziert ihren Betrieb sowie Flottenerweiterung inzwischen eigenständig, ohne staatliche Garantien. Turkish Airlines: CodeshareAbkommen mit TAP Air Portugal um Strecken nach Brasilien, Marokko, Katar und Mauritius erweitert. Auch die türkischen Städte Dalaman und Bodrum wurden in das Abkommen aufgenommen. United Airlines: Die App der USAirline bietet künftig mehr Informationen zu Anschlussflügen. Dazu gehören z.B. personalisierte Wegbeschreibungen zu Anschluss-Gates samt geschätzter Gehzeit und Echtzeit-Updates zum Flugstatus. Virgin Atlantic: Bis 2028 erhalten die B787-9 ein neues Kabinendesign mit mehr Premium- und Upper-Class-Sitzen sowie erstmals acht Retreat Suites. ••• Fraport NEUES PARKHAUS AM T3 IN BETRIEB Flugreisenden stehen ab sofort 2.000 weitere Pkw-Stellplätze am Rhein-Main-Airport Frankfurt zur Verfügung. Damit erweitert Fraport das Parkplatzangebot. Die Stellplätze sind Teil des Holiday Parking Süd und befinden sich im neuen Parkhaus des Terminal 3 unmittelbar neben der CargoCity Süd. Das Parkhaus, das 24 Stunden geöffnet ist, besteht aus acht Ebenen und ist mit mordernster Technik ausgestattet. Um einen Stellplatz nutzen zu können, ist vorab eine Buchung erforderlich. Zudem gilt eine Mindestparkdauer von drei Tagen. Interessierte buchen ganz einfach online neun Monate bis zu 24 Stunden vor Abreise unter: Parkangebot (frankfurt-airport.com). Vom Parkhaus des künftigen Terminal 3 gelangen Reisende rund um die Uhr mit einem kostenlosen Shuttle-Bus zu Terminal 1 und 2. Der Shuttle fährt direkt vor dem Parkhaus ab und benötigt bis zum Terminal 1 circa 15 und bis zum Terminal 2 etwa 30 Minuten. Die Abfahrt am Parkhaus Terminal 3 erfolgt rund um die Uhr zur vollen und zur halben Stunde. Der Transfer zurück zum Parkhaus ist ebenfalls kostenlos. Das Holiday Parking Süd ist zunächst bis zur Inbetriebnahme des Terminal 3 im Jahr 2026 verfügbar. Saudiarabien baut weltgrößten Airport In der saudiarabischen Wüste soll vor den Toren Riads in den kommenden sechs Jahren der weltgrößte Flughafen entstehen. Er soll jährlich ca. 120 Mio. Passagiere abfertigen können. Bis 2050 sollen es 185 Mio. werden. Entstehen soll ein Airport, den die Welt so noch nicht gesehen hat, hieß es bei der Präsentation des Mamut-Projekts. Das Königreich will sich unabhängiger von den Erdölexporten machen und mehr auf Hightech-Industrie und Tourismus setzen. Der Plan sieht vor, dass der King Salman International Airport im Jahr 2030 eröffnet. Dann soll der Airport der weltgrößte Flughafen sein. Damit das Passagiervolumen gesteigert werden kann, soll die Anzahl der Flüge auf mehr als 1 Mio. pro Jahr hochgefahren werden, sobald der neue Airport in Betrieb geht. Der Flughafen soll u.a. sechs Start- und Landbahnen bekommen. Und Kapazitäten für den Frachttransport von jährlich 3,5 Mio. Tonnen. Alles soll so umweltfreundlich wie möglich sein durch nachhaltige Energiegewinnung, effiziente Abläufe und neueste Innovationen. Es sollen allerdings in der Wüste gigantische Ressourcen verbraucht werden. Mit dem Design und der Projektplanung für den King Salman International Airport wurde das renommierte britische Architekturbüro „Foster + Partners“ beauftragt. Den Auftrag für den Bau hat die Mace Group aus Großbritannien erhalten, die auch einen diesbezüglichen langfristigen Vertrag mit dem Flughafen London Heathrow hat. Derzeit zählt der Flughafen in Atlanta (Georgia) die meisten Fluggäste pro Jahr: 93,7 Mio. Dahinter folgen Dallas mit 73,4 Mio. und Denver mit 69 Mio.. In Europa zählt Istanbul mit 64,3 Mio. Passagieren und London Heathrow mit 61,6 Mio. Fluggästen zu den größten Airports. Atlanta auch 2024 verkehrsreichster Airport OAG Worldwide Limited meldete für jeden der zehn verkehrsreichsten Flughäfen der Welt im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr Kapazitätssteigerungen. Vier dieser zehn Airports befinden sich in den Vereinigten Staaten, drei in Asien, zwei in Europa und einer im Nahen Osten. Laut Official Airline Guide behielt Atlanta Hartsfield-Jackson 2024 seinen Spitzenplatz mit mehr als 62,7 Mio. verfügbaren Flugzeug-Sitzplätzen. Dieser Wert liegt jedoch 1 % unter seinem Kapazitätsniveau im Jahr 2019. Die nächsten fünf verkehrsreichsten Flughäfen landeten auf den gleichen Plätzen wie im Jahr 2023 (Dubai, Tokyo Haneda, London-Heathrow, Dalls FortWorth, Denver, Guangzhou), während Istanbul mit 48,5 Mio. Sitzplätzen vom siebten auf den achten Platz zurückfiel und Chicago O’Hare (mit fast 47 Mio.) lag auf dem 10. Platz, gegenüber dem neunten im letzten Jahr. O‘Hare ist auch der einzige andere Top-10-Flughafen, der einen Kapazitätsrückgang von 7 % gegenüber 2019 meldet. Die einzigen beiden Flughäfen in den weltweiten Top 10, die ihre Position im Jahr 2024 jeweils verbessert haben, befinden sich in China: Guangzhou, der im Jahr 2023 von Platz 10 auf Platz sieben landete, mit einer Kapazitätssteigerung von 12 % gegenüber dem Vorjahr, und Shanghai auf Platz neun, von Platz 15 eine Kapazitätssteigerung von 29 % gegenüber dem Vorjahr. Foto: Fraport
www.dmm.travel 7 News ••• Hotel & Veranstaltung Accor: Wachstumsstrategie wird zunehmend auf das Premiumsegment ausgerichtet. Mittlerweile entfallen 50 % aller neuen Hotelverträge auf Premiummarken wie Pullman, Swissôtel oder Mövenpick. Adagio: In Stuttgart hat ein neues Adagio Aparthotel eröffnet. 121 Apartments sind offen gestaltet. Aspire Hotel Group: In Oldenburg soll 2026 das Vienna House by Wyndham eröffnet werden. BWH Hotels: Neues LifestyleHotel der Marke Aiden by Best Western in Velbert. 110 Zimmer, 8 Tagungsräume. Dormero: Zum Jahresende wird das ehemals als Loginn geplante Hotel in Mönchengladbach eröffnen. 110 Zimmer. 25 Apartments. Hilton: Nahe Messezentrum entsteht das Hampton by Hilton Salzburg. 99 Zimmer. Luxushotelmarke Waldorf Astoria kommt nach Skandinavien. Das historische Hotel Maria in Helsinki wird künftig unter dem Namen Waldorf Astoria Helsinki betrieben. H World International: Mit dem Zleep Hotel Frankfurt Airport Kelsterbach feiert die Marke Zleep Hotels ihren Markteintritt in Deutschland. 175 Zimmer. Airport-Shuttle-Service. Hyatt: Neue Hotels im LifestyleSegment in Europa, Afrika und dem Nahen Osten. Bis 2027 sollen 14 neue Hotels eröffnet werden. Dazu gehören Hotels wie The Standard, Brussels, Hotels der Marken Andaz und The Standard in Lissabon und ein Andaz in Magna, der Küstendestination von NEOM (Saudi-Arabien). Leonardo: Zum 01.07. hat Leonardo das Radisson Blu in Erfurt übernommen. Das Hotel wird in Nyx Hotel Erfurt by Leonardo Hotels umbenannt und bei laufendem Betrieb auf den NyxStandard gebracht. Das Haus hat 284 Zimmer, darunter 31 Suiten. Marriott: W Florence hat eröfnet.119 Zimmer, darunter 16 Suiten und ein Penthouse. Portfolio der Mittelklassemarke Four Points Flex by Sheraton in Europa wird bis Ende 2026 verdoppelt. Novum Hospitality: Als Teil des Mixed-Use-Projekts „Blue Gate“ in Aachen soll das neue Holiday Inn – the niu Aixley 2027 eröffnen. 160 Zimmer. Numa Group: Im Münchener Werksviertel entstehen bis 2028 126 moderne Apartments. Radisson: Ende 2026 soll das neue Radisson Red Berlin Potsdamer Platz eröffnen. 249 Zimmer, 950 m2 Tagungsfläche. In Krefeld entsteht mit dem neuen Radisson Hotel Krefeld ein VierSterne-Haus mit 138 Zimmern. Ruby Hotels: Für das Hotel am Kurfürstendamm in Berlin wird das denkmalgeschützte Gebäude (Hausnr. 227) zu einem Hotel mit 375 Zimmern umgestaltet. ••• A-Rosa A-ROSA KITZBÜHEL FIRMIERT JETZT ALS SCHLOSSHOTEL KITZBÜHEL Der langjährige Pachtvertrag für das A-Rosa Kitzbühel ist ausgelaufen. Die Eigentümer haben gemeinsam mit dem bisherigen Betreiber, der DSR Hotel Holding, entschieden, das Haus zukünftig eigenständig zu führen. Dabei agiert das Schlosshotel Kitzbühel als Franchise-Partner der DSR Hotel Holding und wird unverändert unter der etablierten Marke A-Rosa Collection vermarktet. Alle bestehenden Buchungen behalten uneingeschränkt ihre Gültigkeit, so die DSR Hotel Holding. Das traumhaft gelegene Hotel war im Dezember 2005 als eines der ambitioniertesten Hotelprojekte in den Alpen eröffnet worden. Mit 150 Zimmern, einem 3.000 m2 großen SPA-Bereich und direkter Lage am Golfplatz Kitzbühels setzte es von Beginn an Maßstäbe im Luxussegment. Im Laufe der Zeit wurde das Hotel zum FünfSterne-Haus entwickelt und galt als ein wichtiges Aushängeschild der einstmals eigenständigen A-Rosa Gruppe. Hotelgäste können u.a. ihre E-Autos laden. Amex GBT integriert Hotel-Marketplace auf Concur-Plattform Amex GBT hat seinen Hotelmarktplatz in die neue Concur Travel-Lösung über Hotel Connector integriert. Ermöglicht wird dadurch ein nahtloser Zugang zu den umfassendsten Hotelangeboten für Geschäftsreisen. Neben ihren ausgehandelten Hotelprogrammen können gemeinsame Kunden zusätzliche Inhalte mit mehr als 2 Mio. Hotels in 180 Ländern und einer breiten Palette von Tarifen hinzufügen, inkl. der Tarife der bevorzugten Partner von Amex GBT und der Angebote von Expedia und Booking.com. Weitere Vorteile • KI-gestützte Lösung und verbessertes Benutzererlebnis mit intuitiver Benutzeroberfläche. • Umfangreichere Inhalte mit verbesserten Bildern, Beschreibungen und detaillierten Informationen, um Reisenden die Entscheidungsfindung zu erleichtern. JESTA: Japan plant neues Einreisesystem Japan plant ein neues digitales Einreisesystem nach US-Vorbild: Ähnlich dem Electronic System for Travel Authorization (ESTA) soll das JESTA genannte System 2030 eingeführt werden. Bisher gilt für 71 Nationen (u.a. Deutschland, Österreich und die Schweiz) Visafreiheit; das bedeutet, Business Traveller und private Touristen können sich ohne Visum bis zu 90 Tage im Land des Lächelns aufhalten – sie erhalten direkt bei der Einreise ein Touristenvisum. Beim JESTA-System müssen ausländische Staatsangehörige vor der Einreise eine elektronische Genehmigung einholen, indem sie ein Online-Formular ausfüllen, wo Reisedetails wie Zweck des Aufenthalts und geplante Unterkunft abgefragt werden. Diese Informationen werden von der japanischen Einwanderungsbehörde überprüft und im Zweifelsfall wird die Genehmigung verweigert. Betroffene müssen sich dann um ein formelles Visum bei der Japanischen Botschaft oder beim Generalkonsulat bemühen. Wird eine Genehmigung erteilt, soll diese für mehrere Jahre gültig bleiben und mehrfache Einreisen ermöglichen. Ziel des JESTASystems ist die Reduzierung der sich illegal in Japan aufhaltenden Ausländer. Migranten wie etwa in Europa gibt es in Japan nicht. Denn das Land schottet sich seit Jahrzehnten gegen jegliche Flüchtlinge strikt ab. Die Einführung von JESTA wird in den kommenden Jahren schrittweise erfolgen. Foto: Schlosshotel Kitzbühel
8 Der Mobilitätsmanager 07–09.2025 News ••• Geschäftswagen Amperfied: Die Konzerntochter der Heidelberger Druckmaschinen AG stellte eine DC-Schnellladelösung vor. Marktsttart 2025. Audi: USA-Produktion geplant. Drei Standorte in der Auswahl. Händler kritisieren Vorstand wegen „nicht wettbewerbsfähiger Listenpreise“ und auch wegen überhöhter Leasingraten. BYD: 50.000 Pkw will der chinesische Hersteller 2025 in Deutschland verkaufen. CA Auto-Bank: Start des Mobilitätsdienstleisters Drivali in Deutschland. Zunächst Mietlösungen für Firmen, danach komplettes Angebot an Leasing- und Mobilitätslösungen. Continental: Neben der Abspaltung der Automotive-Sparte will sich der Hannoveraner Konzern auch von ContiTech trennen. Electra: Französischer Ladeanbieter startet in Deutschland. Bis 2030 sollen 500 Standorte mit jeweils mindestens 6 Ladepunkten entstehen. U.a. Partnerschaften mit dem Einzelhandel. Finn: Auto-Abo-Start-up will bis 12.25 auf 40.000 Kfz wachsen. Ford: Geplant ist eine neue Modellpalette für Europa. Hertz Global: Bill Ackman‘s Investmentfirma Pershing Square gehört nun zu den größten Anteilseignern. Honda: legt eine strategische Kehrtwende hin und kürzt Absatzziele und Entwicklungsausgaben für Elektroautos. Mercedes-Benz: Im oberen Segment wird ausgebaut. Mit VLE und VLS soll es zwei neue LuxusVan-Modelle geben. T-Klasse und Citan werden 2026 eingestellt. In Tuscalosa (Alabama) wird Kompakt-SUV GLC gebaut. NIO: Marke Firefly hat Marktstart in Deutschland verschoben. Peugeot: E-3008 und E-5008 jetzt auch mit Dual-Elektromotor 325 AWD. Reichweite der 239 kW (325 PS)-Varianten E-3008 487 km bzw. E-5008 468 km. Polestar: Der Polestar 7, ein Premium Kompakt-SUV, wird in Košice in der Slowakei produziert und erscheint 2028. Porsche: Profitabilität stark zurückgehend. Produktion der eigens entwickelten Batteriezellen in der Fabrik nahe Tübingen wird nicht weiterverfolgt. Stellantis: Rahmenvertrag mit Auto-Abo-Anbieter Finn über 5.300 Kfz der Stellantis-Marken. Tesla: 2026 soll im Werk Texas das Robotaxi Cybercab produziert werden. Facelift des Model Y. Start der Fertigung günstigerer Einsteigermodelle . Toyota: Zahl der Händler seit 2022 um über 25 % gesunken. Volkswagen: VW-Vertriebschef Martin Sander hat angekündigt, wieder richtige Namen für E-Autos zu vergeben. Volvo: PHEV-Reichweiten werden auf > 100 km erweitert. 2026 neuer EX60. Mit ihm Einführung der neuen SPA3-Plattfom. 2027 werden EX40 und EC40 erneuert. ••• Aufenthalt außerhalb Deutschlands BUSSGELDER AUS DEM AUSLAND LIEBER BEZAHLEN Im Ausland muss man sich, anders als in Deutschland, strikt an die Verkehrsregeln halten. Tut man das nicht, können Bußgeldbescheide ignorieren sollte man nicht, denn sie werden auch in Deutschland vollstreckt. • Tempoverstößte werden i.d.R . mit hohen Bußgeldern (Skandinavien, Niederlande, Schweiz) bestraft. Für Geschwindigkeitsverstöße um 20 km/h werden in Norwegen ab 610 Euro, in den Niederlanden 225 Euro, in Schweden 215 Euro, in Finnland 200 Euro und in der Schweiz 190 Euro fällig. • Wird man mit Alkohol am Steuer erwischt, wird es in fast allen Ländern richtig teuer. Hohe einkommensabhängige Strafen gibt es in Dänemark, Finnland und Schweden. I.d.R. sind gleich tausende von Euro fällig. Teuer sind auch die Schweiz (ab 635 Euro bei 0,5 Promille), Polen (ab 600 Euro bei 0,2 Promille), Norwegen (ab 560 Euro bei 0,2 Promille) und Italien (ab 545 Euro bei 0,5 Promille). • Falschparken ist in den Niederlanden (ab 120 Euro), Ungarn (bis zu 390 Euro) und Estland (bis zu 200 Euro) am teuersten. Wer am Steuer das Smartphone benutzt, muss mit 430 Euro in den Niederlanden tief in die Tasche greifen. Teurer ist es nur in Norwegen, wo ein Handyverstoß 875 Euro kostet. Tipp: Manche Länder gewähren bei sofortiger oder zeitnaher Zahlung des Bußgeldes einen Rabatt. In Spanien erhält man bei Zahlung innerhalb von 20 Tagen einen Rabatt von 50 %. In Italien erhält man 30 % Nachlass, wenn man die Geldbuße innerhalb von fünf Tagen ab Zustellung des Bußgeldbescheids zahlt. Den Bußgeldbescheid einfach aussitzen und hoffen, dass nichts passiert, ist hingegen keine gute Idee. Nichtbezahlte Bußgelder aus anderen EU-Ländern werdenab einem Betrag von 70 Euro (Österreich bereits ab 25 Euro) auch in Deutschland vollstreckt. Gleiches gilt auch für Bußgelder aus der Schweiz. Für die Eintreibung zuständig ist ausschließlich das Bundesamt für Justiz. Für private Inkassodienstleister besteht hingegen keine Möglichkeit, hierzulande öffentlich-rechtliche Forderungen aus Verkehrsverstößen durchzusetzen. Punkte und Fahrverbote können derzeit hingegen nur in dem Land verhängt werden, in welchem der Verkehrsverstoß begangen wurde. Foto: ADAC Trump: 25 % Zoll auf deutsche Autoimporte Was der VDA immer befürchtet hat, trat am 03. April 2025 ein. Seitdem gelten 25 % Zoll auf die Einfuhr europäischer Autos in die USA. Für die deutschen Autokonzerne sind die USA mit der wichtigste Absatzmarkt. Keinen Zoll hingegen soll es für jene Firmen geben, die Ihre Fahrzeuge in USA bauen. Donald Trump will mit den Zöllen die USA als Produktionsstandort stärken und Handelsdefizite ab bauen. Ca. 60 % der Teile in Fahrzeugen, die in den USA montiert werden, stammen von Lieferanten aus Deutschland, Mexiko, Japan, Südkorea und Kanada. 2024 wurden laut International Trade Administration 784.889 europäische Autos in den USA verkauft. 446.566 davon kamen aus Deutschland. Umgekehrt wurden 217.230 Autos aus den USA nach Europa gebracht. Der größte Teil dieser Importfahrzeuge stammt aus der Produktion europäischer Hersteller, z.B. von BMW, das rund 90.000 SAV vom Werk Spartanburg nach Europa verschiffte. In der EU werden für Autos aus den USA 10 % fällig. Allerdings: Die in USA beliebten Pick-ups gelten als Nutzfahrzeuge - dafür liegt der Einfuhrzoll, den Brüssel verlangt, auch bei 25 %. VDA-Chefin Hildegard Müller kritisiert die Entscheidung Trumps als fatales Signal für freien und regelbasierten Handel. Die zusätzlichen Zölle haben erhebliche negative Auswirkungen auf die Exporte aus der EU in die USA.
www.dmm.travel 9 „WIR SIND BUSINESS TRAVEL“ ©Edgar Chaparro/unsplash DAS PARTNERPROGRAMM VON DMM.TRAVEL Der geschäftliche Tourismus steht vor einem Neuanfang. In der Ära nach Corona erwartet Sie ein attraktives Feature mit „Wir sind Business Travel“. Unter diesem Motto steht unser neuer virtueller DMM-Online-Marktplatz. Die Wahl der richtigen Partner für alle Mobilitäts- und Eventbereiche eines Unternehmens ist zu einer großen und verantwortungsvollen Aufgabe geworden: Von Flugreisen über Bahnfahrten, vom Geschäftswagen über das Mietfahrzeug und Carsharing, von der Wahl des passenden Geschäftsreisebüros bis hin zum gewünschten Hotel und Restaurant, vom effektivsten Kommunikationsmittel bis zur richtigen Software. Für alles, was die Planungs- und Organisationsabläufe des betrieblichen Mobilitätsmanagements erleichtern soll, brauchen unsere Leser verlässliche Ansprechpartner und Experten. Mit „Wir sind Business Travel“präsentieren Sie Ihr Unternehmen in all seinen Facetten für eine Dauer von jeweils 12 Monaten. Wie so etwas aussehen kann? Ein Beispiel: www.dmm.travel/virtueller-marktplatz/ automobilhersteller/opel/ Im Rahmen der neuen Partner-Aktion bieten wir Ihnen ein attraktives Format an: „Wir sind Business Travel“ • Dauerpräsenz im Marktplatz auf dmm.travel (Firmenporträt, Business-Kontakte, B2B-Angebote) • Regelmäßige Logo-Darstellung auf der Startseite • Preis für 1 Jahr: 7.750 Euro Mit Ihrer Teilnahme präsentieren Sie Ihr Unternehmen einer exklusiven Zielgruppe und unterstützen die unabhängige Berichterstattung aus der gesamten Mobilitäts- und Geschäftsreise-Branche. KONTAKTIEREN SIE EINFACH: Jürgen Dölling +49 (0) 511 8550 2643 | juergen.doelling@schluetersche.de
10 Der Mobilitätsmanager 07–09.2025 Text RED Fotos VDA I IAA MOBILITY Mitten in die längst nicht überwundene Autokrise hat die Branche die IAA 2025 geplant und stößt auf großen Zuspruch, auf größeren als 2024. Sechs Tage währt das Mobilitätsfestival in der bayerischen Landeshauptstadt. 2023 kamen mehr als ½ Mio. Besucher sowie namhafte internationale Aussteller und Persönlichkeiten. Die 750 Aussteller aus 38 Ländern zeigten insgesamt mehr als 300 Weltpremieren und Neuheiten. Was ganz besonders auffallend sein wird: Neben den Chinesen will die deutsche Autoindustrie zeigen, dass sie allen Unkenrufen zum Trotz sehr wohl innovationsfähig ist. Die IAA MOBILITY in München zählt zu den weltweit großen Mobilitäts-Messen. Sie ist beileibe nicht die größte, aber eine der bedeutendsten. Sie schafft zwei einzigartige Formate, mit einem komplett eigenständigen Fokus und komplett neuen Möglichkeiten: • Den Summit, in den Hallen der Messe München, der sich thematisch und inszenatorisch komplett an den Bedürfnissen für den B2B-Sektor ausrichtet. • den Open Space, der die Innenstadt Münchens in eine Mobility Experience für B2C-Besucher verwandelt. Innovativität von morgen. Die Show in München bringt mit dem Open-Space-Konzept die innovative Mobilität von morgen überall dahin, wo sie gelebt werden kann: mitten in den urbanen Raum der bayerischen Landeshauptstadt. Der IAA Open Space ist die größte Innenstadtveranstaltung Deutschlands: Vom Marienplatz über den Odeonsplatz bis hin zum Königsplatz erstreckt sich die Ausstellungsfläche über die ganze Münchner Innenstadt und bietet ein interaktives und kostenfreies Programm für heden, von klein bis groß, von jung bis alt, natürlich auch für Mobilitätsmanager. Als 360 Grad-Mobilitätsplattform lädt der Open Space alle Bürger dazu ein sich nicht nur über Mobilität auszutauschen, sondern neue Konzepte direkt auszuprobieren. Deswegen stehen Fahrzeughighlights, autonome Verkehrsmittel und brandneue Technologien auch außerhalb der Messehallen bereit. DAS MOBILITÄTSFESTIVAL München hat in diesem Jahr eine Menge zu bieten in Sachen Veranstaltungen: Robbie Williams rockt das Olympiastation, Millionen fluten die Stadt zum Oktoberfest und, ach ja, it’s all about Mobility. Die IAA MOBILITY 2025 präsentiert neuen Claim und setzt vom 09. bis 14. September 2025 globale Trends. Titelstory • IAA Mobility
www.dmm.travel 11 Online-Info ia-mobility.com I vda.com I muenchen.de IAA Mobility Anstelle von klassischen Markeninszenierungen treten im Open Space Dialog- und Entertainment-Formate in den Vordergrund. Von der Blue Lane bis zu Parcours für Mikromobilität erleben die Besucher verschiedenste Ebenen der Mobilität. Test-Drives: hinter dem Lenkrad, auf dem Lastenrad, E-Bike oder E-Scooter. Exklusive innenstadt- und citynahe Plätze werden die Hotspots für urbane Inszenierungen, neue Formate und einzigartige Erfahrungen. Aussteller. Auf der IAA MOBILITY in München wird eine Vielzahl von Ausstellern erwartet, mehr als je zuvor. Fach- und herkömmliche Besucher treffen auf die namhaftesten Marken, Zulieferer und Newcomer eines Teilbereichs der globalen Mobilitätsindustrie – natürlich sind in München nicht die weltweit tätigen Akteure der Luftfahrtindustrie und auch nicht die globale Bahntechnikindustrie präsent, beide Mobilitätsindustrie haben ihre eigenen Riesenleitmessen in Europa, Nordamerika, und Asien – Anbieter neuester Mobilitätsdienstleistungen, Bike- und Automobilindustrie, innovative Tech-Unternehmen und angesagte Start-ups aus aller Welt. Die Hallen auf dem Münchner Messegelände sind sehr gut gebucht. „Im IAA Open Space wurden Wartelisten geführt, da fast alle Plätze im Münchner Herzen bereits belegt waren. Zuletzt standen nur noch Flächen auf dem Königsplatz und in der Ludwigstraße zur Verfügung.“ „In Krisenzeiten sind Branchentreffen wichtig“. Die Autoindustrie wird in München ihre Innovationskraft zeigen. Und „gerade in Krisenzeiten sind solche Branchentreffen, der persönliche Austausch wichtiger denn je.“ Unter den Ausstellen sind natürlich alle deutschen Autoproduzenten , chinesische Größen wie BYS, CATL & Co., alle namhaften Zulieferer, einige der bekannten Fahrradhersteller und Techgiganten wie Google oder Samsung, um nur zwei zu nennen. Wie schon in den Messen vorher glänzen auch diesmal etliche Autokonzerne durch Abwesenheit. Sie haben für sich andere Präsentations- und Vertriebswege gewählt. Die Zahl der Unternehmen aus dem Reich der Mitte, dies sich anschicken die Märkte aufzurollen, ist größer denn je. Das zeigte sich schon in Shanghai und auf der Eurobike in Frankfurt, wo sie die Masse der Aussteller dominierten. U.a. ist in München ein E-Auto-Kongress des chinesischen Automobilverbandes fest einplant. „It’s All About Mobility“. Mit diesem Claim“ leitet die IAA MOBILITY 2025 eine neue Ära ein und unterstreicht ihre Position als globale Plattform für einen Teilbereich der Mobilität, Nachhaltigkeit und technologische Innovationen. Vom 09. bis 14. September 2025 verwandelt sich München erneut in das Zentrum dieser internationalen Veranstaltung, die durch vielfältige Formate und die aktive Einbindung der Stadt überzeugt. Der Wandel von einer klassischen Automobilmesse zu einer Mobilitätsplattform spiegelt sich in der Themenvielfalt wider – von innovativen Fahrzeugtechnologien und Infrastrukturlösungen bis hin zu Softwareentwicklungen und neuen Mobilitätstrends. Der neue Claim verdeutlicht den erweiterten Fokus der Veranstaltung, die seit ihrer Transformation 2021 Mobilität in einigen Facetten erfasst. Dank Ausrichtung auf zukunftsweisende Lösungen wie E_Fahrzeuge, autonomes Fahren und innovative Verkehrskonzepte betont die IAA MOBILITY ihr Versprechen, führend bei der Gestaltung der Mobilität der Zukunft zu sein, wobei die mindestens genauso wichtigen Mobilitätsplayer Luftfahrt, Bahn und Schifffahrt nicht vokommen, insofern kann dem behaupteten strategischen Wechsel von der „Internationalen Automobil Ausstellung“ zu einer ganzheitlichen Mobilitätsplattform keine Rede sein. Statement Hildgard Müller: „Nach der IAA MOBILITY 2023 setzen wir unseren Weg als führende globale Plattform für Mobilität, Nachhaltigkeit und Tech fort. Unter dem Motto „It‘s All About Mobility“ wird München im September 2025 erneut zur weltweiten Leistungsschau von Innovationen rund um Mobilität. Wir laden alle Menschen herzlich ein, Teil dieser zukunftsweisenden Veranstaltung zu „Die IAA Mobility 2025 in München bezeichnet sich als das größte Mobilitätsevent der Welt“. Das stimmt so freilich nicht. Aber einen Besuch ist sie dennoch wert. Gernot Zielonka I CEO zic Alle Themen zukunftsorientiertrt Mobilität sollen vereint sein...
12 Der Mobilitätsmanager 07–09.2025 Die IAA Mobility bezieht die Münchner Innenstadt in ihre Aktivitäten ein. Der Hype um das zukunftsträchtige Transportsystem ist längst verflogen. Text RED Fotos VDA I IAA MOBILITY Titelstory • IAA Mobility sein und mit uns gemeinsam die Zukunft der Mobilität zu gestalten“, sagt Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA).Und weiter: „Unser Dank gilt dem Partner Messe München sowie dem Freistaat Bayern und der Stadt München für ihre fortwährende Unterstützung und Gastfreundschaft, die es uns ermöglichen, dieses bedeutende Event hier auszurichten.“ Statement Dr. Markus Söder, bay. Ministerpräsident: „Bayern ist Autoland und Hightech-Standort. Die IAA MOBILITY hat sich in München als internationaler Hotspot für Zukunftstechnologien rund um Mobilität und Nachhaltigkeit etabliert. Wir müssen Mobilität kreativ, technologieoffen und ohne Verbote denken. Die Autobranche ist für den Freistaat Bayern eine Schlüsselindustrie – deshalb unterstützen wir die IAA nach Kräften. Die Ausstellung 2025 in München unterstreicht die internationale Bedeutung Bayerns als Automobilstandort und Innovationsmotor in Deutschland. Die IAA MOBILITY und Bayern sind ein perfektes Match.“ Statement Dieter Reiter, Oberbürgermeister von München: „Die LMU und TU in München gehören zu den Spitzenuniversitäten der Bundesrepublik und bringen eine Menge Tech-Talente hervor. Daher freue ich mich sehr, dass die IAA MOBILITY 2025 in München wieder wegweisende Innovationen einem weltweiten Publikum vorstellt. Die IAA MOBILITY ermöglicht einen technologie- und branchenübergreifenden Wissens- und Erfahrungsaustausch und trägt somit zur Gestaltung zukünftiger Mobilität bei.“ Statement Stefan Rummel und Dr. Reinhard Pfeiffer, Münchener Messechefs: „Die IAA MOBILITY hat sich 2021 und 2023 als neues und einzigartiges Format mit den beiden Schauplätzen auf dem Münchner Messegelände und in der Innenstadt bewährt. Der wiederholte Erfolg vor einem internationalen Fachpublikum belegt die Bedeutung Münchens als der führende Standort in Sachen Mobilität. Wir sind stolz darauf, Gastgeber dieser spannenden Veranstaltung zu sein, auf der man die Zukunft der Mobilität erleben und mitgestalten kann. Die Messe München, die Bayerische Landeshauptstadt und der Freistaat Bayern sind zusammen erfahrene Teamplayer, um solche dynamischen und internationalen Großereignisse erfolgreich umzusetzen. Wir freuen uns deshalb auf die IAA 2025!“ Digitalisierung. Bei der diesjährigen Ausgabe steht die digitale, vernetzte und nachhaltige Mobilität im Fokus. Mobilität wird immer digitaler, vernetzter – und effizienter. Die IAA MOBILITY zeigt, wie sich Fahrzeuge, Infrastruktur und digitale Services miteinander verbinden lassen. Gezeigt werden innovative Lösungen für vernetzte, nachhaltige und klimafreundliche Mobilität – von E-Autos über Kraftstoffe und Wasserstoff-Technologien bis hin zu urbanen Mobilitätskonzepten. Um klimaneutrale Mobilität zu erreichen, wird Elektromobilität die zentrale Säule sein. Gleichzeitig wird es Innovationen bei erneuerbaren Kraftstoffen und Wasserstoff geben. Wettbewerbsfähigkeit. Eines der sicher viel diskutierten Themen wird sein, wie die Unternehmen mit ihrer Wettbewerbsfähigkeit umgehen werden. Denn hohe Energiepreise, Steuern und Abgaben, Arbeitskosten und Bürokratie sowie der Zoll-Wahnsinn des US-Präsidenten belasten die Branchenteilnehmer massiv. Die neue Bundesregierung muss nun dafür sorgen, dass die Wirtschaft wieder wachsen kann. Wirtschaftliche Stärke ist die Basis, um langfristig erfolgreich bin der Zur IAA MOBILITY 2025 haben sich weltweit führende Unternehmen angemeldet – darunter Aito, Audi, AWS, BMW, Bosch, BYD, CATL, Clarios, Continental, Denso, Cupra, Ford, Google, Hitachi Astemo Europe GmbH, Magna, Mahle, Mercedes-Benz, Mobileye, Opel, Polestar, Porsche, Qualcomm, Renault, die Riese & Müller GmbH, Samsung, Schaeffler, Schwalbe, Valeo, die Volkswagen Group, die Marke Volkswagen, XPENG und die ZF Group. Jeder zweite Aussteller kommt aus dem Ausland. Die Länder mit der höchsten Anzahl an Ausstellern sind China, Frankreich, Japan, sowie Schweden, Südkorea und die USA. Jeder fünfte Aussteller (22%) ist erstmals dabei in München. Darunter befinden sich beispielsweise Autohersteller wie Foton und Hyundai, aber auch Zulieferer wie Aisin, Hitachi Astemo, HOLON, Hyundai Partners, oder Unternehmen wie 3M, RoboSense, TCL und Thundersoft aus dem Bereich Technologie. ••• Aussteller in München
www.dmm.travel 13 Logischerweise dreht sich das meiste ums Automobil und seine Zukunft. Online-Info ia-mobility.com I vda.com I muenchen.de Welt der automobilen Mobilität, die immer stärker von China dominiert wird, bestehen zu können. Cycling & Micromobility Area. Das weiterentwickelte Konzept vereint Attraktionen und Innovationen auf zwei und drei Rädern im IAA Open Space: Die nördliche Ludwigstraße wird 2025 zur ausgewiesenen Cycling & Micromobility Area. In unmittelbarer Nähe zum Test-Track im Englischen Garten versammeln sich die Aussteller von Fahrrädern, Scootern und Micromobility. Fahrrad & Mikromobilität ist zentraler Bestandteil der Messe. In der nördlichen Ludwigstraße kurz vor dem Siegestor können die aktuellen Innovationen aus dem Bereich Radfahren und Mikromobilität begutachtet und getestet werden. Ein Highlight ist der Cycling Test-Track im Englischen Garten. Auf dem 4 km langen Rundkurs können Besucher kostenlos Fahrräder, E-Bikes und Scooter ausprobieren und vergleichen. Weiterhin erwartet die Besucher ein Parcours auf der Ludwigstraße auf Höhe der Schellingstraße. Die sogenannte Cycling Activation Area bietet während der gesamten Dauer der Veranstaltung ein vielfältiges Programm. IAA Summit – Treffpunkt für Entscheider. Der IAA Summit ist der wichtigste Branchentreff für Stakeholder im Bereich Mobilität, Nachhaltigkeit und Tech. Auf sechs Bühnen präsentieren und diskutieren internationale Industrie- und Meinungsführer aus den Bereichen Automotive, Zulieferer, Tech, Cycling, Infrastruktur, Dienstleistung, Politik und Gesellschaft die wichtigsten und drängendsten Themen der Mobilität der Zukunft. Als Themenschwerpunkte erwarten die Fachbesucher diese Themen: „Europas Wettbewerbsfähigkeit in einer neuen Globalisierungsära“, „die vielen Facetten des Software Defined Vehicles“, „die wirtschaftliche Transformation der Industrie“ und „die ökologische und gesellschaftliche Nachhaltigkeit der Mobilität“. Ein neues Angebot in diesem Jahr sind die Masterclasses, wo spannende Unternehmen Deep Dives für Experten und Interessierte geben. Zu den zahlreichen Programmpunkten zählen neue Technologien für Speichern und Laden aller Art von Fahrzeugen, Circularity, Multimodale Mobilität, Automatisiertes Fahren und Infrastruktur. Die Fachbesucher erhalten aber auch exklusive Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und technologische Meilensteine. ••• Automobil: Das Messegelände (und auch der Summit) sind über die Autobahn A94 zu erreichen. Man wird bereits vor der Autobahnausfahrt München-Riem durch die Beschilderung zu den entsprechenden kostenpflichtigen Parkplätzen geleitet. Das Messegelände wird durch ein dynamisches Verkehrsleitsystem reguliert, das zum Parkhaus West lenkt. Letzteres steht ab zwei Stunden vor den Öffnungszeiten des IAA Summit zur Verfügung und wird zwei Stunden nach dem Veranstaltungsende geschlossen. Einfach und bequem Strom tanken: Das E-Ladekonzept der Messe München umfasst 80 feste Ladestationen im Parkhaus West sowie leider nur einen Supercharger (Schnellladesäule) vor dem ICM. Das Übernachten auf dem Messegelände ist grundsätzlich nicht gestattet. Eine Anfahrt zum IAA Open Space in der Innenstadt Münchens ist nicht möglich, da keine (!) Parkplätze in der Innenstadt zur Verfügung stehen. Flugzeug: Die S-Bahn-Linien S1 und S8 bringen Reisende im 10-Minuten-Takt in ca. 40 Minuten zum Hauptbahnhof München. Von dort geht es mit der U-Bahn-Linie 2 im 5-Minuten-Takt weiter in Richtung Messegelände. Die Fahrt vom Hauptbahnhof München mit der U-Bahn dauert ca. 25 Minuten. Ein Shuttle-Bus-Service verkehrt alle 20 Minuten zwischen dem Flughafen München und dem Messegelände. Die einfache Fahrt dauert ca. 45 Minuten oder je nach Staulage viel länger. Die Shuttle-Bus-Haltestellen am Flughafen befinden sich direkt vor Terminal 1, Bereich A, dem MAC (München Airport Center) sowie Terminal 2. Tickets für den Airport-Messe-Shuttle sind online oder vor Ort buchbar. In den Bussen des Shuttle-Services wird das Deutschlandticket akzeptiert. Info: www.airport-messe-shuttle.com/de Der IAA Open Space in der Münchner Innenstadt ist vom Flughafen entweder mit den beiden S-Bahn-Linien S1 und S8 oder einem Expressbus erreichbar. Die S1 und die S8 fahren den Hauptbahnhof München vom Flughafen im 10-Minuten-Takt an. Vom Hauptbahnhof ist der Open Space fußläufig innerhalb von 15 bis 20 Minuten zu erreichen. Mit dem Taxi: Je nach Stau-Situation 1 Stunde und mehr zur Messe und Innenstadt. Bahn: Die Nutzung des ÖPNV ist nicht im Ticketpreis inbegriffen. Für die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln benötigt man ein entsprechendes Ticket. Bei der Anreise mit der Bahn zum Messegelände kommen Besucher am Hauptbahnhof München an. Von dort fährt die U-Bahn-Linie U2 alle 5 Minuten in Richtung Messegelände und erreicht die Haltestelle Messestadt West in etwa 20 Minuten. Vom Hauptbahnhof München gelangen alle Besucher, die mit der Bahn anreisen, schnell und bequem innerhalb von 10 Minuten mit dem ÖPNV zu den Plätzen des IAA Open Space in der Innenstadt. Die Plätze Königsplatz, Wittelsbacher Platz, Odeonsplatz & Ludwigstraße, Max-Joseph-Platz, Marienplatz, Residenzhöfe und Hofgartenstraße sind vom Hauptbahnhof aus zu Fuß in 15 bis 20 Minuten erreichbar. Übernachungsmöglichkeiten: München Tourismus, Herzog-Wilhelm-Straße 15, Tel.: +49 89 233-96500; tourismus.gs@muenchen.de; www.munich.travel Hotelführer: www.muenchen.travel/buchung Fachbesucherpreise: Das Fachbesucher-Ticket für den IAA Summit incl. Conference eignet sich für Mobility-Professionals. Es bietet exklusive Brancheninsights, Networking mit führenden Stakeholdern und Zugang zu Innovationen und Trends der Mobilität. Zusätzlich beinhaltet das Ticket Zugang zum Vortragsprogramm mit Top-Speakern und den Mobility Meetings, dem IAA „SpeedNetworking“-Format. Der Zugang zum IAA Open Space & IAA Experience in der Münchner Innenstadt ist für alle Besucher kostenfrei und benötigt kein Fachbesucher-Ticket. www.iaa-mobility.com/de/besucher/besuch-planen/tickets-undpreise ••• An- & Abreise-Optionen, Übernachtung, Tickets IAA Mobility
14 Der Mobilitätsmanager 07–09.2025 Geschäftsreise • Luftfahrt Text RED Fotos Lufthansa I pixabay I pixelio.de Seit über zehn Jahren sollen die europäischen Fluggastrechte überarbeitet werden. Das ist auch erforderlich, denn viele Regelungen sind für die Reisenden bis heute unklar oder in einer sehr umfangreichen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) versteckt. Die Vorschläge der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2013 bzw. 2023 bedrohen jedoch das heutige Schutzniveau. Statt offene Bedarfe neu zu regeln, soll nach dem Willen der „Ratsarbeitsgruppe Luftverkehr“ – ein Kahlschlag bei den Rechten von Flugreisenden erfolgen. Es ist beabsichtigt, Reisenden erst ab fünf, neun oder zwölf Stunden Verspätung das Recht auf einen Ausgleichsanspruch zu gewähren. Geplant ist: • eine feste Ausgleichszahlung von 300 Euro für Flüge unter 3.500 km und 500 Euro für längere Flüge. • eine Verschiebung der Schwellenwerte für Verspätungen, die entschädigungsberechtigt sind: 5 Stunden für Flüge bis 3.50 km und 9 Stunden bei Flügen über 3.500 km. Die Pläne sehen noch weitere Einschnitte zulasten der Passagiere vor: Künftig sollen sogar Streiks, Krankheit der Crew und technische Probleme als „außergewöhnliche Umstände“ gelten – also Gründe, bei denen Airlines nicht zahlen müssen. 85 % + x der Fluggäste gehen leer aus. Das Softwareunternehmen Lennoc B.V. hat in Zusammenarbeit mit der niederländischen Verbraucherschutzorganisation Consumentenbond die Flugdaten der europäischen Airlines und Flüge ab Europa für das Jahr 2024 ausgewertet. Danach würden unter der Annahme der neuen Verspätungsschwellen die meisten der Reisenden ihren Ausgleichsanspruch verlieren. Der vzbv fordert die neue Bundesregierung auf, sich im Rat der EU für den Erhalt und Ausbau des aktuellen Schutzniveaus einzusetzen. Bislang sieht die 21 Jahre alt Fluggastrechteverordnung (EG) Nr. 261/2004 vor: • Bei mindestens 3 Stunden Flugverspätung und bei weniger als 1.500 km gibt es bis zu 250 Euro, • bei mehr als 1.500 km innerhalb der EU bis zu 400 Euro und • bei mehr als 3.500 km außerhalb der EU bis zu 600 Euro Entschädigung. Aber: Diese einfache Regelung zu Gunsten der Verbraucher wurde durch eine erschwerte Kontaktaufnahme mit den Fluggesellschaften, Verzögerungen bei Auszahlungen und langwierigen Rechtsstreitigkeiten kaum zu Gunsten der Verbraucher umgesetzt. Fluggastrechte-Portale und Anwälte bedrohen Geschäftsmodell von Airlines. Seit Jahren schon haben sich digitale Fluggastportale (EUflight, FairPlane, Flightright, FlugVerspaetet.de etc.) und auf Reiserechte spezialisierte Anwaltskanzleien etabliert, die Ansprüche von Passagieren durchsetzen. Das hat den Airlines das Geschäft erschwert. Während früher viele Passagiere ihre Rechte schlicht nicht kannten oder sich von den komplizierten Verfahren abschrecken ließen, setzen spezialisierte Kanzleien und KI-gestützte Portale heute hunderttausende Forderungen ENTSCHÄDIGUNG ADIEU Auf Betreiben der Airlines sollen die Fluggastrechte massiv eingeschränkt werden. Die Europäische Union plant eine erhebliche Verschlechterung der Fluggastrechte. Eine Entschädigung soll künftig erst bei einer Verspätung von fünf Stunden fällig werden. Damit entfallen gut 85 % der Entschädigungen. Unterm Strich ist das ein Rückschritt für Verbraucherrechte und ein Geschenk an die Airlines. Reisende werden täglich mit vielseitigen Herausforderungen konfrontiert: Es kommt zu Verspätungen, Verbindungen werden annulliert oder geändert, Gepäck wird beschädigt oder geht verloren. Bei Insolvenzen von Airlines haben zehntausende Verbraucher in den letzten Jahren Geld verloren. Reiserechtsstreitigkeiten fluten die Gerichte. „Die Zahl der Entschädigungsklagen gegen Fluglinien wegen verspäteter oder stornierter Flugreisen klettert von Rekord zu Rekord. […] Rund 131.000 neue Verfahren melden die zuständigen Amtsgerichte für das Jahr 2024, nie gab es mehr zu tun als in den vergangenen zwölf Monaten“, so eine Umfrage der Deutschen Richterzeitung. ••• Ärgernisse für Reisende
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